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Mülheim und seine oft miserable Ampelschaltung

Bekanntlich ist in Mülheim die Ampelschaltung an etlichen Stellen eher hundsmiserabel, und zwar oft für alle Verkehrsteilnehmer.

Grüne und CDU haben nun für die BV 3 am 21. Jan. folgenden Antrag eingereicht:

Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung stellt eine verbesserte Ampelschaltung an der westlichen Fußgängerampel Duisburger Straße, Ecke Karlsruher Straße sicher, so dass Fußgehenden ein sicheres und zügiges Überqueren möglich ist.
Begründung:
Während Autofahrende an der oben genannten Anforderungsampel mehrere Grünphasen haben, müssen Fußgehende weiter vor einer roten Ampel warten. Auch wenn für die Autofahrenden die Ampel rot anzeigt, wird für die Fußgehenden immer noch kein Grün angezeigt. Besonders problematisch ist die, für den Fußverkehr schlechte Ampelschaltung, da sich an dieser Stelle eine Haltestelle der Straßenbahnlinie 901 befindet.

Unabhängig von der aufgesetzten genderisierten Verunstaltung der Sprache folgende Anmerkungen:

Ich selbst wohne in Speldorf, Karlsruher Str. kurz hinter der Kreuzung zur Duisburger Straße.

Als Anlieger und Betroffener habe ich das grün-schwarze Schriftstück so verstanden, dass es sich nur um die Fußgängerampel (oder muss es gemäß political correctness Fußgehendenampel heißen?) auf der Duisburger Str. Ri. Mülheim vor der Kreuzung handeln kann.

Diese Riesenkreuzung zwischen den Hauptverkehrsstraßen Duisburger und Karlsruher/Ruhrorter Str., mit der schneidender Straßenbahnlinie sowie Haltestellen der Bahn kurz vor und kurz hinter der Kreuzung, hat 3 Fußgängerampeln, die automatisch grün zeigen, wenn Autos rot haben, außer wenn die Bahn kreuzt. Die monierte Fußgängerampel ist die einzige Anforderungsampel, wohl auch, weil wenige diese Überquerung nehmen, die nur zur Zwischeninsel führt. Doch die gesamte Ampelschaltung der großen Kreuzung ist hochkompliziert. Ein- und Ausfahrt zum Parkplatz vor dem Depot mit Rewe und Sparkasse machen zusätzlich nämlich alles noch schwieriger.

Vor Jahren, bevor die Ruhrorter Str. als Verlängerung der Karlsruher und Hauptverkehrsstr. umgebaut wurde, hatten die MBI beantragt, die gesamte große Kreuzung zu einem Kreisverkehr umzugestalten, mit der Straßenbahn mittendurch, wie das in Duisburg auch funktioniert. Doch Verwaltung und Ratsmehrheit war das zu kompliziert oder zu viel Arbeit, weshalb sie den MBI-Antrag niederstimmten. Doch egal.

Wenn heute also Fußgänger (oder Rollatorende, E-Scooterierende o.ä.) die Duisburger an der besagten Stelle kreuzen wollen, geht das nicht, wenn die 901 in eine der beiden Richtungen fährt oder in Ri. Mülheim mitten in der Fahrbahn hält. Es geht aber logischerweise auch nicht, wenn die Autofahrer grün haben, wobei die Linksabbieger in die Ruhrorter auch noch eine extra-Ampel haben. Diese wurde seinerzeit installiert, um möglichst mehr Leute zu bewegen, nicht durch das Stadtteilzentrum zu fahren.

Wenn man aber die Anforderungsampel drückt, kommt mit dem Rot für Autos Grün, sofern keine Bahn das verzögert. Es stimmt also nicht ganz so, wie schwarz-grün es in der Begründung oben bemängelt. Was deshalb ihr Antrag genau bewirken kann oder sollte, ist unklar. Verschiedene schwierige Verkehrsbeziehungen der gesamten Kreuzung können m.E. nur mit größeren Lösungen verbessert werden. Eine andere Ampelschaltung nur zu Gunsten der wenigsten Fußgänger von allen 4 Querungen könnte aber durchaus nachteilig sein für alle anderen inkl. der anderen Fußgänger. Vielleicht findet die Verwaltung aber doch noch einen Ausweg.

Viel wichtiger als an dieser komplizierten Großkreuzung wäre z.B. die Verbesserung an der Fußgängerampel Friedrichstr./Bachstr./Delle, wo deutlich viel mehr Fußgänger, Radfahrer usw. (oder auch Fußgehende, Radfahrende, Kinderwagenschiebende) trotz Anforderung oft sehr, sehr lange warten müssen.

Fazit: Die Ampelschaltungen in Mülheim müssten an verschiedenen Stellen überarbeitet und verbessert werden, nicht nur für einzelne Fußgänger oder Radfahrer. Auch die Umwelt würde gewinnen, wenn z.B. von der Fahrt zwischen Innenstadt und Speldorf über die Duisburger Str. nicht meistens mindestens 8 von 10 Ampeln auf Rot zeigen, selbst wenn wenig Verkehr ist. Das gilt ähnlich auch auf anderen Mülheimer Hauptverkehrsstraßen.

L. Reinhard