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Die Winkhaus-Saga

Zur ehemaligen beliebten Szenenkneipe „Winkhaus“ im folgenden ein paar Hintergründe. Zuerst Auszüge aus dem aktuellen WAZ-Artikel vom 4. März 2013, in dem nun nach der Vandalismus-Meldung vom Tag zuvor, mehr hier, auch die Hintergründe angesprochen werden. Darunter Auszüge aus 2 Artikeln aus 2011. Einmal die Auseinandersetzungen vor Gericht um den Bestandsschutz, bei denen die Stadt verlor, weshalb sie sich anscheinend heute so auf stur stellt. Darunter die Forderung des VVN-Vorsitzenden Helmut Herrmann, das Winkhaus als Zwangsarbeiterlager der Reichsbahn in der Nazizeit aus historischem Wert heraus zu erhalten.

Polizeieinsatz

Drama um marodes Haus

WAZ 04.03.2013, der ganze Artikel hier


Das ehemalige Winkhaus. Foto: Stephan Glagla

Mülheim. Sonderlich überrascht oder gar geschockt ist er eigentlich nicht: Marco Wanicki hat es quasi kommen sehen, dass es rund um sein komplett verrammeltes und seit Jahren leer stehendes Haus am Eppinghofer Bruch einmal solchen Wirbel wie am Wochenende geben würde. Da hatte die Polizei am späten Samstagabend sieben Männer und Frauen zwischen 26 und 58 Jahren aus dem Haus geholt (wir berichteten) und festgenommen. „Ich hatte das erste Mal schon ein paar Tage vorher die Polizei informiert“, erzählt Wanicki, ……

Die Personen hatten keinen Wohnsitz in der Bundesrepublik und sie wurden zunächst festgenommen. Sämtliche Räume waren verwüstet worden, Elektro-Leitungen aus der Wand gerissen und daraus das Kupfer gestohlen. Auf dem Boden hatten die nicht deutsch sprechenden Eindringlinge offene Feuerstellen zum Kochen errichtet und ein anderes Zimmer als Toilette benutzt, obwohl dort keine Toilette existierte.

Herr Wanicki als Eigentümer würde laut WAZ eine Abrissgenehmigung des Gebäudes sofort erhalten und er könnte dort einen Schrebergarten errichten, denn oberhalb des Grundstücks gibt es bereits welche.

Die Nutzungsgenehmigung für das Gebäude ist laut Stadt viele Jahre erloschen, weshalb eine neue Baugenehmigung beantragt werden müsse, was aber nach § 35, Absatz 1 des BauGB nicht ginge, weil künftig nur noch eine Grünfläche machbar.

Streit um das ehemalige Winkhaus in Mülheim

WAZ 07.04.2011, der ganze Artikel hier

Mülheim.   Vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht wurde am Donnerstag ein verzwickter Fall verhandelt. Geschätzter Streitwert: gerade einmal 5000 Euro. Es geht um das ehemalige Winkhaus, das fast jeder in Mülheim kennt. ………………..

Zu „Winkhaus“-Zeiten war der Eppinghofer Bruch eine erstklassige Szene-Adresse Seit Jahren aber war der vergammelte Leerstand eher illegale Müllhalde und Graffiti-Übungsstelle. Die Stadt stritt mit dem jetzigen Eigentümer am 20. Juli 2010 vor Gericht wegen der  Ordnungsverfügung zur Untersagung der Nutzung als Wohngebäude inkl. Androhung von 1000 € Zwangsgeld, was vom Verwaltungsgericht Düsseldorf in einer Eilentscheidung erst bestätigt und am 20.7.10 widerrufen wurde. Das Haus befindet sich laut Flächennutzungsplan im (grünen) „Außenbereich“. Einen möglichen Bestandsschutz bestritt die Stadt, denn alles sei zu verfallen, keine Baugenehmigung vorhanden. Das Gericht hob dennoch die Ordnungsverfügung wegen „Ermittlungsfehler“ auf.  Die Stadt Mülheim muss nun neu recherchieren.

Denkmal?

Geschichte des „Winkhaus“ in Mülheim als NS-Lager soll erhalten bleiben

WAZ 15.04.2011, der ganze Artikel hier

Mülheim.  Die Zukunft des maroden Hauses am Eppinghofer Bruch 106 in Mülheim ist weiter ungewiss. Helmut Hermann sähe es am liebsten, wenn das „Winkhaus“ unter Denkmalschutz gestellt werde. Es sei das einzige ehemalige Lager der Nazis, das noch steht………………….

Helmut Hermann wollte das Haus am Eppinghofer Bruch 106 unter Denkmalschutz gestellt wissen,  nicht, weil das ehemalige „Winkhaus“ architektonisch besonders wertvoll wäre, sondern wegen dessen historischer Bedeutung: Während der NS-Zeit diente das dicht an der Bahnstrecke gelegene Haus als „Arbeitserziehungslager“ für Zwangsarbeiter, die für die Reichsbahn die Gleise in Ordnung halten musste.