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Nur noch heiße Luft zum Mülheimer ÖPNV-Durcheinander?

Egal, ob Klimahysteriker, Klimaleugner oder Experte welcher Couleur auch immer: Nahezu alle fordern inzwischen eine deutliche Stärkung von öffentlichem Fern- und Nahverkehr, weil auf Dauer nur so der überbordendPlakatOEPNV-LTWe PKW-Verkehr vor allem in den Metropolen reduziert werden kann.

Der ÖPNV im Ruhrgebiet mit seinen 5 Mio. Menschen ist sehr teuer, wenig effektiv und ein deutlicher Standortnachteil der kriselnden Metropole Ruhr. Das liegt auch an der extremen Kirchtürmelei der vielen Teilstädte, die in Wirklichkeit nur Stadtteile sind.  Mehr in 

Mülheim als extremes Beispiel der Kirchtürmelei:

Am 17. Sept. 2019 war in Mülheim Wirtschaftsausschuss, der auch für Mobilität zuständig ist, u.a. mit dem zigtausendfachen Bürgerantrag, den Mülheimer Kenia-Ratsbeschluss (SPD,CDU,Grüne) vom 6.12.18 zur drastischen ÖPNV-Kürzung zurückzunehmen, vgl. die Verdi-Postkarte als pdf-Datei (758 KB). Man durfte gespannt sein, was die MH-Kenianer zu ihrem angerichteten Riesenchaos sagen würden.

Obwohl die Benachrichtigungen, dass der Bürgerantrag behandelt werde, vielen Bürgern erst am Samstag zugegangen war, waren die Zuschauerränge im Ratssaal voll.

Der Verdi-Vertreter erhielt großzügig „nach gutem Mülheimer Brauch“ (so der Vorsitzende Schindler (SPD) Rederecht, obwohl das laut Landesgeschäftsordnung so vorgegeben ist. Der Dezernent antwortete ihm mit einem Wortschwall aus bekanntem allgemeinen angeblichen Sachzwängen, verbunden mit dem deutlichen Verweis, dass die Verwaltung nur ausführen würde, was der Rat beschlossen habe.

Auch SPD, CDU und Grüne verwiesen im wesentlichen nur darauf, dass sie interfraktionell einen neuen Antrag für den Nahverkehrsplan erarbeiten würden, der „natürlich“ ihrem Sparbeschluss Rechnung tragen würde, aber viel besser und zukunftsgerichteter sein werde als das völlig indiskutable „Netz 23“ des Kämmerers vom Mai, das bekanntlich zurückgezogen werden musste, noch bevor es hätte behandelt werden können. Mehr u.a. in

Der Vorsitzende wollte keine Abstimmung über den Bürgerantrag zulassen, weil der Ausschuss nicht über Ratsanträge abstimmen dürfe. Der an den Rat gerichtete Bürgerantrag durfte laut Information der Stadt aber nicht im Rat, sondern nur im zuständigen Fachausschuss behandelt werden. Na denn, sowas nennt der Volksmund Vera ………….
Natürlich hätte der Ausschuss eine Empfehlung an den Rat beschließen können, im Sinne des Bürgerantrags zu beraten und zu entscheiden.

Doch diese massiven Demokratiedefizite in Mülheim gehen völlig unter in einem sehr großen Gesamtchaos und Durcheinander, welches die Mülheimer Stadtpolitik seit vielen Monaten ausmacht, nicht nur zum ÖPNV-Desaster.

Kein Wunder, dass viele Zuschauer verärgert waren und sich veräppelt fühlten.

Wie das mit der ÖPNV-Sackgasse überhaupt noch zeitgemäß im Sinne von CO2-Einsparung, Verkehrswende usw. weitergehen kann, weiß niemand. Seit dem unseligen „Netz 23“ vom Mai sind 4 Monate vergangen, ohne dass bei den MH-Kenianern auch nur ein Hauch von Ausweg aus der selbstgestrickten ÖPNV-Sackgasse klar wurde. Mehr

PlakatOEPNV2aIrgendwie verfolgen Kämmerer und BHM-Chef anscheinend immer noch die Strategie von „Bus statt Bahn“, die ex-OB Mühlenfeld 2011 als „Systemwechsel“ ausgerufen hatte und die seither Millionen-Unsummen an Gutachterkosten verschlungen hat und zu Teil-Bahnstilllegungen nach Salami-Manier führten und noch führen sollen (Flughafenast der 104, Styrum-Ast der 110, demnächst Kahlenbergast der 104, im „Netz 23“ auch noch 901 bis Zoo-Stadtgrenze, der ganze Rest 104 bis Essen-Borbeck und das Endstück der 102 zum Uhlenhorst). Und das ganze, obwohl doch ansonsten alle angeblich e-Mobilität fördern wollen, die dann bei Straßenbahnen in Mülheim erst kürzlich nach und nach abgeschafft wurde und noch werden soll.

Wenn Landesregierung und der RP als Aufsichtsbehörde sich nicht bald viel intensiver um den Irrweg des Mülheimer ÖPNV-Desasters kümmern, gerät die kleine Großstadt Mülheim mitten zwischen größeren Großstädten bzgl. ÖPNV aufs Abstellgleis und das betrifft dann alle Nachbarstädte im Ballungsgebiet Ruhr, der „Stadt der Städte“ empfindlich gleich mit. Mehr u.a. in

Mehr Flughafenast-DieStoryzum Thema findet man auch in einem 45-minutiger Fernsehbericht des WDR vom 15.9.14: „DieStory – Endstation – Kollaps im Nahverkehr“ hier und auf youtube hier