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Tengelmann-Areal: Erste Planun-gen noch wenig realistisch

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Der Weltkonzern TengelmTengelmannann mit Sitz in Mülheim-Speldorf feierte am 16. Oktober 2012 sein 100-jähriges Jubiläum. Nur 7 Jahre später ist das Ende in Mülheim besiegelt.

14 Hektar Tengelmann-Fläche gilt es in Mülheim neu zu planen. Jetzt hat das Architekturbüro RKW, das für die Stadt bereits bei Ruhrbania und dem Restrathausumbau kräftig mit verdient hat, in vertraulicher Runde erste Ideenskizzen gezeigt, woraus dann ein/e Teilnehmer/in der WAZ gepetzt hat. Wohnen und Gewerbe sollen dort Platz finden., viele Hunderte Wohnungen und sogar ein 15-stöckiges Hochhaus sind angedacht. Das Hauptgebäude (siehe Foto rechts) soll stehen bleiben. Was aber genau Tengelmann selbst vorhat, ist unklar. WAZ: „Mülheim: Planer skizzieren Hochhaus auf Tengelmann-Areal“

Wer das Gelände, die Lage und Anbindung kennt, weiß um die Probleme bei einer zu massiven Nachnutzung wegen ausgesprochen schlechter  Straßen- und auch ÖPNV-Anbindung. Bei der von RKW angedachten Planung zur möglichst maximalen Nutzung und Vermarktung des Geländes wird sicherlich einiges zusammen gestrichen werden müssen. Manche Mülheimer Wichtigtuer fordern bereits, das gesamte Gelände als Gewerbe- und Industriegebiet zu belassen, um auf Fulerumer Feld, Selbeck oder Winkhauser Tal verzichten zu können. Wird so ohnehin nicht funktionieren, weil man doch erst einmal wissen müsste, welche Firmen man denn hofft anzulocken. Die Nähe zur Autobahnauffahrt ist in Speldorf jedenfalls nicht herzustellen, anders als bei den 3 o.g. Flächen.  Sicherlich bietet die relative Nähe zur kleinen Mülheimer Hochschule dagegen ein gewisses Potenzial, doch selbst die Tengelmann-Wünsche vor Jahren für ein Studentenwohnheim an der Wissollstr. lösten sich mangels Bedarf schließlich trotz intensiver Planung  in Luft auf.

Die zur Unzeit geführte öffentliche Diskussion darüber, was die Stadt auf dem Gelände planen sollen müsse und was nicht, hat die Firma als Grundstückseigentümer derart an den Pranger gestellt, dass erst einmal nichts passieren wird. Das Planungsamt hat sein Vorhaben, ein Umnutzungsverfahren im Flächennutzungsverfahren von reiner Gewerbe- in Mischfläche in die Wege zu leiten, bereits abgesagt, weil einige Politiker im Anhauch von Allmachtsfantasie zu sehr auf den Putz gehauen haben.

Kurzum: Ein sinnigeres und fantasiereicheres Nachnutzungskonzept als das von RKW wird entwickelt werden müssen. Ansonsten wird die Stadt wegen der angrenzenden Wohngebiete ohnehin nicht mitspielen können und dürfen.

Vermutlich größere Problem für die heutige Unternehmensführung von Tengelmann als Wünsche und Sorgen der Stadt Mülheim werden wohl darin bestehen, dass Karl-Erivan als einer von 3 Haub-Söhnen seit April letzten Jahres tragischerweise in den Bergen am Schweizer Matterhorn verschollen ist. Da er bis heute nicht gefunden wurde, dürfte es kompliziert sein, ihn für tot zu erklären. Da er als Erbe auch persönlich haftet, könnten sich z.B. Verkäufe von Firmenanteilen, Gelände u.ä. durchaus schwierig gestalten.