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Wollen Duisburg und Kreis Wesel nicht mehr Ruhrgebiet sein?

Metropolregion Rheinland als Zukunftsmodell?
Und den Rest des kriselnden Ruhrgebiets sich größtenteils selbst überlassen?

RVRDas Ruhrgebiet mit seinen 5 Millionen Menschen ist die Armuts- und Problemregion Deutschlands schlechthin. Die Kooperation der vielen Einzelkirchtürme ist weiter sehr rudimentär, die z.T. tödliche Konkurrenz der Teilstädte untereinander um Firmen, junge Familien, Einkaufszentren etc. behindert eine Weiterentwicklung häufig. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat heute weniger wirkliche Kompetenzen und Gestaltungsmöglichkeiten als der damalige Ruhrsiedlungsverband vor 100 Jahren. RVR-Gebiet
3 verschiedene
Regierungspräsidenten bzw. -innen (Düsseldorf, Münster, Arnsberg) regieren das Ruhrgebiet und verhindern sinnvolle, städteübergreifende  Entwicklung.

Die Menschen aber leben, arbeiten, kaufen und erleben Freizeit schon längst unabhängig von den einst willkürlich gezogenen Stadtgrenzen mitten durch die Siedlungen. Wie hochgradig akut das viel zu lange verschleppte Zusammenwachsen der Teilstädte ist, zeigt nicht nur der ÖPNV, der für eine Millionenmetropole sehr teuer und ineffektiv ist wie nirgends sonst in Europa. Auch die finanzielle Notlage aller Revierstädte schreit danach, die Kooperation zu forcieren.
Die
vorherige CDU-Landesregierung hatte versprochen, aus 5 RP`s in NRW 3 zu machen mit einem RP Ruhr, war aber dann zu feige, das auch umzusetzen. Die folgende SPD-Regierung von Frau Kraft wollte davon nichts mehr wissen, auch mit Rücksicht auf die Parteigenossen in Amt/Ämtern und Würden im gesamten Revier. Dem Koalitionspartner der Grünen muss man Ähnliches unterstellen.

So wurschteln die Teilstädte des
Ruhrgebiets weiter vor sich hin.

Nun bahnt sich folgerichtig das nächste große Problem für das Ruhrgebiet an:
Eine Metropolregion Rheinland beginnt sich zu formieren und möchte Duisburg und den Kreis Wesel dabei haben. Super, oder? Die Duisburger Würdenträger schreien auch gleich Hurra und die Ratsmehrheit stimmt dafür (vgl. WAZ-Artikel vom 27.9.16). Moers, Wesel usw. werden folgen.

Demnächst setzen sich dann noch Dortmund bis Hamm auch ab und übrig bleibt der Kern des Reviers und die strukturschwache Emscher-Region. Statt Kooperation und Integration der Ruhrgebietsteilstädte also Desintegration und Zerfall selbst des zahnlosen RVR?
Wer das Interview mit der Düsseldorfer RP`in Lütkes (Grüne) in der NRZ genauer liest, dem schwant nichts Gutes, zumindest für das Restruhrgebiet, von dem die aus Köln kommende RP`IN wenig Ahnung zu haben scheint. Sie hat sich bisher auch wenig hervorgetan beim Lösen von Problemen im westlichen Ruhrgebiet mit seinen 1,5 Mio Menschen, wofür sie und ihre Mammutbehörde zuständig ist. Nicht einmal beim ÖPNV!

FAZIT: Wenn die (Noch)Herrschenden in Düsseldorf ganze Teile des Ruhrgebiets abhängen wollen, „natürlich“ ohne z.B. den wichtigen Duisburger Hafen, werden sie nicht nur bei Wahlen große Probleme bekommen.

Mehr in

  • 27.9.16: WAZ Duisburg: „Duisburg zieht es zur Metropolregion Rheinland“ hier
  • 27.9.16: NRZ: „Das Rheinland will groß rauskommen“ Interview mit der RP`ìn Lütkes hier

MBI-Anfrage für den Finanzausschuss am 24.10.2016  TO öffentlich

Betr.: geplante Gründung der „Metropolregion Rheinland“

Die Stadt Duisburg, Revierstadt der Metropole Ruhr, will auch Mitglied der geplanten neuen „Metropolregion Rheinland“ werden. Mit diesem neuen Zusammenschluss erfolgt nicht nur eine weitere Ebene der Untergliederung in NRW, es separieren sich gerade die  finanziell und wirtschaftlich stärkeren  Städte stärker vom kriselnden Ruhrgebiet, z.B. Köln und Düsseldorf.
Auch der Landschaftsverband Rheinland (LVR) soll Mitglied der neuen Vereinigung werden und auch deren Geschäftsstelle beherbergen. Das würde aber bedeuten, dass Mülheim als Mitglied im LVR die „Metropolregion Rheinland“  mit finanziert.

Wir bitten daher die Verwaltung, zu dieser Problematik Stellung zu nehmen und auch die finanziellen Auswirkungen auf die Beiträge zum LVR darzustellen.

L. Reinhard, MBI-Fraktionssprecher