Im Sommer 2025 wurde eine Umverteilung der Zuständigkeiten der Dezernate in der Mülheimer Verwaltung dem Rat zum Beschluss vorgelegt. Nachdem dies schon die zweite Umverteilung in kurzer Zeit war, gab es dazu auch eine Begründung, während beim ersten Mal unklar blieb, was genau das Ziel war. Nun kam zu Tage, dass es Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit zwischen Dezernentin Anja Franke und OB Buchholz gab. Es hieß auch, darüber hinaus gäbe es Probleme allgemein mit dem Führungsstil von Frau Franke. Die Mehrheit im Rat entzog ihr weitere Bereiche, während gleichzeitig ein „Moderationsverfahren“ beschlossen wurde. Für 25 000 € sollte ausgerechnet ein ehemaliger Dezernent, Frau Frankes Vorgänger im Amt Frank Steinfort, zwischen Franke und der Verwaltung vermitteln.
Die MBI stimmten damals dagegen, sowohl gegen eine Umverteilung der Aufgaben ohne wirklichen sachlichen Grund als auch gegen die Ausgabe für einen Moderator, der niemals neutral sein konnte.
Nach einiger Zeit hieß es dann, das Verfahren sei vorzeitig abgebrochen worden. Für die Ratssitzung am 12. März kam nun der Antrag von CDU, Grünen und SPD die Dezernentin abzuwählen. Dies kommt nach dem vorangegangenen nicht so ganz überraschend, aber über die Art der Probleme schweigt man sich weiter aus. Frau Franke war 2022 auf Vorschlag von CDU und Grünen gewählt worden, vorher war sie Stadtkämmerin in Hilden. Hätte man denn nicht davon gewusst, wenn es grundsätzliche Probleme gegeben hätte? Diese Frage der MBI blieb im vorigen Jahr unbeantwortet.




