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Sprechstunde mit Dietmar Berg

Bürgersprechstunde mit Dietmar Berg, Sprecher der Bürgerinitiative „Historische Gartenstadt Heimaterde“, ex-MBI-Ratsherr, Mitglied im Gestaltungsbeirat und im Planungsausschuss, am Montag, dem 10. Dezember 2018, von 17 bis 18 Uhr in der MBI-Geschäftsstelle, Kohlenkamp 1. Themenschwerpunkte: Erhalt der VHS am jetzigen Standort ohne Wenn und Aber, Finanz- und  Innenstadtkrise bedeuten „Keine weiteren Ruhrbania-Baufelder“! Unverträgliches Bauvorhaben F 12b in der Heimaterde liegt seit geraumer Zeit brach, warum auch immer! Attraktivierung des ÖPNV statt Ausdünnung und nur noch als interkommunale Gesamtaufgabe! Alle interessierten Bürger und Bürgerinnen sind herzlich eingeladen.

Auf MBI-Antrag hin hat der Landeskonservator das VHS-Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Zuletzt sollte die VHS zu Beginn des vorletzten Jahres überfallartig in den Komplex, der auf dem Kaufhofareal entstehen wird. Doch dagegen wäre ein erfogversprechender Bürgerentscheid angestrengt worden. Es war überfällig, dem Denkmal der VHS an der MüGa endgültigen Bestandsschutz zuzusichern und die lange überfälligen und immer wieder verschobenen Sanierungsmaßnahmen endlich in Angriff zu nehmen! Anstelle dessen aber kam im letzten Sept. der Großangriff auf die Existenz dieser beliebten VHS in der MüGa, dem sicherlich attraktivsten städtischen Grundstück. Überfallartig wurde sie geschlossen und zur “Schrottimmobilie” erklärt. Weil die Stadt aber bisher gnadenlos die Zerstörung der VHS in der MüGa voran treibt, mussten Unterschriften gesammelt werden für das Bürgerbegehren zum Erhalt der VHS in der MüGa! Die Resonanz in der Bevölkerung war sehr positiv, so dass in nur 2 Monaten ca. 11.000 Unterschriften geleistet wurden! Ein erster großer Zwischenerfolg! Nun geht es leider auch noch darum, die gerichtliche Zulassung zu erstreiten, weil die Ratsmehrheit dagegen stimmte.

Auch die Zerstörung von Garten- und Naturdenkmälern in den Ostruhranlagen bedeutete den Kahlschlag am vorher grünen Gesicht der Stadt Mülheim für das Millionengrab Ruhrbania. Für das überflüssige, sehr teure Hafenbecken die Bäume und den Park (ein eingetragenes Gartendenkmal!) inmitten der Stadt zu opfern, war weder zeitgemäß, noch der Mehrheit der Bevölkerung vermittelbar. Weil zudem die zugehörigen Verkehrsmaßnahmen von Ruhrbania-Baulos 1 für 13 Mio. die Innenstadtverkehrsführung nicht nachhaltig verbessert haben, war es für den Verkehrsfluss sogar richtig kontraproduktiv, auch noch die sehr teure Brückenkopf-Umgestaltung für weitere 15 Mio. € durchzuführen, das sog. Ruhrbania-Baulos 2. Bei der katastrophalen Haushaltslage war der Abriss der intakten Brücken-overflies ohnehin bedenklich!
Dennoch soll auch noch mit „Ruhrbania-Baulos 3“ die Hochstraße Tourainer Ring abgerissen werden. Die angeschlagene Innenstadt kommt so nicht zur Ruhe und die wenig gelungene Verkehrsführung wird sich damit kaum entspannen. Ebenso sollten die Planungen für zusätzliche Baufelder zwischen Eisenbahn- und Nordbrücke zwar  geändert werden von stupiden Blöcken zu Stadthäusern. Doch auch dafür müssten Gesundheitshaus, AOK und ex-Arbeitsamt noch abgerissen und Ersatz gefunden werden, städtebaulich sehr bedenklich und finanzielles Harakiri! Die AOK hat längst abgesagt und das Gesundheitshaus muss auch bestehen bleiben. Deshalb hatten die MBI erneut den Antrag gestellt, die Planung dieser zusätzlichen Baufelder von Ruhrbania endgültig zu beenden. Leider vergeblich, man glaubt es kaum. Und jetzt geistert auch noch ein VHS-Neubau in dem Ruhrbania-Rest durch die Diskussion. Unglaublich.

Man darf auch gespannt sein, ob und wie Mülheim aus der auch beim ÖPNV selbstgebauten Sackgasse herauskommt. Für die MBI gilt weiterhin das, was sie seit Jahren für die ÖPNV-Zukunft immer wieder forderten:
1.) Transparenz statt Geheimniskrämerei 2.) Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs statt Ausdünnung 3.) städteübergreifende Lösungen und Abbau der antiquierten Parallelstrukturen und wirkliche Arbeitsteilung mit den Verkehrsbetrieben der Nachbarstädte bis hin zur Verschmelzung, und zwar nicht nur mit Essen!

Die Denkmalschutzsatzung für die Heimaterde wurde von der Bürgerinitiative angestoßen und vor Jahren beim Landeskonservator beantragt. Nach teilweise heftigen Auseinandersetzungen und zähem Ringen wurde sie als Satzung  beschlossen  In einigen Fällen bereits zu spät. Gleichzeitig widersprechen die geplanten Riesenblöcke für angebliche Altenwohnungen, dann teure Eigentumswohnungen, im Innenbereich Max-Halbach-/Felackerstr./Kleiststr. (B-Plan F 12b) dieser Denkmalschutzsatzung. Dennoch wurde auch diese beschlossen, einzig gegen die MBI-Stimmen! Heute weiß man nun nicht mehr, wie man das korrigieren könnte, denn es wird erkennbar eine städtebauliche Sünde, was dort umgesetzt werden soll und bereits begonnen wurde. Die Baustelle liegt allerdings aus unerfindlichen Gründen seit einiger Zeit brach.
Ach hätte man doch früher auf die MBI gehört …………..

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