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MBI-Fragen im Bildungsausschuss zu Volkshochschule in Mülheim in Coronazeiten und danach

Vorschlag für den Bildungsausschuss am 25.5.2020
TO öffentlich

Volkshochschule in Mülheim in Coronazeiten und danach

Ab 4. Mai sind nach CoronaSchVO Bildungsangebote in NRW-Volkshochschulen wieder zulässig, natürlich unter den vorgegebenen Hygiene-, Abstands- und sonstigen Vorgaben. Wie auch den Lokalmedien zu entnehmen war, gestaltet sich aber die Wiederaufnahme des Betriebes am Interimsstandort Aktienstraße äußerst schwierig. Das hängt auch mit den räumlichen Bedingungen dort zusammen. Deshalb möge die Verwaltung zu folgenden Fragen Stellung beziehen:

  1. Wann genau sollen welche Kurse dort wieder beginnen?
  2. Wieviele Teilnehmer waren an der Aktienstr. in den Kursen vor Corona möglich, wieviele wären unter den heutigen Bedingungen möglich?
  3. Die Interims-VHS an der Aktienstraße war bereits ohne Corona-Beschränkungen wenig geeignet als zeitgemäße Weiterbildungseinrichtung, neben den Lärm- und Raumeinschränkungen nicht zuletzt auch wegen der mangelhaften behindertengerechten Zugänge.
    a) Inwieweit erschweren oder verunmöglichen zu enge Flure bzw. Treppenaufgänge, fehlende Waschbecken usw. die Durchführung von Kursen unter Corona-Bedingungen?
    b) Inwieweit waren diese Bedingungen bereits vor Corona überhaupt zulässig, zumal auch die Rampe für Rollator und Rollstühle  nicht ohne Weiteres benutzt werden konnte, da die Eingangstür von aussen verschlossen ist. Man muss klingeln, der Pförtner hörte es häufig nicht. Dann musste auch eine behinderte Person die Treppe am Haupteingang  nutzen.
  4. Da ungewiss ist, wie lange die Corona-Schutzmaßnahmen noch anhalten werden, stellt sich auch die Frage nach möglichen Alternativen zumindest übergangsmäßig. Bekanntlich hat die VHS in der MüGa auch bzgl. der Corona-Einschränkungen bedeutend bessere räumliche Bedingungen, um Kurse durchzuführen. Welche Maßnahmen wären erforderlich, um auch kurzfristig Teilbereiche an der Bergstr. provisorisch für VHS-Kurse zu nutzen?
  5. Wir wissen auch nicht, ob Kursleiter/innen, die zu einer Risikogruppe gehören, nicht arbeiten dürfen oder ob sie freiwillig arbeiten dürfen. Die meisten müssen wohl aus finanziellen Gründen weiterarbeiten. Es gibt bekanntlich keine Ausfallhonorare. Interessant wäre deshalb auch zu wissen, ob die VHS eine Förderung nach dem Sozialdienstleistereinsatzgesetz beantragt hat. Damit könnten Honorare zu 75% weiter gezahlt werden. Welche Schritte hat die Verwaltung unternommen bzw. welche geplant, um die Problematik der Honorarkräfte in Coronazeiten zu entschärfen?

Begründung

VHS-GluecksprogrammSicherlich werden die Bereiche Weiterbildung, Integration und Kultur mit den zu erwartenden Folgen des Corona-lockdowns auch in Mülheim zu einer deutlich höheren Notwendigkeit für Umschulungen, Weiterbildung nicht zuletzt im Bereich auch der Digitalisierung u.v.m. führen. Hierbei kommt auf die Stadt eine Schlüsselrolle zu, will sie die bevorstehenden schweren Umbrüche positiv mitgestalten.

Es käme aber einer Katastrophe gleich, wenn die durch die VHS-Schließung bereits deutlich geschwächte Volkshochschulbildung in Mülheim im Zuge der Coronakrise eine weitere nachhaltige Auszehrung erleiden müsste. Danach wäre es nicht nur schwieriger, sondern auch teurer, diese wichtige Pflichtaufgabe der Stadt wieder so neu aufzubauen, wie das in Zukunft notwendig sein wird, in der Vergangenheit aber lange Zeit hervorragend und vorbildlich in der VHS an der MüGa funktionierte.

A. Klövekorn, MBI-Vertreterin im Bildungsausschuss