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Explodieren die Energiekosten weiter? Was wird dann aus dem deutschen Wohlfahrtsstaat?

Die Verbraucherpreise sind so stark gestiegen wie schon lange nicht mehr. Vor allem die rasant wachsenden Energiekosten belasten Privathaushalte und Unternehmen. Doch in Deutschland stößt diese gefährliche Entwicklung (noch) auf Desinteresse bis sogar Zustimmung. Das Leben wird teurer. Die offiziell ermittelte Inflationsrate ist in Deutschland bereits über die Vier-Prozent-Marke geklettert. So stark war der Preisanstieg seit knapp 28 Jahren nicht mehr. Auf 4,1 Prozent beziffert das Statistische Bundesamt die Inflation für September im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für einen „Normal“haushalt haben sich die Ausgaben für den Lebensunterhalt in den vergangenen Monaten um deutlich mehr als nur 4% erhöht!

Im September kostete Heizöl 76,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Gemüse war 9,2 Prozent teurer. Auch die Preise für Gas, Strom, Obst und Bäckerei-Produkte ziehen kräftig an. Benzin, Lebensmittel und Energiekosten sind aber keine Luxusartikel, da man auf sie nicht mal so eben verzichten kann.

Droht ein knallharter Winter für die Abgehängten?

Da ist es eine zentrale Frage, wie die CO2-Steuer erhöht wird. Genau das trifft die ärmeren Teile der Bevölkerung voll, da sie häufig auf z.B. Heizungskosten kaum Einfluss haben, sich zudem teure und hoch subventionierte E-Autos genausowenig leisten können wie dauernd neue stromsparende Elektrogeräte. Doch die Ampelmännchen/-frauchen der zukünftigen Berliner Regierung sagen nichts Konkretes über ihre Pläne für die CO2-Steuer. Verteuern sie Gas, Öl, Benzin auch noch dramatisch mit CO2-Abgaben, die von 25€ auf 65€ steigen sollen wie vermutet, so müssen viele Menschen hoffen, dass zumindest die Wettergötter ein Einsehen haben und uns nur einen milden Winter bescheren!

Die stark gestiegenen Beschaffungspreise am Energiemarkt lassen die ersten Anbieter in die Knie gehen. So hat nicht nur die Deutsche Energiepool Gesellschaft (DEP) seinen Mülheimer Kunden die Erdgaslieferverträge gekündigt. Selbst Branchenriese Eon hat seinen Neukunden-Vertrieb aktuell eingestellt. Der von allen Medien immer wieder propagierte Versorgerwechsel erweist sich erneut als Pferdefuß!

Medl beteiligt sich (noch) nicht an einer Preiserhöhungsorgie. Gut so!

Zum Jahreswechsel hatte der örtliche Grundversorger medl wegen der CO2-Besteuerung seine Preise für die Erdgas-Belieferung bereits erheblich erhöht, je nach Tarif um bis zu 11,8 Prozent. Die Medl gibt sich nun angesichts der Marktverwerfungen selbstbewusst, den Kunden als örtlicher Versorger mehr Verlässlichkeit zu bieten als Wettbewerber, die mit Kampfpreisen mitunter nur kurz in der Lage sind, vor Ort eine Alternative zu sein. Preisstabilität und Sicherheit gehörten zur obersten Priorität bei der Medl, versichert der Mülheimer Energiedienstleister und verweist auf seine entsprechende Beschaffungsstrategie, große Mengen Gas für drei Jahre im Voraus zu kaufen. Die Medl hatte zuletzt angekündigt, trotz der immens gestiegenen Beschaffungspreise seinen Gaspreis in den verschiedenen Tarifen mindestens bis Jahresende stabil halten zu wollen. Geschäftsführer Dönnebrink ging sogar noch weiter. Mindestens Bestandskunden könnten sich darauf verlassen, dass die Medl-Preise bis zum Ende der Heizperiode Ende März nicht angehoben würden. WAZ: „Mülheim: Gas-Kunden mit plötzlichem Lieferstopp konfrontiert“