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Das Endlos-Palaver um das ehe-malige Lindgens-Gelände des MWB: Was genau soll das?

Hauptartikel der WAZ Mülheim am Freitag, dem 6.10.17: „Lindgens-Areal: Noch kein Einklang – Während Stadt und SMW gemeinsam an einer Lösung für das Bauprojekt arbeiten, sieht sich Dezernent Vermeulen weiterhin im Recht“. Fotounterschrift: „Verwaltung und Investor SMW versuchen gemeinsam, das Lindgens-Projekt zu retten. Einfach wird das nicht.“

Den ganzen Artikel zu lesen lohnt nicht wirklich. Es ist inzwischen mindestens der zehnte Artikel mit immer dem gleichen Tenor, das nämlich die MWB-Tochter und der Dezernent verquer lägen, SPD und BAMH massiv den MWB unterstützten und der OB angeblich den Dezernenten entmachtet habe uswusf..

Nur fragt man sich, worum es überhaupt geht, ganz abgesehen von dem völlig unverständlichen Methode, die in Neudeutsch eher mobbing oder bashing genannt würde, und die damit anfing, dass MWB-Chef Esser sich über ein Telefongespräch mit Vermeulen per WAZ beleidigt und gar benachteiligt darstellte. Worum es dabei damals ging, konnte in der folgenden Ratssitzung trotz ausgiebiger Verbalattacken von SPD-Wiechering und BAMH-Hartmann auf den Dezernenten nicht geklärt werden.

Frage also: Um welches Projekt des MWB geht es überhaupt, das der Dezernent angeblich so behindert?

Antwort: Das weiß keiner so genau, denn bis heute existieren noch keine klaren Pläne oder Vorstellungen des MWB über die irgendwie angedachte „Mischnutzung“ des hochattraktiven Geländes.

Bis jetzt geht es dem MWB anscheinend vordinglich nur darum, Gebäude abreißen zu können, was noch nicht bewilligt wurde.

Also: Was soll das ganze Theater, das da schier endlos über die Presse ausgetragen wird?

Zur Erinnerung
Ex-Eigentümer Lindgens wollte, nachdem er 2009 beim Standort für die Fachhochschule nicht gerade auf die feine englische Art ausgebootet worden war (nur am Rande: zu Gunsten von MWB-SMW), danach zusammen mit Hochtief auf seinem Gelände ein größeres Wohnbauprojekt realisieren. Obwohl das bereits weit fortgeschritten war, machte die Stadt 2011 deutlich, sie wolle und werde das nicht genehmigen. Hochtief stieg aus und Lindgens verkaufte an das bekannte Mülheimer Konsortium aus MWB, Sparkasse und Hoffmeister.

Die neuen Eigentümer machten aber fast 5 Jahre keine Anstalten, das sicherlich nicht billige Grundstück entwickeln zu wollen. (Nur ein Schelm könnte darin die Absicht vermuten, man wolle den damals arg gefährdeten  Ruhrbania-Bauplänen des MWB nach dem Ausstieg von Hoffmeister und dem zweiten Investor Heine-Bau keine Konkurrenz machen).

Anfang 2016 wollte der MWB angeblich einen größeren Gewerbebetrieb für das Lindgens-Gelände an der Angel haben. Ziemlich hektisch auf SPD-Betreiben hin stoppte die Stadt deshalb alle Vorüberlegungen und Untersuchungen für die Jahre zuvor einstimmig beschlossene Bereichsplanung Kassenberg, die ja etwas anderes wollte!

Dann wurde nichts mit der Gewerbeansiedlung und anscheinend haben MWB+Sparkasse sich für Mischnutzung umentschieden, vielleicht aber auch dafür, das hochwertige Gelände zu verkaufen, wer weiß das schon. Für beides aber benötigen sie ein anderes Baurecht, denn noch läuft das Lindgens-Areal unter Industriegelände. Voraussetzung dafür war die Änderung des Flächennutzungsplans. „Brav“ hatte die Stadt das 2015 eingeleitete Änderungsverfahren für den Flächennutzungsplan (FNP) erst angehalten und dann später im Laufe von 2016 wieder fortgeführt, welches inzwischen kurz vor dem Satzungsbeschluss und damit der Rechtskraft steht. Nicht uninteressant dabei, dass die FNP-Änderung einzig für das MWB-Gelände durchgeführt wurde und die angrenzenden Flächen der Ibing-Brauerei und von Flächen des Steinbruch Rauen außen vor ließ, entgegen der beschlossenen Bereichsplanung!

Unabhängig davon wollte der MWB ganz schnell die Abbruchgenehmigung für den Großteil der Gebäude (was eher auf die Verkaufspläne hinweisen könnte). Die wurde aus verschiedenen Gründen nicht sofort erteilt und dann begann das oben beschriebene Mölmsche Theater der besonderen Art.