Wählergemeinschaft Fraktion Programm Geschichte Kontakt
Gremientermine aktuelle Termine Sprechstunden
Bundesweit Initiativen und Verbände MH-Parteien Medien Treffpunkte
Pressemeldungen Bildmaterial
 

 

Vandalismus in Heissen

Mülheim, 23. April 2010
L. Reinhard, MBI-Fraktionssprecher

Mein MBI-Ratskollege Dietmar Berg und ich sind der Einladung des Wirts der Fünte gefolgt zu einer Veranstaltung am 21. April zu „Vandalismus in Heißen“.  Alle anderen Parteien und die Verwaltung waren ebenfalls eingeladen, aber keine/r war gekommen.

Die Berichte der anwesenden Bürger/innen waren deutlich, die Problemlage ist virulent.

Ich finde es beschämend, dass außer uns niemand aus Politik und Verwaltung gekommen war. Wie an vielen anderen Problempunkten auch fühlen sich die Bürger zusehends alleine gelassen. Doch egal: Ganz besonders weltfremd benimmt sich auch in diesem Punkt die abgewirtschaftete Mülheimer SPD.

Also: Frau OB Mühlenfeld wohnt in Heißen, ihr Ehemann ist SPD-Ratsherr und Vorsitzender des Heißener Sportvereins RSV, ihr Sohn ist Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Heißen, der bisher in der Fünte tagte. Auch Frank Bruns, der Wirt der Fünte, ist SPD-Mitglied. Er hat dieser denkmalgeschützten Gaststätte an der B 1 wieder Leben gebracht, indem er daraus erfolgreich ein Kulturzentrum machte.

Heute waren Berichte in WAZ und NRZ zu o.g. Bürgerversammlung. Der folgende WAZ-Kommentar trug vollkommen zu Recht den Titel: „Verpasste Chance“:
“….Für einige Heißener aber ist es ein Teil dessen, was sich seit längerem zu Ärger und teils gar Angst summiert. Das subjektive Sicherheitsgefühl dieser Menschen ist gestört, und das muss man ernst nehmen. Die Chance, ihnen direkt zu zeigen, dass sie dies tut, hat die Verwaltung Mittwoch Abend verpasst. Wortführer Frank Bruns hingegen nutzte die Gelegenheit, sich zu profilieren. Ein Gesprächspartner der Stadt wäre da in der Fünte ein wichtiges Signal gewesen – zumindest aber eine vertrauensbildende Maßnahme. Und die Wirkung dessen sollte man nicht unterschätzen.“

Nun hätte man denken können, zumindest die SPD würde in ihrer vorletzten Hochburg das als Aufforderung begreifen, sich irgendwie kurz entschuldigen und dann zu versuchen, die „verpasste Chance“ wettzumachen. Doch das exakte Gegenteil. In völlig unsensibler Arroganz und Hybris drischt der OB-Sohn auf den Veranstalter ein, kündigt einen Boykott der Kneipe an und beschimpft das Parteimitglied, den „lieben Frank“, in einem derart rüden Ton, von dem selbst der Mölmsche Beleidigungsspezialist, der SPD-Fraktionsvorsitzende Wiechering, noch lernen könnte, mehr hier. Diese unterste Sahne an Umgangsformen gipfelt in folgendem plumpen Versuch, auch noch die MBI zum Sündenbock zu stempeln:

Dass wir am Mittwoch nicht teilgenommen haben, war aber auch die bewußte Entscheidung, an keiner Veranstaltung teilzunehmen, wo anhand der Einladung und des Kreises der Eingeladenen (insbes. MBI) von Beginn an zu befürchten Stand, dass die Diskussion in einen Bieterwettstreit populistischer Latrinenparolen ausarten würde. Das ist nicht das Niveau, auf dem ich oder meine Kolleginnen und Kollegen des OV Vorstandes Kommunalpolitik betreiben.“

Was soll diese geradezu mittelalterliche Verteufelung? Die MBI hatten sich vorher zu der Problematik noch überhaupt nicht geäußert. Wir wollten uns erst einmal ein Bild vor Ort machen und folgten deshalb der Einladung, der die SPD nicht folgte, weil wir auch eingeladen waren. Was soll das denn? Die Behauptung, von den MBI kämen zu der heiklen Problematik des Vandalismus nur „Latrinenparolen“, bevor überhaupt eine einzige Aussage getätigt worden ist, ähnelt dem Hetzparolen des „Stürmers“ aus sehr unsäglichen Zeiten. Das darf nicht der Umgang unter Demokraten sein!

Im Übrigen sind die MBI mit 11,6% der Stimmen als drittstärkste Kraft in den Mülheimer Rat gewählt worden. Der OB-Sohn beleidigt also nicht nur MBI-Aktive wie mich oder Dietmar Berg, sondern auch zumindest alle MBI-Wähler/innen.

Herr Bruns hat den MBI in seiner Empörung über die unverschämten Beleidigungen des Herrn Mühlenfeld jun. den Brief zur Verfügung gestellt mit der ausdrücklichen Genehmigung, ihn weiter zu verbreiten.

Ich fordere hiermit Herrn Mühlenfeld jun. auf, sich bei uns zu entschuldigen.
Es steht uns nicht an, ihm zu raten, wie er mit seinem Parteimitglied, dem Wirt der Fünte, weiter verfährt. Dennoch ….

An etlichen Stellen unserer Stadt fühlen die Menschen sich im Stich gelassen. Das mag subjektiv oder objektiv stimmen. Verwaltung und Politik müssen sich aber unabhängig davon Gedanken machen, was da zu tun ist. Mit derartiger Arroganz und der Verteufelung anderer Menschen und Meinungen, wie sie im Mühlenfeld-Brief zutage tritt, ist niemandem nirgends geholfen!

P.S.
Die Mülheimerin Hannelore Kraft möchte in Kürze zur NRW-Ministerpräsidentin gewählt werden. Ihr Heimat-SPD-Ortsverband ist ihr dabei nicht gerade behilflich, ob bei der Nicht-Aufarbeitung der unsäglichen Yassine-Geschichte oder den verbalen Ausfällen von Wiechering oder nun Mühlenfeld jun.! Mehr hier

Die Mülheimer ZOOM-Gruppe aus dem Cafe Fox sendete zur Kommunalwahl 2009 Audio-Podcasts mit allen Parteien und Wählergruppen zu Fragen der Jugendpolitik, mehr hier.

  • Der MBI-Beitrag mit MBI-Spitzenkandidat L. Reinhard (25 Minuten) als mp3-Datei
  • Einladung zum politischen Frühstück in die Fünte,  Gaststätte – Kulturzentrum, Gracht 209 ( Ecke B 1 neben der Aral Tankstelle) am Sonntag, dem  13. Juni 2010, um 11.00 Uhr mit Rats- und Bezirksvertreter/innen der MBI 1 Jahr nach den Kommunalwahlen als pdf-Datei (109 KB)