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10 Flüchtlingsdörfer im Stadtgebiet sind eine enorm riesige Herausforderung!

Ein Flüchtlingsdorf auf dem Grundschulgelände Blötterweg wäre allerdings unverträglich!

Im Zuge der großen Flüchtlingszuweisungen seit Sommer 2015 hat die Stadt Mülheim bereits 1 großes Flüchtlingsdorf für bis zu 600 Menschen auf dem Saarner Kirmesplatz eingerichtet. Ein weiteres wird anstelle des Sportpark Rauen in Broich für ca. 400 Menschen entstehen. Außerdem wurden 80 Flüchtlinge in der leeren ehemaligen Grundschule Fünterweg untergebracht, ca. 130 in der ehemaligen Schule am Wenderfeld in Dümpten, ca. 400 letztes Jahr im SWB-Komplex Augusta-/Gustavstr. und mehrere hundert im Sommer in den weiteren SWB-Häusern Mellinghofer Str. und Frohnhauser Weg, wofür die vorherigen Mieter umgesetzt wurden. Daneben hat die ev. Kirche das Hildegardishaus in Broich, das Haus Jugendgroschen nahe der Ruhr und das Haus an der Dimbeck für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Erstaufnahmelager für das Land für etliche hinderte Menschen wurden ferner in der Sporthalle der Gesamtschule Saarn und der Turnhalle des Berufskollegs an der Ernst-Tommes-Str. eingerichtet.

All das undStandorte Fluechtlingsdoerfer viele weitere angemietete Einzelwohnungen im gesamten Stadtge- biet reichen bei weitem noch nicht aus.
Acht Grundstücke hat die Stadt nun im Okt. 15 ausgewählt, auf denen bis zu 2000 weitere Flüchtlinge in mobilen Wohnein- heiten untergebracht werden könnten.

Geschätzte finanzielle Auswirkungen:
Investitionsauszahlung:
50.260.000 € (inkl. Erschließung, Baukosten, Ausstattung, Möblierung sowie Zuschlag für Unvorhergesehenes)
Konsumtive Kosten p. a.:
• Sozialamt: 4.724.800 € (Personaleinsatz)
• ImmobilienService: 7.225.000 € (z. B. Abschreibungen, Bauunterhaltung, Strom, Heizung, Wasser, Entsorgung)
Die Verwaltung hofft, dass Bund und Land alle Kosten übernehmen. Mehr u.a. in

  • NRZ-Artikel vom 27.10.15:”Mülheim braucht Unterkünfte für weitere 2000 Flüchtlinge” hier
  • oder auf den städtischen Seiten hier 
    bzw. im einzelnen in der öffentlich zugänglichen pdf-Präsentation der Stadt hier

Die MBI haben nach einer ersten Beratung über die Vorschläge folgende Anmerkungen als erste Vorabstellungnahme:

  • Die MBI bedauern, dass ihre Vorschläge für die Unterbringung von Flüchtlingen in den diversen leerstehenden Gewerbeimmobilien wie u.a. das leere Schätzlein-Hochhaus Ruhrorter Str. keine Berücksichtigung fanden. Laut Dezernent ging alles nicht, warum auch immer. Aber man habe es versucht. Mehr in: „Leerstehende Gewerbeimmobilien als Flüchtlingsunterkünfte?“ hier
  • Ganz sicher höchst problematisch ist der geplante Standort auf dem Schulgelände der Grundschule Blötterweg, wo auch Spielgeräte und Bolzplatz dem Flüchtlingsdorf mit geplanten 160 Menschen weichen müssten. Die Schule hat ca. 90 Kinder. Wenn nicht schnell geklärt werden kann, ob auf diesen sensiblen Standort dann doch verzichtet wird, ist zu befürchten, dass dies sogar nachträglich Auswirkungen auf die bisherigen Schulanmeldungen haben könnte.
  • Aus anderen Gründen heraus ist der Standort Schlippenweg im Außenbereich in Holthausen für geplant 260 Menschen hinter der Rembergschule, einer Förderschule, bedenklich.
  • Das quasi-Notstandshandeln eröffnet gleichzeitig auch die Möglichkeit, bisher bedenkliche Vorhaben zur Erschließung weiterer Grün- und Freiflächen im Windschatten der Flüchtlingskrise schon einmal in Angriff zu nehmen ohne allzu großen Widerstand.

Die MBI werden sich auch mit den 40 weiteren untersuchten und als weniger geeignet befundenen Stellen im Stadtgebiet beschäftigen und sehen, ob es evtl. doch zu dem ein oder anderen der 8 Vorschläge bessere Alternativen gibt. Möglicherweise gibt es aber auch noch andere geeignete Standorte, die bisher noch nicht untersucht wurden.