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Mülheim bald überschuldet wegen der vielen RWE-Aktien?

Neubewertung der abgestürzten RWE-Aktien bringt Überschuldung Mülheims bedrohlich nah!

Anfang Mai 2013: MBI-Antrag für die Ratssitzung am 16.5.2013 zu TOP 8.1. „Einbringung einer Nachtragssatzung für das Haushaltsjahr 2013“, den Kämmerer zu beauftragen, für die Sitzung des Finanzausschuss am 24. Juni eine alternative Fassung der Haushalts-Nachtragssatzung vorzulegen, die den neuen, aktuelleren Kurswert der RWE-Aktie in die Bilanz aufnimmt. Grundlage für den MBI-Antrag war ein Artikel in der NRZ Essen: “Stadt Essen droht Millionen-Abwertung ihrer RWE-Anteile – Müsste die Stadt ihre RWE-Anteile abwerten, würde sie rund 564 Millionen Euro an Eigenkapital verlieren”, nachzulesen hier

Im Finanzausschuss legte der Kämmerer aber nichts Konkretes vor zu dieser grundsätzlichen Problematik. Die WAZ machte nun untenstehenden Artikel, ohne „natürlich“ den MBI-Antrag auch nur zu erwähnen. Warum auch, die MBI wurden zwar als 3.stärkste Kraft in den Rat gewählt, doch anders als bei FDP oder Grünen mit weniger Wählern wird selten in WAZ oder NRZ mal ausführlicher über MBI-Anträge o.ä. berichtet. Bei FDP oder Grünen wird mitunter aus jedem F…. ein Artikel gemacht, doch die MBI werden als Antragsteller häufig nicht einmal erwähnt, selbst wenn deren Antrag erfolgreich war. Doch was soll`s …. Hauptsache Ruhrbania wird immer noch als Leuchtturm (mitten in der Wüste) angepriesen oder, und …..

Auch der WAZ-Konzern trägt zur Erosion der Demokratie kräftig bei. Und in der Vorreiterstadt Mülheim sind die Auflösungserscheinungen bereits bedrohlich weit fortgeschritten! Mehr u.a. in “Mölmsche Auflösungserscheinungen” hier

Die riesengroße RWE-Krise

Der dramatische Kursverfall der RWE-Aktie hängt nicht nur mit Fukushima und der Energiewende zusammen, auf die das RWE am allerschlechtesten aller Energiekonzerne vorbereitet war. Gigantische Fehlinvestitionen in der Ära Großmann haben einen Schuldenberg von 34 Milliarden Euro aufgetürmt. Die fehlgeschlagenen Atom-Abenteuer in Bulgarien, Rumänien, England und Polen haben Milliarden-Verluste hinterlassen, die Umstellung großer Kohlekraftwerke auf Holzpellets-Verfeuerung in England und den Niederlanden inkl. der zugehörigen riesigen Pellet-Fabrik in Georgia, USA, (sog. „Holzhackschnitzelwerk“ – Kosten alleine dafür über 100 Mio.) sind nur ein Beispiel für Fehlinvestitionen des RWE im Milliardenbereich. Das umgerüstete Kraftwerk in Tilbury (England) z.B. wurde Anfang Juli 2013 nach nur kurzer Laufdauer geschlossen. Nach der Umstellung letztes Jahr hatte es ohnehin gebrannt und musste lange Zeit wieder instand gesetzt werden. In Deutschland ist die Umstellung eines Kohlekraftwerks auf Holzpellets verboten! Das Riesen-Pellet-Kraftwerk in Eemshaven (1,6 MegaWatt) auf der niederländ. Seite der Ems ist im Bau, aber vorerst höchstrichterlich gestoppt. uswusf……………..

Und Mülheim hat sich mit Aktien, Strom, Wasser, Gas, Laternen u.v.m. viel zu sehr an den kriselnden RWE-Konzern gebunden. Das rächt sich gleich mehrfach, außer für die OB im RWE-Aufsichtsrat, mehr zu ihrem jahrelangen Versteckspiel um die riesigen Nebeneinkünfte als RWE-Aufsichtsrätin hier

  • Die nur noch geringe Dividende reißt große Löcher in die Haushalte von Beteiligungsholding und Stinnes-Stiftung, vgl. Sept. 13: Der Fluch der RWE-Aktien trifft Mülheim knüppelhart! hier
  • mit der Neubewertung des Aktienvermögens droht die Überschuldung und Probleme bei der Kreditbeschaffung
  • und zu allem Überfluss bringt ein Verkauf der risikobehafteten RWE-Aktien nur noch einen Bruchteil dessen, was z.B. Düsseldorf vor wenigen Jahren noch erzielen konnte.

WAZ Mülheim 10.07.2013, Pleite der Stadt rückt näher

“Mülheims Pleite rückt näher. Weil die Stadt am Jahresende genötigt sein wird, den Wert ihrer RWE-Aktien nach unten zu korrigieren, droht die Überschuldung …..

Ein Schuldenproblem hat Mülheim schon seit Jahren, nun droht der Stadt schneller als gedacht gar die Überschuldung. Ursache ist eine neue NRW-Regelung, nach der Städte mit RWE-Aktienbesitz zum Jahresende gezwungen sein dürften, die Bilanzwerte für ihre Aktien kräftig nach unten zu korrigieren. Folge: Das Eigenkapital schrumpft und kann schon zum 31. Dezember 2013 von den Schulden aufgefressen sein.

Mülheims Kämmerei nahm nun ausführlich Stellung zu einem WAZ-Fragenkatalog zu den Auswirkungen der geänderten NRW-Gemeindehaushaltsverordnung. Sie schreibt den Kommunen mittlerweile vor, eine „voraussichtlich dauernde Wertminderung“ im Anlagevermögen durch eine Korrektur in der Bilanz abzubilden.

Pleite ist faktisch schon heute da!
Hiervon betroffen sind die rund 9,4 Millionen RWE-Aktien der Stadt. Sie stehen seit Januar 2007 mit gut 712 Mio. Euro in den Büchern. Wären sie aber gestern Morgen verkauft worden, hätte die Stadt nur noch rund 212 Mio. Euro für sie bekommen. Es klafft eine Lücke zwischen Buchwert bei der Stadt und aktuellem Börsenkurs von einer halben Milliarde Euro. ……… ”
der ganze WAZ-Artikel hier

Mehr zu Mülheim und das RWE

  • Sept. 13: Der Fluch der RWE-Aktien trifft Mülheim knüppelhart! hier
  • Juli 13: Teure Bergbaufolgen für RWE, Eon&Co und die Mülheim-Connection hier
  • Mai 13: Wie das Ruhrgebiet so tickt und warum das so nicht mehr lange gutgeht ….. hier
  • Nov. 12: Die “Mülheim-Connection” hier
  • März 12: Der Fluch mit den RWE-Aktien hier
  • Oktober 11: Mülheim, das RWE und die vorzeitig verlängerte Stromkonzession hier
  • August 11: Der Fluch der RWE-Abhängigkeit und Bananenrepublik NRW? hier
  • Juni 11: Der Fluch der RWE-Hörigkeit hier
  • August 10: RWE-Stadt Mülheim/Ruhr: “Ein Dorf der Mächtigen und Klugen?” hier
  • 2006: “Mülheim oder das große Schweigen” – WDR-Feature zu den unglaublichen Privatisierungsgeschichten unter Baganz, mehr hier, und Mühlenfeld als pdf-Datei hier


Kraft, Großmann, Mühlenfeld bei der 200-Jahr-Feier der Mülheimer Friedrich-Wilhelm-Hütte, die bis 1998 zu Thyssen gehörte, heute zu Großmanns Georgmarienhütte GmbH. Mehr hier