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Essener Tafel – Bundesver-dienstkreuz für Herrn Sartor?

Abstoßende Verurteilung der Essener Tafel,

selbst die Bundeskanzlerin kritisierte die Essener Tafel in ihrer abgehobenen Arroganz aus dem Berliner Elfenbeinturm heraus deutlich. Es ist schon dreist, denn in Wirklichkeit bedeutet das: „Die Ursache kritisiert die Wirkung“!

Geradezu abenteuerlich ist auch ein Kommentar der WAZ, welche die Treibjagd auf die Essener Tafel ja bekanntlich eröffnete.
vom langjährigen Redakteur Lutz Heuken in WAZ vom 27.2.18, im Netz auch nachzulesen hier

Essener Tafel

Apartheids-System verhindern

Was als Hilferuf gedacht war, entpuppt sich als fataler Fehler. Wenn die Essener Tafel keine Ausländer mehr aufnimmt, grenzt das an Apartheid.

Die Tafeln helfen Menschen in Not. Den ehrenamtlichen Mitarbeitern kann man nur dankbar sein: Sie erfüllen eine schwierige Aufgabe, die eigentlich der Staat zu erledigen hätte. Neben freundlichen Worten und Dankbarkeit treffen diese Helfer dann aber bei manchen „Kunden“ noch auf Dreistigkeit, Unverschämtheit und gar Aggression.

Insofern ist es ein Hilferuf, wenn der Chef der Essener Tafel nun zu drastischen Mitteln greift: Er will keine Neuanmeldungen von Ausländern mehr akzeptieren, weil der Anteil der Nicht-Deutschen überhand nehme und die „deutsche Oma“ sich deshalb unwohl fühle.

Selbst wenn wir unterstellen, dass sich ein Teil der jungen Migranten an der Tafel nicht angemessen benimmt, so ist die Maßnahme falsch, alle Ausländer auszuschließen. Wollen wir Menschen wirklich nach Herkunft und Rasse beurteilen statt nach ihrem individuellen Verhalten? Unterstellen wir wirklich, dass sich alle Deutschen gut und alle Flüchtlinge schlecht benehmen?

Asoziales, gar kriminelles Verhalten muss hart sanktioniert werden. Jedoch individuell und nicht per Sippenhaft. Ein Apartheids-System ist nicht zu akzeptieren.

Da wird einem schlecht bei soviel Scheinheiligkeit gepaart mit Realitätsverweigerung, aber auch bösartiger Verleumdung und Beleidigung.

Außer der völligen Missachtung der betroffenen Armen, die das Pech haben, Eingeborene zu sein, und deshalb gefälligst jegliche Art von Überfremdung sprach- und widerstandlos hinnehmen müssen, beleidigt der WAZ-Kommentar recht hinterhältig die ehrenamtlichen Essensausgeber, indem er fordert, sie sollten „asoziales, gar kriminelles Verhalten hart sanktionieren, jedoch individuell und nicht per Sippenhaft“. Wie bitte, soll das denn gehen bei 6000xArmenspeisung und 75% Zuwanderer, also mind. 50 oder noch mehr Sprachen? Sollen die Essensausgeber auch noch die Leute in der Schlange bewachen und sich mit Dränglern und aggressiven Menschen in der Schlange individuell auseinandersetzen, selbst wenn sie deren Sprache nicht oder kaum verstehen? Dieser weltfremde WAZ-Moralist hätte aus Unkenntnis heraus besser den Mund gehalten. Nein, er setzte sogar noch einen richtig dicken Hammer drauf, indem er die Maßnahme der Essener Tafel sogar noch als „Apartheids-System“ bezeichnet. Das schlägt dem Fass den Boden aus, weil auch noch abgrundtief falsch.

Die Millionen schwarzen und farbigen Südafrikaner, die sehr schlimm unter der strikten Rassentrennung durch die Apartheid in jedem Bereich ihres Lebens gelitten haben, werden dadurch entsetzlich verhöhnt. Auch Menschen wie ich, die sich viele Jahre aktiv gegen die Apartheid engagiert haben, fühlen sich abgestoßen dadurch, dass der Kampf gegen richtigen und aufs Schwerste Menschenrechte verletzenden Rassismus völlig entwertet wird durch Vergleiche mit Problemen beim Warten in einer hochgradig mulikulturellen Schlange vor der Tafel in Essen, wozu im Übrigen niemand per Hautfarbe oder Ethnie gezwungen wird, anders als in der Apartheid.

Es ist nur noch widerlich, wie im angeblich so aufgeklärten Deutschland alle Begriffe völlig unpassend und inflationär je nach Lust und Laune in den Raum gestellt werden, wenn es darum geht, Probleme und Überforderung der „hier schon länger Lebenden“ durch eine völlig ungeregelte Zuwanderung auch nur zuzugeben. Da wird gleich jede/r zum Nazi abgestempelt, der/die auch nur von deutscher Kultur oder Heimat spricht, die er/sie bewahren möchte o.ä.. Da wird sofort mit der Rassismuskeule geschwungen, wenn jemand die massive Zunahme von Frauen und Mädchen mit Kopftüchern als Zeichen für Abgrenzung und mangelnden Integrationswillen von Muslims bezeichnet, obwohl Religion eigentlich etwas völlig anderes ist als Rasse. Uswusf..

Diese rein ideologisch dauernd und auch noch falsch benutzten Begriffe einzig zur Diffamierung Andersdenkender führen aber dazu, dass wirkliche Rassisten oder überzeugte Nazis bald nicht mehr erkannt werden können.

Ganz nebenbei:
Ich selbst habe 5 Jahre in einem Frontstaat zum rassistischen Apartheidsystem gearbeitet und gelebt. Für mich war trotz der enormen Gastfreundschaft der Afrikaner immer klar, dass im Land und in der Kultur, wo ich Gast war, mir nicht automatisch alles genauso zur Verfügung stand wie Einheimischen und ich mich den Regeln des Gastlandes anpassen musste. Hätte ich die deutlich übertreten, wäre ich bald ausgewiesen worden. Dasselbe gilt in fast allen Ländern der Erde, was fast überall auch als das normalste der Welt angesehen wird.

L. Reinhard, Mülheim-Ruhr

Leserbrief an verschiedene Zeitungen im Bundesgebiet

Betr.: verschiedene Artikel zur Essener Tafel

Die geschäftsführende Bundeskanzlerin und ihre Sozialministerin sollten sich bei der Essener Tafel für ihre unangebrachte öffentliche Kritik auch öffentlich entschuldigen.
Herrn Sartor sollte man das Bundesverdienstkreuz verleihen für sein enormes soziales Engagement, aber auch für seine Ehrlichkeit und sein Rückgrat, was man seinesgleichen in Berlin und Brüssel zumeist schmerzlich vermisst.