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Tengelmann-Fläche als „Parkstadt“, aber ungeklärte Verkehrsanbindung

Sieger-Entwurf für Tengelmann-Fläche als „Parkstadt“

Vom 11. bis 13. Okt. fand in München die ExpoReal statt. Das Ruhrgebiet präsentiert unter dem Motto „Wenn, dann hier“ mehrere Großprojekte an einem gemeinsamen Stand: Dazu gehören das größte NRW-Bauprojekt 6-Seen-Wedau in Duisburg, aber auch der Deckel über die Autobahn A 40 in Essen, Bochum präsentierte sich als „Ermöglicherstadt“ für das ex-Opel-Gelände.  Auch die städteübergreifende Internationale Gartenausstellung IGA 2027 war ein großes Thema bei der Expo Real. Nördlich der Kokerei Hansa plant die Stadt Dortmund z.B. einen Energiecampus. Ansonsten noch mehr Wohnungsbau allüberall im Revier, aber zumeist Eigenheime, wenig Sozialer Wohnungsbau.

Die Mülheimer Delegation war mit dem frisch zum Sieger gekürten Architekten-Entwurf für die „Parkstadt Mülheim“ nach München gereist. Er sieht vor, dass das riesige Gelände der ehemaligen Tengelmann-Zentrale mit einem See durch-zogen werden soll. Um ihn herum sind Wohnungen, Gastronomie und Gewerbe geplant.

Der Anfang Oktober gekürte städtebauliche Entwurf für das Tengelmann-Areal, der Basis sein soll für das anstehende Bebauungsplanverfahren, sieht in der Mitte der Parkstadt einen 6000 Quadratmeter großen See vor, der sich nördlich vom riesigen Bestandsgebäude bis zum alten Kesselhaus erstreckt, für das bekanntlich schon ein italienischer Gastronom als Mieter feststeht. Rund ein Drittel der ehemaligen Tengelmann-Fläche soll als Park ausgestaltet werden, der sich in alle Richtungen in die Stadtteil-Quartiere ringsum öffnet. Im Westen, Norden und Nordosten soll sich eine flexibel gestaltete Wohnbebauung rings um die umliegenden Straßen ausbilden. Es ist eine dichte Bebauung vorgesehen. Gewerbe soll auf 65.000 Quadratmetern Mietfläche im Bestandsgebäude Platz finden.

Insgesamt sind die „Parkstadtpläne“ zu begrüßen, weil besser in den Stadtteil integriert als bisher sowie ohne größere Zerstörung von Bestandsgebäuden und bestehendem Grün. Ungeklärt ist aber die Verkehrsanbindung! Dazu zählt auch der seit vielen Jahren geplante Weiterbau des Radschnellwegs von Hochschule bis Duisburg auf den Gleisen der stillgelegten Güterstrecke der Rheinischen Bahn, heute befahren von der Hafenbahn. Auch nach fast 10 Jahren hat die Stadt noch keine brauchbare Lösung für die Bahnübergänge Heer- und Friedhofstraße gefunden. Der letzte Planungsstand sind Umfahrungen, wie in der folgenden Karte zu sehen. Sieht für die groß propagierte Radautobahn RS1 mehr nach Schilda aus, oder!

Weiterbau Radschnellweg RS1 mit Problemen in Speldorf