Wählergemeinschaft Fraktion Programm Geschichte Kontakt
Gremientermine aktuelle Termine Sprechstunden
Bundesweit Initiativen und Verbände MH-Parteien Medien Treffpunkte
Pressemeldungen Bildmaterial
 

 

Wenn einer eine Brücke baut, kann er was erleben ….

Schräges beim Neubau Thyssenbrücke
oder MH chaotica?

Fast 10 Jahre haThyssenbrücket die Mülheimer Stadtverwaltung intensiv am Neubau der Thyssenbrücke über die Bahn in Styrum geplant. Sitzung für Sitzung wurden im Planungsausschuss die Fortschritte der emsigen Planung präsentiert. Und nun, wo die Realisierung läuft, ist Vieles irgendwie anders:

Aus 14 Mio. Kosten sind bisher bereits mind. 29 Mio. geworden, nix klappt so wie gedacht und muss wohl noch vor Gericht geklärt werden. Nicht zuletzt werden auch noch die Verkehrsströme weiter chaotisiert, denn zu allem Überfluss wurde gleichzeitig mit der nächsten Großbaustelle, dem Kreisverkehr Eppinghofer Str./Klöttschen/Bruchstr. begonnen. Doch Baustellenkoordination ist bekanntlich keine Stärke der Mölmschen Planer, obwohl vor Jahren extra dafür eine neue Stelle geschaffen wurde.
Und der ÖPNV, sprich die Linie 112, die eigentlich von Mülheim-Hauptfriedhof in Holthausen über Mülheim-Innenstadt, Styrum und CentrO bis Oberhausen-Sterkrade verkehren sollte und dabei über die Thyssenbrücke muss, die ist bereits wegen der chaotischen Mülheimer Baustelle Zeppelinstr./Oppspring am Südbad auf der Kaiserstr. gekappt mit wenig genialer Haltestelle für die Ersatzbusse kurz vor der Ampel. Doch ab Freitag fährt sie dann nur noch von dort bis Westbahnhof und die gesamte lange Strecke von Westbahnhof bis Sterkrade wird über 2 Monate durch Ersatzbusse bedient – Kosten „nur“ 650.000 €. Na denn, wir haben es ja.
Erkläre man einmal jemand, der nicht aus einem der Kirchtürme der Ruhrmetropole kommt, warum die Bahn wegen der Sperrung der Thyssenbrücke nicht wenigstens ab der Stadtgrenze (Landwehr) bis Sterkrade hin und her fahren können sollte, wo doch an der Landwehr auch noch eine großzügige Wendeanlage besteht.
Doch so ist das halt im Ruhrgebiet: Wenn es um die Verteidigung des eigenen Kirchturms geht, sind Vernunft und die Suche nach den sinnvollsten Lösungen blockiert.

Irgendwie ist manches in Mülheim und Umgebung nicht genauer zu ergründen.

Mülheimer Thyssenbrücke ab Freitag
für den Verkehr gesperrt

WAZ 10.9.18, der ganze Artikel hier

Mülheim.  Die Thyssenbrücke in Mülheim wird am Freitag gesperrt. Fahrzeuge werden über Dümpten und Eppinghofen umgeleitet. Straßenbahn 112 fährt verkürzt. Absehbar wird das letzte Fahrzeug über die 109 Jahre alte Thyssenbrücke in Styrum rollen. Die Stadt hat angekündigt, die dem Abriss geweihte Brücke am kommenden Freitag, 14. September, zu sperren. ………….

Mitteilung der Verwaltung im Rat der Stadt am 30.08.2018, öffentlich

Ausbau Oberhausener Straße
und Neubau Thyssenbrücke

Aktueller Baufortschritt an der Brücke:
Die aneinandergeschraubten Stahlträger wurden gelöst, der Schraubenstoß durch Stahlkeile aufgeweitet und die Verbindung bei der Neuverschraubung verstärkt. Die Stahlträger wurden dann am 10.08.2018 in die Fahrbahnplatte der Brücke einbetoniert. Die seitlichen Kragarme für die Gasleitung wurden Mitte August ergänzt. Derzeit werden die Gehwegbereiche abgedichtet und die Geh- und Radwege auf der Brücke hergestellt. Nach deren Fertigstellung können die weiteren Arbeiten für die Gasleitung unter dem südlichen Gehweg beginnen.
Stand Bauzeitenplan:
Für den Längsvorschub der Gasleitung muss die alte Brücke ab dem 14.09.2018 gesperrt werden und hinter dem östlichen Widerlager ein 3 m breiter Graben ausgehoben werden, von dem aus die ca. 20 m langen Rohrstücke montiert werden. Diese Arbeiten müssen am 12.10.2018 abgeschlossen sein. Zeitgleich erfolgen die Arbeiten zur Herstellung der neuen ca. 500 m langen Straßenbahntrasse. Mit dem Beginn der Herbstsperrpause der DB Netz AG am 13.10 2018 wird die alte Brücke zurückgebaut werden.
Verkehrsunterbrechung:

  • Ab 14.9.2018 beginnt die Vollsperrung an der Thyssenbrücke. Für die Straßenbahnlinie 112 wird ein Schienenersatzverkehr zwischen Mülheim West und Oberhausen Sterkrade eingerichtet. Ziel ist es, dass die Straßenbahn ab dem 29.11.2018 über die neue Brücke fahren kann.
  • Individualverkehr wird wie bei der bereits vorhandenen LKW – Umleitung um die Baustelle geleitet.
  • Für Fußgänger und Radfahrer gilt wie bisher die Umleitung über die Siegfriedbrücke.

Die Verkehrsunterbrechung vom 14.9.-29.11.2018 umfasst damit 2,5 Monate.

Stand der rechtlichen Auseinandersetzung:
Das durch das Büro HRA, Prof. Hanswille zu erstellende Gutachten, wem welche Schadensanteile anzulasten sind, ist noch nicht abgeschlossen. (Dr. Dobelmann ist im Urlaub) Die Nachträge zur Mängelbeseitigung und Beschleunigung werden nach der Übergabe weiterer Unterlagen nochmals vom Büro MWP, Prof. Mittschein Wischerhoff und Partner geprüft.Eine zweite Ergänzungsvereinbarung konnte noch nicht einvernehmlich mit dem Auftragnehmer abgestimmt werden. Es liegen mittlerweile durch die Baufirma insgesamt 194 Behinderungsanzeigen, Bedenkenanzeigen, Mehrkostenanzeigen und Nachträge vor.
Kostenplanung:
Der bisherige Kostenrahmen von 25 Mio. € (Anm.: Zuerst warv on 14 Mio. die Rede!) muss ergänzt werden um die Nachträge zur Mängelbeseitigung und Beschleunigung (3,1 Mio. €), die zusätzlichen Kosten aus dem durch die Mängelbeseitigung hervorgerufenen, längeren Schienenersatzverkehr (650.000 €) und die Unterstützung durch externe Büros (100.000 €). Insgesamt steigen damit die Baukosten wohl auf
29 Mio. €. Da die Mängelbeseitigung von den Schadenverursachern zu tragen ist, würde sich dadurch der Betrag nicht erhöhen, den die Stadt zu tragen hat.
Wegen früherer Bauverzögerungen hätte die Stadt ohnehin noch eine Beschleunigung finanzieren müssen. Diese Kosten werden jetzt durch die Mängelbeseitigungsmaßnahme überlagert. Ob die Stadt dadurch von Mehrkosten befreit ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilt werden. Aufgrund der vorgenannten, laufenden Untersuchungen und weiterer, noch nicht abgeschlossener Nachtragsverhandlungen ist die Benennung der exakten Gesamtkosten und der städtischen Beteiligung nach heutigem Stand nicht möglich. Daher kann derzeit auch nicht eingeschätzt werden, ob sich der städtische Kostenanteil weiter erhöht.