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Bonan, vom Bankrotteur zum ÖPNV-Geschäftsführer, unglaublich!

BonanGreedy Uwe, der ex-Bonanopulos?
Ist Bonan eigentlich tragbar
als ÖPNV-Geschäftsführer?

Der EVAG-Aufsichtsrat hat dem anderen Geschäftsführer Feller aus Essen 20% Gehaltserhöhung bewilligt. Begründung: Der Mülheimer Counterpart Bonan bekäme auch 250.000, vgl. WAZ-Artikel unten.
Sind die 20% mehr für Feller bereits völlig jenseits der mühsam ausgehandelten Lohnerhöhungen für öffentlich Beschäftigte, ob Beamte oder Angestellte, so sind die Bonanschen Gehaltsforderungen einfach oberdreist. Er verdiente als Kämmerer vielleicht 80 oder 90.000, quittierte den Job trotz kaum noch steigerbarer Erfolglosigkeit 5 Jahre vor Ende der Wahlperiode, um als Nicht-Fachmann ÖPNV-Geschäftsführer zu werden und damit sein Einkommen fast zu verdreifachen!
Das ist ein Riesenskandal vor allem, wenn man bedenkt, in welch chaotischem und teils erbärmlichen Zustand der Mülheimer Nahverkehr sich befindet!
Diese Skandalgeschichte war anscheinend von langer Hand eingestielt und hatte in Mülheim sicher auch die Rückendeckung des OB und zumindest der beiden großen Ratsfraktionen.

Dennoch:
Eigentlich müsste man fordern, den Vertrag mit Bonan schnellstens wieder aufzulösen und per ordentlicher Ausschreibung einen ausgewiesenen Fachmann zu suchen für den gemeinsamen Nahverkehrsbetrieb von Essen und Mülheim, der bisher noch nicht mal einen Namen hat, auch noch keinen Aufsichtsrat, geschweige denn ein klares Konzept.
Bei dem Durcheinander an vielen Stellen der Heimatstadt der Ministerpräsidentin wäre das dadurch erzeugte zusätzliche Chaos auch noch verkraftbar, oder?
Bonan&Co
Der OB, der ex-Kämmerer und die meisten Mülheimer Ratsfraktionen haben der Stadt einen Bärendienst erwiesen mit der gesamten Bonan/Mendack-Saga. Und sie haben kräftig mitgeholfen, dass die fusionierte Verkehrs-gesellschaft mit Essen einen glatten Fehlstart hingelegt hat. Damit haben sie dem gesamten Ruhrgebiet geschadet, weil die überfällige Vereinheitlichung der vielen ÖPNV-Gesellschaften dadurch erschwert wird. Dieses teure und wenig effektive Manko ist ein gravierender Standortnachteil für das problembeladene Revier.
Mehr auch in

  • Skandal um Chefgehälter der neuen ÖPNV-Gesellschaft: Krokodilstränen zu einer Filzgeschichte par excellence? hier

Neben den vielen entsetzten und empörten Reaktionen aus Bevölkerung und Belegschaften von MVG und EVAG folgte ein beschämendes Gezänk zwischen Essen und Mülheim sowie Versuche von Rückendeckung für das in den Brunnen gefallene „Kind“: Der Essener Geschäftsführer Feller erhielt Rückendeckung für den Gehaltssprung um gut 20 Prozent auf 250 000 Euro  vom Evag-Betriebsrat. „Feller hatte nie eine Forderung nach mehr Geld gestellt“, sagt Detlef Barz und nannte Bonan als Antreiber. Der Betriebsratsvorsitzende der MVG, Ahmet Avsar, distanzierte sich dann sofort vom Essener Betriebsratsvorsitzenden. Den Vorwürfen, dass Bonan der Antreiber für die Spitzengehälter gewesen sein soll, trat dann auch noch die Mülheimer Stadtspitze entgegen: „Es war keine Forderung von Bonan, es war eine Initiative des Evag-Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Weber.“ Bonan habe nie diese Summe von 250 000 gefordert noch verhandelt. Mehr in WAZ Mülheim: „Mülheimer Stadtspitze: Bonan hat nie dieses Gehalt gefordert“ und WAZ Essen: Gehaltserhöhung: Betriebsrat verteidigt Evag-Chef Feller“. Beschämend und oberpeinlich!
Dann zog der Essener OB Kufen die Reißleine:
Die beiden Geschäftsführer, Michael Feller und Uwe Bonan, wollen nun auf vereinbarte Bonuszahlungen in Höhe von bis zu 50 000 Euro zumindest 2017 verzichten und damit die kritische Debatte um ihre Spitzengehälter beenden. Jetzt soll jeder in dem Führungsduo der künftigen Verkehrsgesellschaft aus Evag und MVG 200 000 Euro erhalten. WAZ: „MVG- und Evag-Chefs verzichten auf Bonuszahlungen“ Doch ist es wirklich damit getan um diese dreiste Geschichte von Selbstbedienungsmentalität? Es war ein herber Schlag ins Gesicht aller rechtschaffenen Bürger und ein schwerer Rückschlag für die überfällige Fusion der Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet!

Gehaltserhöhung:
Betriebsrat verteidigt Evag-Chef Feller

WAZ Essen 17.1.17, nachzulesen hier
“………. Die kräftige Gehaltsaufstockung für den neuen Evag-Vorstand Michael Feller und Uwe Bonan hat öffentliche Kritik ausgelöst und teilweise auch für Unmut in der Belegschaft gesorgt. „Die Stimmung ist bei uns gerade nicht gut“, sagt der Evag-Betriebsratsvorsitzende Detlef Barz. Obwohl er selbst dazu geraten hatte, die Gehälter für die Doppelspitze nicht zu erhöhen, nimmt er Evag-Vorstand Michael Feller aber in Schutz: „Feller hatte niemals eine Forderung nach mehr Geld gestellt.“

Die sei vom Mülheimer Vertreter Uwe Bonan gekommen und schließlich durchgesetzt worden. Dass der Aufsichtsrat, dem Barz angehört, dann auch für Feller eine Gehaltserhöhung beschließt, hält der Betriebsratsvorsitzende wiederum für richtig. Man könne nicht dem einen vom neuen Vorstand-Duo mehr Geld geben, bei dem anderen es aber sein lassen. Beide verdienen nun 250 000 Euro im Jahr. …….”