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No Fracking, nicht in Mülheim und auch nicht anderswo!

28.1.13: Hervorragender Bericht auf Arte (1h21Min.): „Gas-Fieber“ – Doku über die verheerenden Auswirkungen von Fracking, und der Widerstand dagegen weiterhin zu sehen auf youtube

8.9.12: Gas-Fracking spielt in NRW vorerst keine Rolle, doch Probebohrungen soll es geben! So das Ergebnis einer Studie für die Landesregierung. Bei den Erkundungsbohrungen soll auf keinen Fall Gas aus dem Boden gepresst werden, um zu testen, ob Fracking in NRW wirtschaftlich durchführbar ist. Die Bohrungen sollen öffentlich und wissenschaftlich ausgewertet werden. Die Anzahl der Bohrungen soll zudem minimiert werden. Die Wissenschaftler stellten fest, dass Gasförderung überhaupt nur in einem Drittel der beantragten und genehmigten Erkundungsfläche überhaupt machbar ist. Diese Erkenntnisse sollten nach Ansicht der Gutachter in die Landesplanung aufgenommen werden.

23. 8.12: Veranstaltung “Fracking – hier bei uns?” ab 19 Uhr in der Christuskirche in Saarn, Lindenhof 20. Referenten: Prof. Dr. Mohr (Bergbauexperte) und Frau A. Herzberg (Dipl. Geologin). Mehr zu fracking auf dieser Seite

23.2.12: Der untenstehende MBI-Antrag, das RWW als regionalen Wasserversorger zu bewegen, sich endlich klar, deutlich und öffentlich gegen fracking und auch Probebohrungen für sog. unkonventionelles Erdgas zu positionieren, wurde im Hauptausschuss am 23. Feb. 12 von SPD und CDU abgelehnt bei Enthaltung der FDP. Die Stellungnahmen von Verwaltung und des RWWwaren trotz vielen Seiten beide mehr als butterweich, was SPD und CDU reichte, um den Antrag abzulehnen. Das ist ein Schlag ins Gesicht der zu recht besorgten Mülheimer Bürger/innen!

In verschiedenen TV-Sendern (u.a. im ZDF zur Gottschalk-Sendung) ist neuerdings die Reklame von Exxon zu sehen, die sich als Hüter des Trinkwassers verkaufen wollen. Diese „nette“ Werbung soll die Leute für dumm verkaufen, denn die enormen Gefahren durch das von Exxon und Wintershall geplante fracking zur „unkonventionellen“ Erdgasförderung sind endlich in die öffentliche Diskussion geraten. Mehr zu fracking auch in

Die claims in NRW sind zwischen Exxon und Wintershall längst abgesteckt. Die Wasserversorger müssten eigentlich alle Sturm dagegen laufen. Die RWW-Tochter RWW hat sich bisher aber ziemlich bedeckt gehalten, leider. Ob das mit Rücksicht auf die Konzernmutter, die bekanntlich dick im Gasgeschäft ist, geschah oder nicht, sei dahingestellt. Jedenfalls sollte sich das RWW auch im Interesse seiner Kunden endlich, ähnlich wie Gelsenwasser, eindeutig und gegen fracking positionieren! Deshalb der folgende MBI-Antrag:

Antrag für den Hauptausschuss der Stadt Mülheim am 23.02.12 TO: öffentlich

Betr.: Erhoffte eindeutigere Stellung des RWW zu fracking

Der Hauptausschuss der Stadt Mülheim möge beschließen:

Der HA beauftragt die städtischen Vertreter im Aufsichtsrat der RWE-Tochter Rheinisch Westfälisches Wasserwerk (RWW) darauf hinzuwirken, dass das RWW sich bezüglich des sog. unkonventionellen Erdgases, seiner Erkundung und –förderung incl. fracking, eindeutig, auch öffentlich positioniert und allen Ansinnen oder Vorhaben dazu seine Zustimmung verweigert. Das RWW möge sich ferner in den Verbänden der Wasserwirtschaft dafür stark machen, dass auch die einflussreichen Verbände sich einsetzen für die überfällige Änderung des Bergrechts, für die Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung für Gasbohrungen und dafür, dass in Ballungsgebieten wie dem unsrigen die Erkundung und Förderung des sog. unkonventionellen Erdgases grundsätzlich von Seiten der Wasserwirtschaft abgelehnt wird.

Begründung
Die Firma Wintershall hat sich bereits ein „Aufsuchungsfeld“ entlang des Ruhrverlaufs vom Sauerland bis zur holländischen Grenze gesichert. Zunächst sollen dort Erkundungsbohrungen bis 200m Tiefe durchgeführt werden, um zu klären, ob förderwürdige Vorkommen existieren. Wenn ja, könnte mit der Fracking-Methode sog. unkonventionelles Erdgas aus Tiefen von bis zu 4000 m gefördert werden.

Fracking birgt aber bekanntlich riesige Gefahren für Trinkwasser und Umwelt, nicht zuletzt auch durch die eingebrachten Chemikalien. Aus all den Gründen heraus hat Gelsenwasser bereits vor Monaten Fracking eindeutig abgelehnt und auf die diversen Gefahren hingewiesen. Von unserem Wasserversorger RWW war bisher eine ähnlich eindeutige Haltung nicht zu vernehmen.

In allen eventuellen zukünftigen Genehmigungsverfahren, aber auch bereits bei Erkundungsbohrungen spielen die Wasserverbände eine zentrale Rolle. Viele Mülheimer Bürger/innen haben zu Recht Befürchtungen, dass die immer noch viel zu ungewisse Gesetzeslage fracking ermöglichen könnte, ohne dass Bürger oder auch Umweltverbände etwas dagegen unternehmen könnten. Deshalb wäre es wichtig, zumindest den eigenen Wasserversorger voll und ganz hinter sich zu wissen.

L. Reinhard, MBI-Fraktionssprecher

  • Dem Aktionsbüdnis “No Fracking – Mülheim an der Ruhr” haben sich die meisten Mülheimer Bürgervereine und Umweltgruppen bereits angeschlossen. Sprecher im Aktionsbündnis sind Thorald vom Berg, Tel.: 6104744, und Ute Möhlig, Tel.: 50918