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Keine Kapazitätserweiterung des Flughafen Düsseldorf!

  • 24.2.15: Gemeinsamer Antrag aller Mülheimer Ratsfraktionen außer FDP für den Rat der Stadt am 5.3.15 zu beschließen, den geänderten Antrag des Düsseldorfer Flughafens zur Kapazitätserweiterung abzulehnen und die Mülheimer Vertreterin in der Lärmschutzkommission Flughafen Düsseldorf zu beauftragen, sich weiterhin in dem Aktionsbünd-nis der Fluglärm betroffenen Städte zu engagieren und im Schulterschluss mit den Fluglärmschutzinitiativen alle politischen und rechtlichen Maßnahmen zur Verhinderung dieses Antrags auf Kapazitätserweiterung zu ergreifen.

Mehr Fluglärm können viele Menschen in Mülheim aus Sicht des Bau- und Umweltdezernenten Peter Vermeulen  nicht mehr ertragen. „Die Grenzen der Belastbarkeit sind bereits überschritten“, sagte er auf der Bürgerversammlung zu den Plänen zur Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf. Die Stadt sei nicht bereit, eine weitere Zunahme von Fluglärm tatenlos hinzunehmen. Gut so und anders als bei der Flugroutenänderung 2001, die Mintard viel Fluglärm bescherten, bezieht die Stadt Mülheim dieses Mal klar Stellung für ihre Bürger!

  • Mehr in WAZ Mülheim vom 2.12.13: „Stadtverwaltung lehnt mehr Flugbewegungen ab“ hier

Auch der Rat der Stadt wird das wohl mit großer Mehrheit bestätigen:

Gemeinsamer Antrag von SPD, MBI, Grüne und WirLinke für den Rat der Stadt am 18. Dezember 2013

Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf

Beschlussvorschlag:
Der Rat der Stadt spricht sich gegen die vom Flughafen Düsseldorf beabsichtigte Kapazitätserweiterung in nachfragestarken Zeiten mit bis zu 60 Flugbewegungen pro Stunde aus. Die Begrenzung des Zweibahnbetriebes auf 50 % der Betriebsstunden darf weiterhin nur je Woche und nicht pro Kalenderjahr (wie vom Flughafen gefordert) erfolgen.

Begründung:
Der Flughafen Düsseldorf hat für Juni 2014 einen Antrag auf Planfeststellung mit einer Änderung der Betriebsgenehmigung angekündigt. Geplant ist unter anderem eine Kapazitätserweiterung in nachfragestarken Zeiten über Tage mit zukünftig bis zu 60 statt 45 Flugbewegungen pro Stunde.

Bereits heute sind fast alle vom Flughafen genannten Stunden mit „Spitzennachfrage“ Zweibahnstunden, in denen bis zu 47 Flugbewegungen koordiniert werden dürfen. Der Antrag des Flughafens beinhaltet verklausuliert eine Steigerung der Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten von maximal 131.000 auf ca. 180.000 Flugbewegungen (60 x 16 Stunden + 33 = 993 x 184 Tage).

Eine Steigerung von 45 auf 60 Flugbewegungen pro Stunde entspricht einem Plus von 33 %, von 131.000 auf 180.000 einem Plus von 37 %. Nach allen Erfahrungen in Sachen Flugverkehr muss damit gerechnet werden, dass der Flughafen dann die genehmigten Flugbewegungen pro Stunde auch fliegen zu können anstrebt.

Die vom Flughafen zudem geforderte Begrenzung des Bahnbetriebs auf 50 % der Betriebsstunden pro Kalenderjahr und nicht wie zur Zeit (je Woche als Antrag zur Genehmigung bei der Bezirksregierung) gibt dem Flughafen alle Handhabe in Richtung Entgrenzung zum Zweibahnsystem.

Dies muss von den betroffenen Städten und Gemeinden als Verstoß gegen den Angerlandvergleich gewertet werden, der per Gerichtsentscheid die Deckelung von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten des Jahres vorsieht sowie die Nordbahn nur als Ersatz- und Reservebahn und nicht als reguläre Normalbahn (wie die Südbahn) bewertet.

Die vom Flughafen geplante Ausweitung der Flugbewegungen je Stunde führt zu einer deutlichen Steigerung der Lärmbelastung des Wohnumfelds und der Anwohnerinnen und Anwohner.

Eine Flexibilisierung und eine moderate Steigerung der Bewegungen über Tage darf nur ermöglicht werden, wenn es zu einer Reduzierung der Flugbewegungen in den Randzeiten und in der Nacht kommt. Hier kommt insbesondere eine Verteuerung und Verschärfung sämtlicher Ausnahmeregelungen der Nachtflugbeschränkungen in Betracht. Wenn ein Ausnahmetatbestand vorliegt, wird die Genehmigung durch die Luftaufsicht erfolgen, wenn nicht, zwingen Verschärfung und Verteuerung die Fluggesellschaften, realistisch zu planen und nicht immer wieder zu versuchen „Hintertürchen“ auszunutzen.

Mehr u.a. in

  • WAZ Mülheim 2.12.13: „Stadtverwaltung lehnt mehr Flugbewegungen ab“ hier
  • NRZ Mülheim 28.11.13: “Kritik an Erweiterungsplänen von Flughafen Düsseldorf” hier
  • WAZ Duisburg 26.9.13: “Flughafen Düsseldorf beantragt mehr Flüge pro Stunde” hier
  • WAZ Mülheim 13.9.13: “Bis zu 268 Überflüge werden am Tag in Mülheim-Mintard gemessen” hier
  • Wird das schöne Mintard als Stadtteil einfach abgekoppelt? hier