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Was wird aus der Ibing-Ruine? Die lange Vorgeschichte

Weiter unten der Link zu einem aktuellen WAZ-Artikel zur Ruine der Ibing-Brauerei, seit Jahrzehnten eine Brache mit ungeklärter Zukunft, aber großem Potenzial.
Weil die WAZ nur Teilaspekte beleuchtet, zur Erinnerung an die Vorgeschichte der städtebaulich höchst attraktiven Flächen Lindgens/Rauen/Ibing in Broich einige Fakten zur anderen Hälfte der Wahrheit, nachzulesen auch unter » Umnutzung ex-Lindgens-Areal und die andere Hälfte der Wahrheit“

Aus der Serie: Wenn Immobilienspekulanten die Stadtplanung bestimmen …………

Die MBI beantragten Mitte 2010, zur Umnutzung des Lindgens-Areals auch Ibing und Rauen mit einzubeziehen und damit die gesamte Mülheimer Baupolitik umzuorientieren. Ziel sollte sein, hochwertiges Wohnen auf den Brachen in Broich zu ermöglichen und dafür die vielen schädlichen Baupläne im Außenbereich oder in sensiblen Flächen aufzugeben. Die SPD blockierte den MBI-Vorstoß, weil sie um Ruhrbania und das damals schwindsüchtige MWB+Hoffmeister-Projekt Ruhrbania-Baufeld 2 fürchteten, aber auch, um Lindgens zu schaden. Dann schwenkte einige Zeit später urplötzlich die SPD-OB Mühlenfeld um und sie verkündete die MBI-Vorschläge als ihre. So konnte sie 2010 auf der Expo-Real in München überhaupt noch etwas präsentieren und das (Pläne für Lindgens- und Rauen-Gelände) war dort dann der ganz große Renner. Danach lockerte die SPD ihre Blockade und die Pläne wurden als grobe Zielvorstellung (Bereichsplanung) am 1.2.11 beschlossen.

Ex-Eigentümer Lindgens wollte, nachdem er 2009 beim Standort für die Fachhochschule nicht gerade auf die feine englische Art ausgebootet worden war (nur am Rande: zu Gunsten von MWB-SMW), danach zusammen mit Hochtief auf seinem Gelände ein größeres Wohnbauprojekt realisieren. Obwohl das bereits weit fortgeschritten war, machte die Stadt 2011 deutlich, sie wolle und werde das nicht genehmigen. Hochtief stieg aus und Lindgens verkaufte notgedrungen an das bekannte Mülheimer Konsortium aus MWB-SMW, Sparkasse und Hoffmeister.

Die neuen Eigentümer machten aber fast 5 Jahre keine Anstalten, das sicherlich nicht billige Grundstück entwickeln zu wollen. (Nur ein Schelm konnte darin die Absicht vermuten, man wolle den damals arg gefährdeten  Ruhrbania-Bauplänen des MWB nach dem Ausstieg von Hoffmeister und dem zweiten Investor Heine-Bau keine Konkurrenz machen).

2015 wollte der MWB angeblich einen größeren Gewerbebetrieb für das Lindgens-Gelände an der Angel haben. Ziemlich hektisch auf SPD-Betreiben hin stoppte die Stadt deshalb alle Vorüberlegungen und Untersuchungen für die Jahre zuvor einstimmig beschlossene Bereichsplanung Kassenberg, die ja etwas anderes wollte! Dann wurde nichts mit der Gewerbeansiedlung und MWB+Sparkasse änderten ihre Wünsche weg von einer industriellen hin zu einer Nutzung für Gewerbe und Wohnen.

„Brav“ hatte die Stadt das 2015 eingeleitete Änderungsverfahren für den Flächennutzungsplan (FNP) erst angehalten und dann später im Laufe von 2016 wieder fortgeführt, so dass inzwischen Rechtskraft besteht. Doch diese FNP-Änderung wurde einzig für das MWB-Gelände durchgeführt und die angrenzenden Flächen der Ibing-Brauerei und von Flächen des Steinbruch Rauen blieben außen vor, entgegen der beschlossenen Bereichsplanung!

2019 wurde das Ibing-Areal für die Pläne zur IGA 2027 (Internationale Gartenausstellung) Teil jener sog. Vision „Grüne Mitte“ für Mülheim mit einer Bebauung von Lindgens-Areal, Ibing und Steinbruch Rauen. Genaueres ist noch recht vage und vor allem mit den Grundstückseigentümern von Ibing und Rauen wohl nicht abgestimmt. 

WAZ 7.3.21: „Anwohner bemängeln Baumfällung an Mülheimer Ibing-Brauerei“