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Flüchtlingsstandort auf Grundschulgelände geht nicht!

MBI-Flugblatt an die Bevölkerung rund um die Grundschule Blötterweg

Ein Flüchtlingsdorf auf dem Schulhof einer laufenden Schule ist grundsätzlich unverträglich, egal wo!

8 Standorte hat die Stadtverwaltung nun vorgeschlagen für weitere „Flüchtlingsdörfer“ im Mülheimer Stadtgebiet. Die MBI werden diesen Standortvorschlägen so nicht zustimmen. Die MBI lehnen nämlich den Standortvorschlag auf dem Schulgelände der Grundschule Container BloetteBlötterweg strikt ab. Egal, ob damit evtl. auch andere Ziele verfolgt werden, z.B. um so die alten Container (Bild rechts) über Flüchtlingsgelder beseitigen zu können. Manche Menschen vermuten sogar, die Stadt wolle damit die Schließung der Schule einleiten, um das Grundstück genau wie die Arnoldstr. demnächst für Wohnbebauung vermarkten zu können. Das war vor Jahren bereits einmal so be-schlossen, doch dann wurde der Beschluss einstimmig wieder geändert, auch weil mit der Wohnbebauung auf den ehemaligen Sportplätzen an Blötterweg und Hochfelder Str. viele junge Familien im direkten Umfeld hinzu gekommen sind. Die Schule hat seitdem auch jährlich mehr als genug Anmeldungen und läuft als Nebenstandort der Lierbergschule gut. Für das kommende Schuljahr wurden bereits 33 Kinder angemeldet und noch stehen Nachmeldungen an. Bisher ist der Fortbestand der Schule also auf jeden Fall gesichert.

Doch: Wenn nicht schnell geklärt werden kann, ob auf diesen unverträglichen Standort für ein Flüchtlingsdorf doch verzichtet wird, ist zu befürchten, dass dies Auswirkungen auch auf die bisherigen Schulanmeldungen hat. Es darf aber nicht Ergebnis der Flüchtlingspolitik sein, dass dadurch die Existenz eines Schulstandorts aufs Spiel gesetzt wird!

Flüchtlingsstandorte auf dem Schulhof einer laufenden Grundschule sollten ohnehin grundsätzlich ausgeschlossen sein. In allen uns bekannten Städten und Kommunen läuft das unter “no go”! Warum in Mülheim nicht, ist unverständlich.
Bisher wurde auf die MBI-Ablehnung des Grundschulstandortes Blötterweg geantwortet, man könne für die Schulkinder den Grünstreifen zur Mozartstraße hin als zusätzlichen Ersatzschulhof öffnen. Wie bitte? Unabhängig davon ist unklar, wie das ganze überhaupt funktionieren soll:
Sollen die angedachten 160 Flüchtlinge auf dem Schulhof durch einen Zaun abgetrennt werden, damit der Schulbetrieb nicht gestört wird? Oder soll ein Wachdienst während des Schulbetriebs Wache auf dem Schulhof schieben? Egal wie, es ist nicht diskutabel!

Es gibt zudem etliche eher verträgliche Standorte für Flüchtlingsdörfer als den Schulhof Blötterweg. Bei alleine über 50 Mio. € Investitionskosten für diese 8 Standorte kann man sich kaum vorstellen, dass es nicht die ein oder andere billigere Möglichkeit geben soll.
Etliche leerstehende Gewerbeimmobilien im Stadtgebiet müssten z.B. vorrangig versucht werden, wie es die MBI bereits vor einiger Zeit vorgeschlagen hatten. Das Schätzlein-Hochhaus Ruhrorter Str. diente z.B. bereits über viele Jahre als Standort für Ostflüchtlinge. Es ist nicht nachvollziehbar, warum es zu teuer sein sollte, die bereits bestehenden Wohneinheiten wieder zu nutzen. Auch das leerstehende ex-Clark-Gebäude Weseler Str. oder Agiplan usw. könnten vorübergehend für Flüchtlinge genutzt werden, von der bald frei werdenden Interims-Hochschule in Containern auf dem Mannesmann-Gelände ganz zu schweigen. Auch der freiwerdende RSV-Platz in Heißen u.v.m. wären viel besser geeignet als der Schulhof einer Grundschule!

Endgültig entschieden wird über die Standorte am 10. Dezember im Rat. Bis spätestens dahin ist also noch Zeit, eine drohende Fehlentscheidung noch abzuwenden. Melden Sie sich bei der Schulleitung, beim Schuldezernat, dem OB und bei den Fraktionen im Stadtrat. Schreiben Sie Leserbriefe an WAZ, NRZ und Mülheimer Woche und, und, und ….

Mehr in:

  • Aug. 15: „Leerstehende Gewerbeimmobilien als Flüchtlingsunterkünfte?“ hier
  • NRZ-Artikel vom 27.10.15:”Mülheim braucht Unterkünfte für weitere 2000 Flüchtlinge” hier
  • Okt. 15: “10 Flüchtlingsdörfer im Stadtgebiet sind eine enorm riesige Herausforderung!” hier