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1 Jahr Metropolregion Rheinland: Bedrohliche Konkurrenz für den RVR?!

Weiter unten der LVR-Jubelbericht zum Gründungsjubiläum des Vereins „Metropolregion Rheinland“ vor 1 Jahr, dessen Geschäftsstelle beim LVR in Köln angesiedelt wurde. Doch:

Metropole Rheinland als Konkurrenz zum RVR?

Die Stadt Duisburg hat sich aus dem gemeinsamen, aber halbherzigen Verkehrsverbund VIA mit Essen und Mülheim verabschiedet, weil sie an keiner weitergehenden Fusionierung beteiligt sein will. Dann RVRwurde Duisburg auch noch Mitglied in der neuen MRR (Metropolregion Rheinland). Auch das ist für die Krisenregion des Ruhrgebiets von nicht unerheblicher Bedeutung, droht doch eine Schwächung des RVR (Regionalverband Ruhrgebiet) durch all die Duisburger Sonderwege. Insbesondere die Doppelmitgliedschaft von Duisburg, in geringerem Maße auch die von Moers und dem gesamten Kreis Wesel ist bedenklich. Aus Sicht des RVR- und LVR-Mitglieds Stadt Mülheim muss diese Entwicklung durchaus Sorgen bereiten, weil eine Schwächung des RVR befürchtet werden muss, der bekanntlich noch bei weitem nicht das Gestaltungspotential besitzt, welches ein erfolgreicher Strukturwandel des Ruhrgebiets benötigt. Die MRR wird nicht unwesentlich voran getrieben durch die IHK`s der beteiligten Städte und sicherlich wird ein Schwerpunkt auch darauf liegen, Fördergelder aus Düsseldorf, Berlin und Brüssel für die MRR-Mitgliedskörperschaften zu rekrutieren.
Der WAZ Mülheim war die gesamte Problematik trotz mehrerer Versuche der MBI bisher keine Silbe wert. Dabei droht das Ruhrgebiet bzw. der RVR auch von der anderen Seite her auseinanderzubrechen. Dortmunds Wirtschaftsförderer schrieb letztes Jahr: “Damit wird auch noch einmal deutlich, obgleich wir öffentlich immer gerne zum Bestandteil des niedergehenden Ruhrgebietes gemacht werden, sind wir in Wirklichkeit ein Motor der westfälischen Boomregion.” nachzulesen in der WAZ Dortmund hier

Metropolregion Rheinland feiert Gründungsjubiläum
Die gemeinsame Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Rheinland hat Fahrt aufgenommen

Rheinland/Köln, 19. Februar 2018. In der Gemeinschaft lässt sich mehr bewegen. Die Bündelung der Kräfte und Energien aller Beteiligten zur effektiven Realisierung gemeinsamer Ziele war das Credo, als der Verein Metropolregion Rheinland (MRR) ins Leben gerufen wurde.
MRR
Metropolregionen werden als Motoren der sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung betrachtet. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) gehört zu den 35 Gründungsmitgliedern der Metropolregion Rheinland, die seit ihrer Entstehung im vergangenen Jahr den Auftrag hat, das Rheinland im nationalen, europäischen und globalen Wettbewerb zu positionieren und die Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort noch attraktiver zu gestalten. Wesentliche Handlungsfelder sind Verkehr und Infrastruktur, Bildung und Forschung, Wirtschaft, Kultur und Tourismus.

Am 20. Februar 2018 feiert der Verein sein einjähriges Gründungsjubiläum. Vieles konnte bereits erreicht oder auf einen guten Weg gebracht werden.

Für die Zukunftsfähigkeit einer Region ist eine moderne und gut ausgebaute Infrastruktur unabdingbar. So wurde vom MRR etwa eine Rheinland-übergreifende Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 eingereicht, die in der finalen Fassung starke Berücksichtigung fand. Der BVWP richtet Investitionen darauf aus, dass dringend notwendige Sanierungen durchgeführt werden, um Engpässe zu beseitigen, weitere Kapazitäten zu schaffen und mehr Mobilität zu ermöglichen, die das Fundament von Wachstum, Wohlstand und Arbeit bildet.

MRR-Rheinland„Die Metropolregion Rheinland hat seit ihrer Gründung ordentlich Fahrt aufgenommen. Wir packen die wichtigen Themen an, um unsere Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort zu verbessern. Ich bin mir sicher, dass die Metropolregion Rheinland alle Voraussetzungen mitbringt, um unter den Regionen in Europa eine herausragende Rolle zu spielen“, zeigt sich der Vorstandsvorsitzende des MRR, Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, überzeugt.

Auch am „grenzüberschreitenden“ Nahverkehr zwischen den verschiedenen Verkehrsverbünden im Rheinland wird derzeit eifrig an Verbesserungen gearbeitet. Das heutige Ticket-System, wenn man von einem in den anderen Verbund fahren möchte, ist kompliziert. Meist braucht man ein Ergänzungsticket oder ein weiteres Ticket. „Das hält ungeübte Bürger eher davon ab, öffentliche Verkehrsmittel spontan zu nutzen“, weiß Ernst Grigat, Geschäftsführer des MRR. „Deshalb brauchen wir an dieser Stelle dringend eine Verbesserung“, fordert er. Dass es auch anders geht, zeigt etwa das Studententicket der öffentlichen Hochschulen in NRW. „Wir wollen, dass jeder Bürger für eine Fahrt quer durchs Rheinland nur noch ein einziges Ticket kaufen muss. Daran arbeiten wir zurzeit und stehen in engem Austausch mit den Verkehrsverbünden“, sagt Grigat.

LVR-Direktorin Ulrike Lubek: „Mit der Einrichtung der Geschäftsstelle in Köln, vis-à-vis zum LVR-Landeshaus, haben wir eine solide Basis für eine erfolgreiche Arbeit der Metropolregion Rheinland und für die konstruktive und effiziente Zusammenarbeit mit dem LVR geschaffen. Wir freuen uns, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern und Partnern unsere Kompetenz und Stärke zum Wohle der Menschen im Rheinland zur Wirkung zur bringen.“

Das Rheinland ist der Wirtschaftsmotor Nummer eins in Deutschland. Den gemeinsamen Wirtschaftsstandort Rheinland weiterzuentwickeln und zu vermarkten ist für alle beteiligten Städte und Gemeinden gewinnbringend. Auf nationalen und internationalen Messen werden die Mitglieder daher ab sofort mit einem gemeinsamen Standortmarketing sichtbar.

Auch für Kultur und Tourismus ist das Rheinland ein attraktiver Raum. Zahlreiche Veranstaltungen, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten locken Touristen aus dem In- und Ausland an. Aber auch für die Rheinländer selbst trägt dies maßgeblich zu einem lebenswerten Umfeld bei. Die Metropolregion soll für die Menschen erlebbar und das rheinische Lebensgefühl in vielen lokalen Kultur- und Freizeitprojekten verankert werden. Durch den „Rheinischen Kultursommer“ wird die Sichtbarkeit der Region nach innen und außen erhöht.

In Deutschland gibt es insgesamt zwölf Metropolregionen. Die Metropolregion Rheinland zählt rund 8,6 Millionen Einwohner und umfasst räumlich 23 Landkreise und kreisfreie Städte sowie die Städteregion Aachen in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln. Mitglieder des Vereins sind darüber hinaus die sieben Industrie- und Handelskammern und drei Handwerkskammern des Rheinlands sowie der Landschaftsverband Rheinland (LVR). Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 331 Milliarden Euro (Stand 2014) ist das Rheinland die mit Abstand größte und wirtschaftsstärkste Metropolregion in Deutschland und verfügt über das höchste Arbeitsplatzangebot.