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Erhalt der als Gewerbegebiet geplanten Natur in Selbeck

MBI auch auf facebook:
https://www.facebook.com/MuelheimerBuergerinitiativen

Die MBI lehnen das geplante Gewerbegebiet
in Selbeck rundherum ab!

AntworLogo Selbeck Naturt an die BI ” Natürlich Selbeck” auf deren Bitte zur Stellungnahme:
An die Bürgerinitiative
„Natürlich Selbeck“:
Sehr geehrte Selbecker Mitbürger/innen,
sehr geehrter Herr Laschke,

die MBI haben das Gewerbeflächen“konzept“ von M&B-Chef Dönnebrink zusammen mit Kämmerer Mendack von Anbeginn als zerstörerisch, städtebaulich kontraproduktiv und nicht hilfreich zur Bewältigung der riesigen Mülheimer Haushaltsmisere abgelehnt. Wir haben eine lange Liste mit Brach- und untergenutzten Gewerbeflächen im Stadtgebiet zur Prüfung vorgelegt. Diese war bereits vor Corona ausgesprochen lang, weil u.E. genau darin die wirkliche und verträgliche Zukunft bzgl. Gewerbeflächen liegt. Nach der Coronakrise werden sicherlich noch weitere Flächen hinzukommen.

Mehr auch in unserer Stellungnahme aus dem Januar: „Die Gewerbeflächenwünsche von Kämmerer und M&B-Chef sind typisches Kirchturmdenken im Ruhrgebiet mit viel Zerstörungspotenzial und wenig Zukunftspotenzial!“ hier
und in der MBI-Anfrage für den Wirtschaftsausschuss am 22.6.20 zu „Wirtschaftsflächenkonzept von M&B und die MBI-Vorschläge zur Nutzung von Brachflächen“ hier

Leider wurden wir im Juni-Ausschuss vertröstet auf eine informelle Runde im Juli, wo eine Matrix zur Bewertung der verschieden angedachten Gewerbeflächen vorgestellt würde, weshalb man im Juni noch jede weitere Auskunft verweigerte. Diese Matrix ist ein schwer zu durchschauendes Sammelsurium von Bepunktung zur scheinbaren Objektivierung von Tauglichkeit oder auch nicht der einzelnen Flächen.

Die MBI glauben nicht, dass diese Matrix weiterhelfen wird, schon überhaupt nicht mehr wegen der großen Veränderungen, die als Folge der Corona-Krise auch auf unsere Stadt zukommen werden.

Deshalb unsere momentane Einschätzung der Lage:

1.)    Wir vermuten, dass aus dem Gesamtpaket von M&B mit einer Gesamtfläche von über 200 ha einige bereits vor den Kommunalwahlen ad acta gelegt werden könnten. Wir sehen kaum Chancen für das Fulerumer Feld und das Winkhauser Tal. Ob und was am Flughafen bei der generellen Andauer des jahrzehntealten Dauerstreits um die Flughafenzukunft überhaupt möglich sein könnte, liegt zudem in den Sternen. Auch am Auberg sehen wir für die Pläne wenig Aussichten, weil das Gelände von allen am weitesten weg von einem Autobahnanschluss liegt, was u.E. das Hauptkriterium für M&B bei der Wahl der Flächen war.

2.)    Das bedeutet für uns, dass die ca. 70 ha der Saarn-Selbecker Hochflächen die real einzig ernsthaft bedrohte Potenzialfläche aus dem M&B-Konzept ist. Die Nähe zum Autobahnkreuz Breitscheid und die zahlenmäßig relativ weniger Bevölkerung in Selbeck sind u.E. die unausgesprochenen Argumente, um als quasi-Kompromiss bei Verzicht auf andere Flächen „wenigstens“ Selbeck anbieten zu können.

Umso mehr haben wir es begrüßt, dass sie mit der Gründung der BI „Natürlich Selbeck“ den Widerstand gegen die zerstörerischen Pläne verstärkt haben. Seit Jahren werden insbesondere in Selbeck immer neue Bauprojekte umgesetzt wie am Hantenweg, demnächst bei der Umwandlung des Rumbaum-Areals und bei etlichen Bauten entlang der Kölner Straße. Diese Politik der Zersiedelung widerspricht allen zeitgemäßen Forderungen nach Klima- und Umweltschutz, Verkehrswende, weniger Flächenverbrauch u.v.m.

Das angedachte große Gewerbegebiet würde den Charakter und die noch bestehenden Vorzüge von Selbeck endgültig massiv verändern. Wegen der Nähe gleich zu mehreren Autobahnen wäre zu befürchten, dass große Logistikfirmen ihre häufig fensterlosen Kästen errichten würden mit den zugehörigen Folgeproblemen wie vermehrter LKW- und Pendlerverkehr. Die bereits heute bestehenden großen Probleme auf der Kölner Straße sind allseits bekannt, was sich zweifelsohne dann noch verschärfen würde. Es wäre auch kaum zu erwarten, dass die erhofften Gewerbesteuereinnahmen durch solche Firmen einen wichtigen Beitrag zur Haushaltssanierung der Stadt Mülheim beitragen würden, Wahrscheinlich würde es sogar Jahre brauchen, bis selbst die notwendigen städtischen Vorleistungen zur Erschließung der verbliebenen Selbecker Durchlüftungsgebiete als Gewerbegebiet sich ammortisieren würden.

Fazit: Aus ökonomischen und ökologischen Gründen lehnen die MBI das geplante Gewerbegebiet in Selbeck strikt und rundherum ab. Wir können nur kontraproduktive Aspekte für die Stadtentwicklung auch der Gesamtstadt erkennen. Die angedachten Flächen müssen auf jeden Fall als Naturraum erhalten bleiben.

Wir bitten Euch, den bereits großen Widerstand gegen die zerstörerischen Pläne weiter zu verstärken, um Verwaltung und Rat in Mülheim zur Aufgabe der Pläne zu drängen.

Mit herzlichen Grüßen

L. Reinhard, MBI-Fraktionssprecher und
G.-W. Scholl, MBI-Vertreter im Wirtschaftsausschuss

Folgende Bilder hat die BI uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt, entnommen von ihrNatur-Selbeck2er tollen Internetseite
https://kein-gewerbegebiet-in-selbeck.de

Karte-Gewerbe-SelbeckNatur-Selbeck2Natur-Selbeck2


Natur-Selbeck2

Natur-Selbeck

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