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Eine Weihnachtstrilogie 2020

Die Weihnachtsgeschichte irgendwie aktualisiert

Es begab sich während der Regentschaft von Kaiserin Augusta aus dem riesigen Coronareich. Alle Untertanen und –täninnen müssten sich registrieren lassen, hatte die Herrscherin verfügt bei Androhung heftiger Bestrafung bei Verweigerung.

Corona-knockdownDer Handwerker Josef aus der Ruhrprovinz, einer verarmten Kolonie tief im Westen, arbeitete oft schwarz und fürchtete deshalb, bei einer Registrierung vor Ort den gnadenlosen Steuereintreibern ins Visier zu gelangen. Der Sepp, wie er auch genannt wurde, lebte zusammen mit seiner Lebensabschnittsbegleiterin Maria, die stets behauptete, keusch geblieben zu sein, dennoch war sie als Jungfrau schwanger und kurz vor der Niederkunft. Sie war gebürtig aus der Kleinstadt Bethel irgendwo in Westfalen und als Migrantin in der Ruhrprovinz zu Josef gezogen, weil Wohnungsmangel und hohe Mieten keine eigene Wohnung zuließen.

Und da hatte der Sepp die Idee, zur Registrierung mit Maria zu deren Geburtsort Bethel zu fahren, um so selbst als Steuerflüchtling unentdeckt zu bleiben.

Gesagt, getan, doch dann fanden sie wegen einem striktem Beherbergungsverbot in Bethel keinen Schlafplatz. Weil bei der Hochschwangeren bereits die Wehen einsetzten, wollten Maria und Josef weder in ein Obdachlosenasyl, noch wollten sie im Park oder unter einer Brücke übernachten, auch weil Maria bei der bevorstehenden Geburt keine Mund-Nasenmaske tragen wollte, wie zwingend für alle Menschen im Freien aber vorgeschrieben bei Androhung harter Strafen. Natürlich wollte sie auch keine Menschen gefährden, wenn sie während der Geburt serienweise Aerosole verbreiten werden müsse.

So schleppten sie sich durch die Straßen, immer auf der Suche nach einem leerstehenden Raum ohne Menschen in der Nähe und möglichst umsonst. Am Stadtrand klingelte Josef bei einem etwas abseits gelegenen Bauernhof und bat um Wasser für die völlig erschöpfte und sich ob der Wehen krümmende Maria. Und der Bauer hatte schließlich Erbarmen und bot an, dass die Geburt im Stall der Schafe und Kühe vor sich gehen könnte. Er selbst hatte bereits seine Schwester mit Mann zu Gast, so dass niemand aus einer dritten Familie sein Haus betreten durfte, so jedenfalls befahlen es die strengen Kontaktvorschriften zum Infektionsschutz. Nachdem das fast verzweifelte Paar versprochen hatte, niemanden etwas zu erzählen und im Stall auch kein Licht anzumachen, trug Josef eilig seine wimmernde Begleiterin dort hinein, wo sie auch bald das Kind gebar. Sie legten es in eine Futterkrippe, die Josef mit Heu und Stroh zum Kinderbettchen umfunktioniert hatte. Völlig erschöpft, aber irgendwie glücklich, schliefen alle ein.

Mitten in der Nacht überkamen den Bauern Gewissensbisse und er wollte mit Sohn und Schwager nachschauen, ob in seinem Stall hoffentlich niemand zu Schaden gekommen war. Sie knipsten das Licht an, wodurch Maria und Josef jäh aus dem Schlaf geholt wurden. Maria sah das Licht und rief: „Oh Wunder, der Stern von Bethel leuchtet uns,“ denn sie war fast geblendet von der Lampe über ihr und dem Kind in der Krippe. Josef rieb sich die Augen und erblickte die 3 Gestalten, die sich das Kind anschauten und Wasser, Brot, Süßigkeiten sowie ein Paket Pampas in den Händen hielten. Der verdatterte Josef sagte deshalb seiner abergläubigen Begleiterin: „Schau, das sind die 3 Weisen aus dem Land der aufgehenden Morgensonne mit dringend notwendigen Gaben für dich und das Kind!“

Und so waren alle glücklich und da sie längst gestorben sind, können weder die Infektionsschutzpolizei, noch die Steuerfahnder dem bemitleidenswerten Josef, der Jungfrau Maria oder dem barmherzigen Bauern etwas anhaben, weil wie seinerzeit bei der loveparade-Tragödie alles längst verjährt ist.

Wird auch Weihnachten genderisiert?

Es war einmal, so hören inzwischen viele Märchen auf und fangen nicht mehr an wie noch bei den Gebrüdern Grimm.
Genderweihnachten
So auch die Weihnachtsgeschichte mit der Geburt Jesu von der Jungfrau Maria irgendwo in Palästina in einem Stall. Auch der Knabe in der Krippe von Bethlehem gerät nun in die Mühlen der Genderdebatte: Wie lässt sich Weihnachten nach 2000 Jahren endlich „geschlechtergerecht“ feiern? Darüber ist nun die Diskussion eröffnet. Ganz im Ernst

In Zeiten, wo Corona-Beschränkungen auch das Weihnachtsfamilienfest hierzulande deutlich verstümmeln, ist das die entscheidende Frage zur Rettung der christlichen Werte, gell?
Wenn das Jesuskind endlich von seinem Makel der Männlichkeit befreit ist, wird sich zumindest die katholische Kirche vor Zulauf nicht mehr retten können, oder?!

Frage bleibt, wie „der (patriarchalische) Messias“ umbenannt werden müsste, z.B. als Messiaseuse oder Messias*in oder einfach nur mit Sprechpause „Messias In“. Vielleicht verbieten die Sprachbestimmer_*i(I)nnen das Wort einfach und ersetzen es durch „Erlöser“ bzw. die jeweils bevorzugte genderisierte Verunstaltung – obwohl Messias und Erlöser nicht genau das gleiche bedeuten. Doch egal.

Übrigens sind auch andere biblische Begriffe wie „Gottes Sohn“, „Gott Vater“ und „der Heilige Geist“ nicht mehr p.c. und nach Gender-Lesart echt diskriminierend. Da haben die vielen, hochbezahlten Gender-Institute, -Ministerien usw. noch viel zu tun.

Und wer freut sich darüber, dass nun bald eine andere Weltreligion Platz 1 belegen wird? Genau! Die haben bei ihrem Propheten nämlich wenigstens keine Sorgen um das korrekte Geschlecht. Die sehen aber bereits Dunkelrot, wenn z.B. Heiden (also Ungläubige) Karikaturen über ihn verfasst haben, von eigenen Gläubigen ist das ohnehin unter Androhung der Todesstrafe verboten. Garnicht vorstellbar, wenn da auch noch das Geschlecht in Frage gestellt würde.

„Stille Nacht, einsame Nacht“

Weihnachten 2020 müssen viele Alleinlebende im lockdown zu Hause verbleiben, sich uralte Schinken im TV reinziehen und virtuelle Kontakte suchen, sofern sie das können. Social distancing, Quarantäne, Kontakt- und Besuchsverbote, Ausgangssperren, Abstandserlasse u.v.m. sind seit Beginn der Corona-Bekämpfung im März in immer neuen Varianten an der Tagesordnung. Am stärksten belastet und schädigt das die vielen Menschen, die bereits vor Corona unter Vereinsamung litten. Und das sind in  modernen, atomisierten, angeblich offenen und toleranten westlichen Gesellschaften nicht gerade wenige. An erster Stelle viele ältere Mitbürger/innen, ob in Heimen oder alleine zu Hause mit nur noch wenig Kontakt zu den verstreuten Restfamilien, wenn  überhaupt. Die hatten vor Corona ihre sozialen Kontakte und Erlebnisse hauptsächlich beim Kirchgang, beim Arztbesuch, beim Einkauf, bei den Feiern der Kirchengemeinden zu Weihnachten oder Ostern speziell für Ältere, auf Weihnachtsmärkten, betrieblichen Ehemaligen-Feiern, Kaffeefahrten u.v.m.. All das ist in diesem Jahr fast alles verboten oder zumindest stark eingeschränkt worden. Für viele Senior/innen, speziell die sich noch Eigenständigkeit bewahren und nicht ins Heim wollen, ist die digitale, virtuelle Welt oft keine realistische Alternative. Viele kommunizieren vorwiegend nur mit dem Fernseher, hauptsächlich ARD und ZDF, wo sie dann ununterbrochen gewarnt werden, wie lebensgefährlich soziale Kontakte speziell für ältere Menschen seien. Unter deutschen Dächern grassiert Vereinsamung also real pandemieartig und rasant, ohne dass tägliche Infektionszahlen, 7-Tage-Inzidenzwerte oder Zahlen von an oder mit Vereinsamung Verstorbenen jemals verbreitet würden, natürlich auch nicht werden können.

Trotz alledem

Happy anSanta-Mundschutzd peaceful X-mas,
a successful start of the New Year,
above all good health in a hopefully succesful 2021