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Verpatzte Zuschüsse Thyssen-brücke als Chance für ein Umdenken im Tiefbauamt?

ThyssenbrueckeNoch vor dem Beginn des nicht mehr aufschiebbaren Neubaus der Thyssenbrücke fällt das Projekt in ein Finanzierungsloch. Rund drei Millionen Euro mehr als bisher errechnet muss die Stadt als Eigenanteil zahlen, weil erhoffte Zuschüsse des Landes und des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) nicht genehmigungsfähig sind wegen abweichender  Formulierungen in den eingereichten Förderanträgen und den Planunterlagen. Rund 18 Mio. € soll die Erneuerung kosten. Knapp 61 Prozent davon sollten aus Zuschüssen des Landes und vom VRR kommen, 39 Prozent von Stadt (4,1 Mio.) und Mülheimer Verkehrsgesellschaft MVG (ca. 3 Mio. €). Nun schrumpfen die Zuschüsse, der Anteil von Stadt und MVG steigt daher auf über 10 Mio. €. Man glaubt es kaum, doch Mülheim befindet sich im Abstürzmodus! Mehr in

Die erste Reaktion der MBI auf die neue Hiobsbotschaft mit dem Desaster wegen der verpatzten Zuschüsse für die Thyssenbrücke war folgende Anfrage:
MBI-Anfrage für den Hauptausschuss der Stadt Mülheim am 03.03.16   TO öffentlich
Betr.: Bestellung eines neuen Tiefbauamtsleiters
Tiefbauamtsleiter Kerlisch ging zu Ende 2015 in den Ruhestand. Im Zusammenhang mit der Bestellung eines Nachfolgers/einer Nachfolgerin möge die Verwaltung folgende Fragen beantworten:

  1. Für wann ist die Einstellung eines/einer Nachfolger/in für Herrn Kerlisch geplant?
  2. Hat es bereits ein Bewerbungsverfahren gegeben? Wenn ja, in welcher Form: Mit oder ohne Ausschreibung? Intern oder nicht intern?
  3. Inwieweit ist bei der Bestellung des/der neuen Tiefbauamtsleiters/-leiterin an eine Beteiligung der betroffenen Gremien wie Planungs- oder/und Wirtschaftsausschuss sowie nicht zuletzt auch der Bezirksvertretungen gedacht? Wenn nein, sollen die Ratsfraktionen, -gruppen und Einzelmitglieder sowie evtl. der Hauptausschuss oder/und der Rat beteiligt werden?

Begründung
Das Tiefbauamt steht im Visier der Öffentlichkeit wie kaum ein anderes Amt, denn es ist u.a. für Straßen- und Brückenbau, für Parkkonzepte und den für ÖPNV-Bereich mit zuständig. Da diese Bereiche besonders konfliktträchtig sind und zudem große, auch finanzielle Probleme vor der Brust haben, sollte eine neue Amtsleitung nicht im behördeninternen Bestimmungsverfahren alleine vor sich gehen. Auch das neueste Problem der gefährdeten Zuschüsse für den Neubau der Thyssenbrücke belegt, dass es durchaus Schwächen im Tiefbauamt gibt, weshalb die Auswahl einer neuen Leitung dieses Amtes umso sorgfältiger vor sich gehen muss bei größtmöglicher Beteiligung der Politik.
L. Reinhard, MBI-Fraktionssprecher

Das Desaster mit den Zuschüssen für den Neubau der maroden Thyssenbrücke in Mülheim-Styrum und die Kernfrage, ob in der tränigen Mülheimer Verwaltung nicht dringend ein grundlegendes Umdenken einsetzen muss, denn schließlich ist Mülheim sogar bilanziell hoffnungslos überschuldet! Beim Brückenbau z.B. müsste die Losung heißen:

Von den niederländischen Nachbarn lernen, heißt sanieren lernen, und zwar Brücken genauso wie städtische Haushalte! Mehr s.u.

…. da es für den Bau von solchen Brücken beispielsweise echte, kostengünstigere, technische Alternativen zu den für den Neubau der Thyssenbrücke in jahrelanger Planungsarbeit mit unzählig vielen Beamtenstunden sowie Gutachterkosten vorgesehenen
26 Monaten Bauzeit und (bisher bereits)
18 Millionen EURO Baukosten
gibt, die jeder Hausfrau einleuchten, theoretisch also auch den „Spezialisten“ des Mölmschen Tiefbauamts nahe zu bringen sein sollten!!
(Ganz nebenbei: Dann, aber auch nur dann, vergessen wir auch schneller den Widersinn mit den Mülheimer Verkehrs(verschlechterungs)projekten Ruhrbania-Baulos 1+2, insbesondere den kontraproduktiven Abriss der intakten overflies am Brückenkopf der Nordbrücke für schlappe 15 Mio. €)
Und: Manches, was die Mülheimer Verwaltung produziert, ist in Wirklichkeit nämlich bei weitem nicht so „alternativlos“, wie es von der „Fach“verwaltung hingestellt wird!

WAZ vom 31.12.2015, nachzulesen hier

Minister Groschek will in Hagen eine „Lego-Brücke“ bauen

“Düsseldorf. Minister Groschek will in Hagen eine „Lego-Brücke“ bauen. Drei Monate Bauzeit statt eineinhalb Jahre. Vorbild sind Bauwerke in den Niederlanden. … In dem Pilot-Projekt an der A46 sollen Fertigbauteile in nur wenigen Monaten zusammengesetzt werden. …….. In den Niederlanden werden Brücken mit der „Lego-Technik“ in nur drei Monaten fertiggestellt – inklusive Abriss der alten Brücke. In NRW dauert der Bau einer ähnlichen Brücke bis zu eineinhalb Jahre. Der Landesbetrieb Straßen.NRW startet jetzt einen Ideenwettbewerb mit drei bis vier Ingenieurbüros, die Konzeptstudien für eine innovative Fertigteillösung erstellen sollen. Parallel laufen die notwendigen Arbeiten für die Bauvorbereitung. Der Bund als Träger der Maßnahme muss allerdings noch zustimmen. Derzeit läuft die Abstimmung mit Berlin.
Während Brücken in Deutschland bisher Maßanfertigungen sind, für die fast alle Teile an Ort und Stelle gegossen und verschraubt werden, werden immer gleiche Fertigteile in den Niederlanden im Werk produziert und am Stück zur Baustelle gebracht und dort zusammengesetzt. …………….”