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Rettet das ev. Gemeinde- und Familienzentrum mit seiner Kindertageseinrichtung „ Unter dem Regenbogen“ in Winkhausen!


Mehr unter www.winkhausen24.de. Unterschriftenliste als pdf-Datei (6 KB) oder direkt über www.markus-muelheim.de/unterschriften.pdf

27.5.11: Nach langer Hängepartie:

Erneute Mahnwache von Winkhausener Gemeindemitgliedern zum Erhalt des Gemeindezentrums Knappenweg ab 17.30 Uhr vor dem Haus der Evangelischen Kirche (Altenhof, Althofstr. 9), wo die Synode des ev. Kirchenkreises stattfand. Pfarrer Hitzbleck zeigte sich ausgesprochen gesprächsbereit. Eine Lösung in Sicht? Wie durch WAZ und NRZ bekannt wurde, gibt es inzwischen einen Bevollmächtigtenausschuss für die Markuskirchengemeinde. Dieser besteht aus Mitgliedern des Kreissynodalvorstands, die NICHT aus dem Mülheimer Norden, also der Markus- oder der Lukaskirchengemeinde stammen. Vorsitzender ist Superintendent Hitzbleck selbst.

März 11: Das gesamte Presbyterium tritt zurück.

30.1.11: Hurra! Ergebnis der Klausurtagung des Presbyteriums der Markusgemeinde in Winkhausen: Die bisherigen Beschlüsse zum Beitritt der Markuskirchengemeinde zur Lukaskirchengemeinde werden ausgesetzt und Gespräche mit Vertreter/innen von Winkhausen24 werden Anfang Feb. aufgenommen, um Alternativen gemeinsam zu suchen und zu finden. Ein schöner Zwischenerfolg der Initiative.

19.1.11: Die Initiative „Winkhausen24“zum Erhalt des ev. Gemeinde- und Familienzentrum mit seiner Kindertageseinrichtung „ Unter dem Regenbogen“ stellt sich nach jüngsten Äußerungen der Presbyteriumsvorsitzenden Esther Kocherscheidt gegen das eigene leitende Gemeindegremium und fordert die 18 Presbyter der evangelischen Markusgemeinde zum Rücktritt auf. Die Stimmung ist gereizter denn je, nachdem Kocherscheidt – offenbar ohne Absprache mit ihren Mitstreitern im Presbyterium – dem Rettungsplan für das Winkhausener Gemeindezentrum am Knappenweg eine klare Absage erteilt hat.

Vom 14. bis 19. Dezember ist jeweils von 11 bis 20 Uhr eine Hütte auf dem Weihnachtsmarkt auf der Schlossstraße (Höhe Parfümerie Douglas) besetzt von Gemeindemitgliedern aus Winkhausen. Bastelarbeiten, Plätzchen und der neuen Markusgemeinden-Kalender werden angeboten, aber auch Werbung in Sachen Erhalt des Gemeindezentrums und Kindergartens und weitere Unterschriften werden gesammelt.

13.12.10: Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde hat entschieden, das Gemeinde- und Familienzentrum sowie die KiTa „Unter dem Regenbogen“ am Knappenweg 28, MH Winkhausen, aufzugeben. Heute treffen sich die Verantwortlichen zu einer Sondersitzung am Knappenweg. Deshalb ab 18.15 Uhr erneute Mahnwache. Die ersten 2000 Unterschriften, die in den letzten Wochen gesammelt wurden, wurden an die Vorsitzende des Gremiums übergeben. Der Protest wirft dem leitenden Gemeindegremium vor, sich nicht mit seinen Argumenten gegen die Schließung zu befassen. Presbyteriumsvorsitzende Esther Kocherscheidt reagierte laut WAZ so auf die Vorwürfe: “Das Presbyterium sei „auf dem Boden der Beschlüsse“ weiter gesprächsbereit, habe aber noch Beratungsbedarf. Fest stehe aber, dass man sich aktiv an der Suche nach einem neuen Träger für die Kita und das Familienzentrum beteiligen wolle.” Na denn …… hört sich nach Aussitzen an!

Am Montag, dem 29.11.10, fand der Jahresempfang im Haus der Evangelischen Kirche (Altenhof) mit wichtigen Gästen statt. Also die  Riesenchance, auf das Anliegen aufmerksam zu machen durch eine erneute Mahnwache ab 17.20 Uhr vor dem Haupteingang an der Kaiserstraße. Trotz Schneetreibens nahmen viele teil! Ein großes Aufgebot an Medien war da und auch Frau Kraft zeigte Verständnis für das Anliegen. 2300 Unterschriften sind bereits beisammen!

Am Mittwoch, dem 17. November, um 19.30 Uhr ein sehr guter WDR-Bericht in Lokalzeit Essen über das Gemeindezentrum Winkhausen und dessen drohende Schließung.

Am Freitag, dem 12. Nov. haben trotz Regens bestimmt 150 Winkhausener eine Mahnwache vor dem Altenhof durchgeführt. Die Synode der ev. Kirche begann um 18 Uhr mit dem Gottesdienst in der Petrikirche und danach ab ca. 19 Uhr im Altenhof. Die Reaktionen auf den mehr als berechtigten Protest waren sehr positiv. Wer die Eltern und Kinder unterstützen will, kann Unterschriften sammeln. Jede Unterstützung ist wichtig, damit diese fatale Schließungsabsicht nicht Realität wird.

Es geht um mehr als nur die KiTa. Das gesamte Gemeindezentrum muss erhalten werden mit seiner hervorragenden und in Mülheim einzigartigen Einmaligkeit des Standortes. Dieses unten liebevoll als „positives Bermuda Dreieck“ genannte Zentrum besteht aus

  • städtischer Grundschule mit OGS in ökumenischer Trägerschaft
  • katholischer Kirche Christ-König
  • evangelischer Markusgemeinde

Dort wird Ökumene gelebt und eng und harmonisch zusammengearbeitet. Durch eine Schließung würde die komplette Struktur dieser zukunftsweisenden Zusammenarbeit zerrissen. Ältere Menschen würden vom Gemeindeleben ausgeschlossen. Kindern würde die Möglichkeit genommen, in die Kirche/ Gemeinde reinzuwachsen.

Zur Sachlage erst ein Brief einer Betroffenen und darunter der WAZ-Artikel vom 9. November.
L. Reinhard

Hallo Lothar,

……………………..  ich war im Abi-Jahrgang 1993 Mathe LK bei Dir. Da warst Du in Ordnung und deshalb …………….. wir brauchen dringend Hilfe. In unserem Stadtteil Winkhausen geschieht Ungeheuerliches. In der Tagespresse wurde schon drüber berichtet. Ich werde unsere Situation kurz zusammen fassen.

Ich weiß nicht, inwieweit Du mit den Gegebenheiten zu Kindergärten/ Grundschulen hier vor Ort bekannt bist. Hier gibt es einen Ort, den wir hier scherzhaft das „positive Bermuda-Dreieck“ nennen. Es handelt sich um den Bereich zwischen dem evangelischen Gemeinde- und Familienzentrum mit seiner Kindertageseinrichtung am Knappenweg, der katholischen Kirche Christ König mit ihrem Gemeindezentrum und ihrer Kindertageseinrichtung am Steigerweg sowie die städtische Grundschule am Steigerweg.

Hier wird nach Auffassung aller Beteiligten hervorragende Zusammenarbeit geleistet. Hier wird seit Jahren genau das praktiziert, was sich unsere rot-grüne Landesregierung auf die Fahnen geschrieben hat: Förderung und Einbindung der Kinder beinahe vom ersten Lebensjahr an. Das beginnt mit den Spiel- und Maxigruppen, die in beiden Zentren angeboten werden. Das geht weiter mit der Arbeit in den Kindergärten. Das setzt sich fort mit der Aufnahme in die Grundschule am Steigerweg. Die drei Träger sind eng vernetzt. Für viele Projekte tut man sich zusammen, um Raum für die Kinder, Angebote und Förderung zu schaffen. Vor der Einschulung gibt es Tage der Offenen Tür, bei denen die Kinder behutsam an den neuen Lebensabschnitt herangeführt werden. Bereits im Vorfeld finden Besuche in der Schule statt. Wenn diese Kinder in die Schule eintreten, tun sie es im Bewusstsein, dass sie nach wie vor „zu Hause“ sind, und dass sie ihren Kindergarten jederzeit mit kurzen Wegen zu Besuchen wieder erreichen können. Angebote der OGS-Gruppen finden in den Räumen der Gemeindezentren statt. Mit Projekten wie dem gemeinsamen Adventsmarkt oder dem ebenfalls gemeinsam ausgerichteten Martinszug bereichern die drei Träger unter Mitarbeit vieler Eltern das soziale (Er)Leben der Kinder. Wir nennen das hier unsere kleinen Oase, in der alles so läuft wie es sein sollte für eine behütete und glückliche Kindheit.

Die Kindertageseinrichtung „ Unter dem Regenbogen“ in evangelischer Trägerschaft wurde erst im August diesen Jahres mit über 60000 Euro aus Landesmitteln aufwendig für die Schaffung der so dringend benötigten U3-Plätze umgebaut. Die U3-Betreuung ist in diesem Sommer durch die Aufnahme der ersten jüngeren Kinder angelaufen. Bevor die Fördermittel fließen konnten, gab es einen Presbyteriumsentscheid, der den Erhalt des Standortes für mindestens fünf Jahre zusagte.

Nun schickt sich die Evangelische Kirche an, gegenüber der Stadt Mülheim an der Ruhr, die am Erhalt dieser Plätze sehr interessiert ist, wortbrüchig zu werden. Vor etwas über einer Woche bekamen wir evangelische Menschen hier vor Ort vom Presbyterium der Markuskirchengemeinde die Einladung zu einer Gemeindeversammlung am 24.10.10, auf deren Tagesordnung die Schließung des Gemeinde- und Familienzentrums Winkhausen einschließlich der Kindertageseinrichtung steht. Bei dieser Gemeindeversammlung wurden die Teilnehmer mit Zahlen (ich muss es so ausdrücken) „überfallen“, die eine extreme finanzielle Schieflage der Markusgemeinde suggerierten, bei der die einzige Möglichkeit in einer Fusion mit den anderen Mülheimer Nordgemeinden liegt. Dieser Nordgemeinden fordern aus uns nicht kommunizierten Gründen, dass wir im Bereich der Markuskirchengemeinde ein weiteres Gemeindezentrum nach dem bereits im Sommer aufgegebenen Rolands Kamp schließen müssen, um in die Fusion noch aufgenommen zu werden.

Wir Winkhauser haben die Haushaltszahlen, die uns die Pfarrerin Frau Kocherscheidt gegeben hat (aber nicht erklären konnte, weil „Zahlen nicht ihr Ding“ seien), nachgerechnet. Ein Diplom Volkswirt hat die Zahlen geprüft, sie sind nachweislich falsch.

Zudem hatte die evangelische Kirchengemeinde Winkhausen bereits im Mai zugesagt, die Kosten für das Gemeinde- und Familienzentrum selbst zu erwirtschaften, um dem Träger finanziell nicht zur Last zu fallen. Damals hatte das Presbyterium uns eine Frist von 2 Jahren eingeräumt, in der wir die Chance haben sollten, dieses Projekt umzusetzen. Viele Menschen haben mit ehrenamtlichem Engagement Strukturen geschaffen, die uns ab Januar 2011 geschäftsfähig machen würden.

Am Mo. 25.10.2010 hat das Presbyterium der Markuskirchengemeinde über den vorgestellten Komplex an Fragen (Fusion / Schließung des Gemeinde -und Familienzentrums / Schließung des Kindergartens) entscheiden. Eine engagierte und lebendige, gemeinsam hoffende, singende und betende Menschengemeinde hat diese Sitzung vor dem Gemeindehaus mit einer Mahnwache begleitet. Das Ergebnis der Presbyteriumssitzung ist, dass das evangelischen Gemeinde- und Familienzentrum am Knappenweg  Ende 2011  und seine  Kindertageseinrichtung („Unter dem Regenbogen“) Mitte 2012 geschlossen werden soll.

Es würde wohl zu weit führen, die vielschichtige Gemeindelage zu erklären, die zu der absurden Situation geführt hat, dass ein qualitativ hervorragender Kindergarten mit einer Warteliste von über 50 Kindern (allein für das nächste Jahr) geschlossen werden soll, während überall Betreuungsplätze fehlen. Das Problem hat, wie wir auf der Gemeindeversammlung gestern erfahren durften, offensichtlich vor allem mit der Zerstrittenheit der Bezirke unter sich und mit der Uneinigkeit der drei PfarrerInnen der Markusgemeinde zu tun, von denen eigentlich einer nach der Anzahl der Gemeindeglieder zu viel ist.

Liebe Lothar, als MitbürgerInnen, Kindergarteneltern und Christen bitten wir Dich, sich etwas Zeit für unsere Situation zu nehmen und, soweit es Dir möglich ist, uns zu unterstützen, den Irrsinn hier zu stoppen.

Mit freundlichen Grüßen

………………………….

WAZ-Mülheim, 09.11.2010, Mirco Stodollick
Kirche : Mahnwache zur Kreissynode

In der Markuskirchengemeinde formiert sich der Widerstand gegen die von der Gemeindeleitung abgesegnete Schließung des Gemeindezentrums am Knappenweg in Winkhausen.

Ihren Protest wollen die Winkhausener auch zum Beginn der Kreissynode am kommenden Freitag mit einer Mahnwache zum Ausdruck bringen, Unterschriften gegen die Schließung werden gesammelt…………..

„Wir waren davon ausgegangen, dass wir im Januar damit durchstarten können“, sagt Christina Schäfermeier, die als Schriftführerin des Kita-Fördervereins „Rund um den Regenbogen“ den Protest gegen die Schließung von Gemeindezentrum samt Kita koordiniert. Der Förderverein, dann für das gesamte Zentrum aktiv, hätte bei der Sozialvermarktung eine wesentliche Rolle gespielt. Angedacht war unter anderem, dass der Förderverein seine Aktivitäten ausweitet………..

Die Protestler kritisieren insbesondere die Begründungen, mit denen Pfarrerin Eva Kocherscheidt in ihrer Funktion als Presbyteriumsvorsitzende ein mutmaßlich notwendiges Aus für das Gemeindezentrum heraufbeschworen hat. Kocherscheidt hat eine Rechnung präsentiert, nach der die Markusgemeinde ohne Schließung am Knappenweg im Jahr 2024 pleite sein würde.

Gleich mehrere Annahmen in der Berechnung stoßen auf Kritik. So hatte Kocherscheidt etwa mit einem jährlichen Minus der Kirchensteuereinnahmen von 5 % kalkuliert. Der Rückgang werde deutlich geringer ausfallen, selbst im Finanzplan der Gemeinde sei von 1,2 % die Rede, benennt Michael Mettner einen Knackpunkt, den er in Kocherscheidts Kalkulation sieht…………….

Mettner und Co. haben bis 2015 gerechnet, darin die Verzinsung eines Verkaufserlöses fürs Zentrum Rolands Kamp, wachsende Erlöse aus der Sozialvermarktung (2012: 40 000 Euro) und Personaleinsparungen aufgenommen. Grundannahmen: jährlich 1 % mehr Kosten und 1,2 % weniger Steuereinnahmen. Nach dieser Modellrechnung macht die Gemeinde im Jahr 2015 einen Überschuss von 162 119 Euro.