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A 40-Ausbau: 4 Jahre Dauerbaustelle

Am Montag, dem 13. November 2017, fand eine große Bürgerversammlung zum geplanten 6-spurigen Ausbau der A 40 zwischen Kaiserberg und Essen-Frohnhausen statt. Die Aula der Gustav-Heinemann-Gesamtschule war zu klein für die ca. 500 Bürger. Auf dem Abschnitt durch Mülheim ist die A 40 mit täglich 80 000 bis 90 000 Kraftfahrzeugen hoch belastet. Konkrete Einzelheiten, wo genau eine Lärmschutzwand in welcher Höhe aufgebaut wird, hatten die Straßenplaner jetzt nicht parat. „Der Bund hat die Absicht, die A 40 ab 2022 sechsstreifig auszubauen, was ca. 4 Jahre dauern soll. Wir informieren Sie heute frühzeitig, damit wir vor der Detailplanung mit Ihnen alles erläutern können, was auf Sie zukommt“, beschriebt Christoph Neumann, Abteilungsleiter Planung bei Straßen.NRW, das Verfahren bis zur Baugenehmigung und Auftragsvergabe. Soweit aus der WAZ in: „Die Detailarbeit zum Ausbau der A 40 beginnt jetzt“

Kurzbericht eines Teilnehmers an der Bürgerinformationsveranstaltung zum A 40 Ausbau vom 13.11.2017

Die Veranstaltung in der Aula der Gustav-Heinemann-Gesamtschule war sehr gut besucht. Obwohl reichlich Sitzplätze vorhanden waren, reichten diese nicht aus. Moderiert wurde die Veranstaltung von Herrn Wiechering.

Von drei Referenten wurden vier Themenfelder vorgestellt:

  1. Planung: Zurzeit befindet man sich noch in der Vorplanung, die bis 2019 abgeschlossen sein soll. Das Planfeststellungsverfahren soll 2021 abgeschlossen sein. Im Jahr 2022 soll der Ausbau beginnen. Die A 40 Brücken müssen ertüchtigt werden. Dies geschieht zurzeit an der Brücke über den Schifffahrtskanal und der Raffelbergbrücke. Das gleiche gilt, aufgrund des Alters, für die Brücken die über die A 40 führen. Hier wird man Absprachen mit den betroffenen Kommunen treffen. Teilweise wird man neue Brücken errichten müssen. Der Ausbau des Autobahnkreuzes „Kaiserberg“ wird von „Straßen NRW Bochum“ betrieben.
  2. Lärmschutz: Auf der gesamten Strecke sollen Lärmschutzwände errichtet werden. Inzwischen ist man in der Lage, auch Brücken mit Lärmschutzwänden auszustatten. Die Lärmschutzwände werden im Moment mit einer Höhe von 10 Metern, teilweise mit Glaskronen, geplant. Für den Ausbau soll „Flüsterasphalt“ verwendet werden, da hierdurch die Abrollgeräusche gemindert werden. Dieser Asphalt entwickelt seine Wirkung ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h. Wegen der grobporigen Struktur kann er nicht an Anschlussstellen verbaut werden.
  3. Umweltverträglichkeitsuntersuchung: Diese ist noch nicht abgeschlossen. Die bisherigen Ergebnisse deuten nicht auf eine Beeinträchtigung hin. Untersucht wird ein Areal von 150 Metern um den Baukörper. In die Berechnungen fließen auch die Maßnahmen ein, die nach dem Ausbau getroffen werden müssen. Im Bereich Winkhausen wurden unter anderem Fledermäuse und Amphibien ausfindig gemacht.
  4. Verkehrsprognose: Man rechnet mit einer Zunahme des Verkehrs bis 2025 um 30%, aus diesem Grund ist der Ausbau, aus Sicht der Bundesregierung, unabdingbar. Es wird nur mit einer marginalen Erhöhung des Schwerlastverkehrs gerechnet (ca. 8%) In diese Berechnung wurde auch der Ausbau der A3 auf 6 und der A 42 auf 8 Spuren einbezogen.

In der anschließenden Diskussion wurde von vielen Anwohnern nachgefragt, wie es denn um die Grundstücke steht, die direkt vom Ausbau betroffen sind. Hier wurde geantwortet, dass ein gefasster Baubeschluß auch durchgesetzt würde, man aber an einer gütlichen Einigung interessiert sei.

Die Frage, ob der Stau nicht nur von der Anschlussstelle RRZ nach Essen-Fronhausen verlegt würde, da sich hier ein neuer „Flaschenhals“ bildet, konnte nur bejaht werden.

Im Großen und Ganzen war die Veranstaltung doch sehr unergiebig für die Betroffenen, da keine konkreten Fragen beantwortet werden konnten.

Fazit: Da kommt noch einiges auf Mülheim zu! Während der 4 Jahre A 40-Baustelle werden auch die innerstädtischen Straßen als Ausweichstrecken deutlich mehr belastet werden.