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Freifunk nimmt auch in Mülheim Fahrt auf

WAS IST FREIFUNK?

Mh-FreifunkDie Vision von Freifunk ist die Verbreitung freier Netzwerke, die Demokratisierung der Kommunikationsmedien und die Förderung lokaler Sozialstrukturen. Durch die Vernetzung ganzer Stadtteile wollen wir der digitalen Spaltung entgegenwirken und freie unabhängige Netzwerkstrukturen aufbauen. Konkret hat sich Freifunk zum Ziel gesetzt, offene WLAN-Netze einzurichten und diese miteinander zu verbinden. Dies ermöglicht einen freien Datenverkehr “durch die Luft” in der ganze Stadt innerhalb des Freifunk-Netzes. Freifunk ist somit eine offene nicht-kommerzielle hierarchielose Initiative für freie Funknetzwerke. Mehr unter

  • Verbund Freier Netzwerke NRW hier
  • Freifunk Mülheim hier
  • Freifunk Ruhrgebiet hier

Bis Anfang Juni 2015 machen bereits die ersten ca. 40 Personen oder Läden in Mülheim mit und sie haben einen Freifunk-Router aufgestellt. Auch die Stadt Mülheim steht dem ganzen positiv gegenüber, vgl. WAZ-Artikel unten.

Seit dem 25.4. bieten auch die MBI Freifunk über ihre Geschäftsstelle an.
Die MBI begrüßen die positive Stellungnahme des Kämmerers zu freiem Internet-Zugang in Stadtmitte über Zusammenarbeit mit den Freifunkern, vgl. WAZ-Artikel:

„Stadt peilt freien Internet-Zugang in Stadtmitte an“

WAZ 29.04.2015, der ganze Artikel hier
Stadtmitte.
Das Thema Wlan in der Innenstadt ist momentan in aller Munde. Für Touristen und Bürger der Stadt ist es ein deutlicher Mehrwert, bequem im Café oder an der Ruhrpromenade die neuesten Nachrichten zu lesen oder im Internet zu recherchieren. Deshalb wurden auf Initiative der Stadtverwaltung die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit von Verwaltung, Stadtmarketinggesellschaft und den sogenannten Freifunkern erörtert. Ein zweites Gespräch folgt in Kürze. Freifunk ist eine nicht kommerzielle Initiative zur Bereitstellung öffentlicher Wlans. Auch in Mülheim sind die Freifunker bereits aktiv. Auch sie wünschen sich eine Kooperation mit der Stadtverwaltung, um in der Stadtmitte die notwendige Basisinfrastruktur schaffen zu können. Darüber hinaus soll durch die guten Kontakte der MST zu den Händlern und der Werbegemeinschaft Innenstadt im Rahmen einer Informationsveranstaltung Interesse an den Aktivitäten der Freifunker geweckt werden.In einem nächsten Schritt will die Stadtverwaltung prüfen, welche finanziellen Aufwände zu stemmen wären, um die Freifunker beim Aufbau ihres offenen Wlan-Netzes zu unterstützen. Kämmerer Uwe Bonan: „Aus meiner Sicht eröffnet das ehrenamtliche Engagement der Freifunker eine gute Chance, künftig flächendeckend Wlan in der Mülheimer Innenstadt anbieten zu können. Bis dahin ist noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten, aber wir sind sehr zuversichtlich.“

Folgenden gemeinsamen Antrag haben SPD, CDU, Grüne, MBI, FDP und Linke für die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Mobilität am 15.6.15 gestellt, TO öffentlich

Beschlussvorschlag:

  1. Die Stadtverwaltung prüft, ein offenes, freies und nicht kommerzielles WLAN-Netz mittels Freifunk in der Mülheimer Innenstadt, in ihren Ämtern sowie an den Standorten der Tochtergesellschaften der Stadt einzurichten.
  2. Darüber hinaus prüft die Stadt Mülheim an der Ruhr die Beteiligung an der Errichtung von Freifunk-Netzen in anderen Ortsteilen, vorrangig in Selbeck, Mintard und in Stadtteilen mit erhöhtem sozialen Förderbedarf. Dabei sollen mögliche Kooperationen zwischen Stadt und gemeinnützigen Vereinen wie “Freifunk Rheinland” oder “Verbund Freier Netzwerke in Nordrhein-Westfalen” oder ggfls. auch andere angestrebt werden.
  3. Weiterhin wird die Verwaltung beauftragt, sich bei Fragen der technischen und rechtlichen Umsetzbarkeit mit den städtischen Verwaltungen in Arnsberg und Dormagen ins Benehmen zu setzen, da in diesen Kommunen hinsichtlich der Einrichtung eines Freifunknetzes die meisten Erfahrungen in NRW vorliegen.

Begründung:
Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit freiem WLAN ist Mülheim sowohl in der Innenstadt als auch in den einzelnen Stadtteilen derzeit kaum vorhanden. Vereinzelt gibt es kostenlose Zugänge mit aufwändigem Anmeldeverfahren oder temporären Schranken, kostenpflichtige Zugänge und auch den von Bürgern angebotenen Freifunk mittels 34 kleinen Routern (Stand 06.05.2015). Mit Hilfe dieses Antrags soll ein einheitlicher und komfortabler Service in Mülheim aufgebaut und angeboten werden.

Mit geringem technischen Aufwand und überschaubaren Kosten kann über den Freifunk ein freies WLAN-Netz im Innenstadtbereich der Stadt Mülheim und später auch darüber hinaus zur Verfügung gestellt werden.

Ein gemeinsames Datennetz von Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden sowie der Stadt ist das Ziel der Freifunkinitiative. Diese Art des innovativen bürgerschaftlichen Engagements kann in Mülheim zu einem dichten und freien WLAN-Netzwerk führen.
„Freifunk“ bietet die Möglichkeit, private und geschäftliche Internetzugänge durch spezielle Zugangsrouter – sicher für die eigenen Daten und unabhängig vom eigenen Netzwerk – für Dritte kostenfrei zu öffnen.

Der Datenverkehr wird verschlüsselt und zur Infrastruktur des beteiligten Vereins transportiert. Auf diese Art und Weise wird die “Störerhaftung” an den Verein übertragen. Der Verein selbst ist Mitglied im Europäischen Internetproviderverbund Réseaux IP Européens (RIPE) und genießt somit Providerstatus und das Providerprivileg.

Der Freifunk eröffnet neue Möglichkeiten für Gastronomen, Einzelhändler und die Stadt, um Ihren Besuchern und Kunden einen freien, zeitlich unbeschränkten und kostenlosen Zugang zum Internet zu ermöglichen.

Freifunk ist eine nicht-kommerzielle Initiative zum Ausbau eines selbstverwalteten, öffentlichen, freien Kommunikationsnetzes, i.d.R. auf Basis von strahlungsarmen, nicht lizenzpflichtigen WLAN-Technologien. Durch die Unterstützung der Stadt Mülheim soll es möglich werden, Rahmenbedingungen für dieses bürgerschaftliche Engagement zu schaffen und zu fördern.

Dadurch ergeben sich folgende konkrete Vorteile für die Stadt Mülheim:

  • Soziales
    Eine Unterstützung der Freifunk Initiative fördert die digitale Teilhabe. Es bietet jedem Menschen Zugang zu moderner Kommunikation und digitaler Partizipation.
  • Steigerung der Standortattraktivität
    Das Vorhandensein eines frei zugänglichen Internetzugangs, trägt in Mülheim zu einer Attraktivitätssteigerung für Anwohner und Touristen bei und dient damit direkt der Standortförderung.
  • Umwelt
    Eine hohe Verbreitung von Freifunk-Routern senkt langfristig Strahlenbelastung und Stromverbrauch, da nicht mehr jede Wohneinheit einen separaten WLAN-Router benötigt.
  • Sicherheit
    Durch die Kooperation mit einem Verein werden die Stadt und die Anschlussinhaber der Freifunk-Router von der Störerhaftung befreit. Der Datenverkehr wird sicher verschlüsselt und an die Infrastruktur des Vereins weitergeleitet.
  • Kosten
    Die Stadt Mülheim kann den Freifunk-Ausbau mit dem Kauf von Routern unterstützen. Für diese sind i.d.R. einmalig zwischen 20€ und 60€/Stück je nach Leistungsstärke und Einsatzort des jeweiligen Routers zu veranschlagen. Weiterhin kann die Stadt mit Übernahme der Stromkosten das Projekt finanzieren (ca. 3€ im Jahr/Stück). Dem gemeinnützigen Verein entstehen Infrastrukturkosten in Höhe von ca. 6 € pro Router pro Jahr. Hier gilt es zu prüfen, wie die Stadt den jeweils kooperierenden Verein unterstützen kann, damit dieser langfristig seinen Betrieb aufrechterhalten kann.