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MBI: Ja beim Bürgerentscheid für Erhalt und Wiedernutzung der bewährten VHS in der MüGa!

Stimmen Sie beim Bürgerentscheid am 6. Oktober mit Ja für Erhalt und Wiedernutzung unserer einzigartigen VHS in der MüGa

Pro VHSIm Kommunalwahlkampf 2014 forderten die MBI vehement und als einzige eine Bestandsgarantie für die bewährte und beliebte VHS in der MüGa. Bereits damals war nämlich erkennbar, dass der VHS-Betrieb auf dem hochattraktiven Gelände einflussreichen „Strategen“ ein Dorn im Auge war. 2013 forderte die MST-Chefin ein Hotel statt VHS am MüGa-Rand für Kongresse in der Stadthalle, doch sie stieß nur auf deutliche Kritik aus der Bürgerschaft.

Direkt nach der Wahl 2014 verkündete OB Mühlenfeld, sie werde sich mit dem hochattraktiven VHS-Gelände für die Sparkassenakademie bewerben, Die BI zum VHS-Erhalt bildete sich und die MBI stellten beim Landeskonservator den Antrag auf Denkmalschutz.

Die Sparkassenakademie kam nicht nach Mülheim und auch der nächste Versuch, die VHS aus der MüGa auf das Kaufhofareal zu verlagern, scheiterte. 2016 wurde die VHS unter Denkmalschutz gestellt, das zugehörige Fachgutachten des LVR bescheinigte dem Gebäude und seiner Funktionalität Einzigartigkeit und herausragende Bedeutung. Im Sept. 2017 wurde die VHS dann überfallartig geschlossen wegen angeblicher Brandschutzmängel. 5500 Besucher und über 200 Dozent/innen wurden böse vor den Kopf gestoßen.  Doch bereits seit den Brandschauen 2007 waren Brandschutzmängel aufgelistet, u.a. die fehlende Schottung der Durchbrüche. Deshalb wurden im Haushalt 2008 ca. 2 Mio. € eingestellt für VHS-Sanierung, die dann Jahr für Jahr zwar im Haushalt standen, aber bis heute nie abgerufen wurden.

Die Stadt weigerte sich 2017, eine abschnittsweise Sanierung bei laufendem Betrieb durchzuführen, und der Stadtrat beschloss ein aufwendiges Gutachten über Standortalternativen und die Anmietung  der Aktien-straße. Das Bürgerbegehren für Erhalt und Wiedernutzung der VHS in der MüGa wurde für unzulässig erklärt, was über Gericht korrigiert werden musste! Ferner lehnte „die Stadt“ barsch das Angebot des VHS-Architekten Teich ab, auf seine Kosten ein Gutachten zu erstellen. Im Oktober 2018 stellte sich auf MBI-Nachfragen heraus, dass die im Ratsbeschluss vom 7.12.17 vorgesehene EU-weite Ausschreibung des Gutachtens eigenmächtig in eine freihändige Vergabe abgeändert worden war. Der MBI-Antrag, die Vergabe anzuhalten und den Architekten Teich um das versprochene Gutachten zu bitten, wurde dennoch im Rat mehrheitlich abgelehnt.

Ende Juni 2019 präsentierte das „Gutachten“ wenig überraschend die langjährige Anmietung des ungeeigneten Gebäudes an der Aktienstr. als billigste Variante, während die Sanierung des VHS-Denkmals in der MüGa auf sagenhafte über 30 Mio. € hochgerechnet war. Ausrede genug für den Stadtrat, sich dem Bürgerbegehren nicht anzuschließen.

Die vorher bestens funktionierende Mülheimer VHS mit über 500 Kursen bot zum letzten Semester 43% weniger Kurse an als vor der überfallartigen Schließung, eine erbärmliche Entwicklung eines sehr wichtigen Teils von Bildung! Dabei hat Erwachsenenbildung einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren, nämlich für Weiterbildung in Zeiten der Globalisierung, bei Integration in Zeiten massiver Zuwanderung und für die Stärkung der Demokratie in einer rapide auseinanderdriftenden Gesellschaft. Umso schlimmer ist es, dass die bis 2017 sehr gut aufgestellte Mülheimer VHS seit 2 Jahren systematisch dezimiert wurde. Es geht nämlich bei der Erwachsenenbildung nicht nur um Wissensvermittlung, sondern mindestens genauso viel um Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten in einer sich schnelllebig verändernden Welt für immer mehr vereinzelte Menschen auch in Mülheim. Die VHS in der MüGa bietet dafür beste Voraussetzungen, im Gegensatz zum Ersatzstandort an der Aktienstraße. Es ist ein Hohn, dass der angebliche finanzielle Vorteil dieses angemieteten, ungeeigneten VHS-Ersatzes hauptsächlich darauf beruht, dass dort willkürlich nur die Hälfte der Fläche angesetzt wurde. Es ist höchst bedenklich, dass keine klare Vorstellung davon entwickelt werden durfte, was genau eine zukünftige VHS zum Wohl der Stadt leisten und ermöglichen muss. Hätten die Verantwortlichen dafür VHS-Nutzer und –dozent/innen zu Rate gezogen, hätte es sicherlich nur ein Ergebnis gegeben: Die weitere Nutzung der VHS in der MüGa, natürlich mit den überfälligen Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen. Diese können auch problemlos nach und nach erfolgen, ohne dass Schulen, KiTas oder das Tierheim darunter leiden müssten, wie angedroht.

VHS-Großplakat-kleinWer also nicht zulassen will, dass mit der VHS auch noch dieser einstige Aktivposten im städtischen Leben bis zur Unkenntlichkeit reduziert und zerstört wird, muss am 6. Oktober mit Ja stimmen!