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Ende von Verkehrswende durch den Corona-lockdown?

Der ÖPNV und die Bahn sind große Verlierer
durch die Corona-Maßnahmen!

Der Corona-lockdown hat Menschen und Wirtschaft durcheinander gewirbelt. Es wird auf Dauer große Gewinner und auch ganz viele Verlierer geben. Ein großer Verlierer im Mobilitätsbereich ist bisher bereits der ÖPNV. Für die schon länger andauernden Überlegungen für eine überfällige Verkehrswende, ob aus Klimagründen oder wegen der vor Corona überfüllten Straßen eine regelrechte Katastrophe, weil schwerer Rückschlag.

Über viele Jahre haben OEPNV-Kirchturmabschottungdie MBI sich intensiv für dringend überfällige Verbesserungen im stark unterentwickelten ÖPNV im Ruhrgebiet und insbesondere in Mülheim engagiert. Da blutet einem seit Mitte März das Herz, die leeren Busse und Straßenbahnen sehen zu müssen. Mit den neuesten Abstands- und Mundschutzregeln hat der ÖPNV an Attraktivität weiter eingebüßt. Nun haben sich folgerichtig die Straßen wieder deutlich mehr mit Autos und Transportfahrzeugen gefüllt.

Was generell nach und mit dem Wiederaufbau des Lebens in einer hochentwickelten Gesellschaft wie Deutschland nach dem Lock- bzw. oft knockdown wirklich noch machbar sein wird, wird sich zeigen. Wenn die Autoindustrie wieder Abwrackprämien wird durchsetzen können oder sonstige üppige staatliche Rettungsschirme, wird es schwer werden für eine wirkliche Verkehrswende, die nicht nur staatliche Milliarden verbrennt für die Vergrößerung der Elektroautoflotte mit ihrer ungewissen Zukunftstauglichkeit.

Die FAZ hat sich um das wichtige Thema „Zukunft der Verkehrswende“ bereits Gedanken gemacht in einem Artikel am 2.5.20, nachzulesen hier:

Corona-Krise: Die Verkehrswende steht vor dem Aus

Auto oder Rad? Das ist eine Frage im Stadtverkehr.

Die Corona-Pandemie bringt den Verkehr durcheinander: Auto und Rad werden zu Gewinnern der Krise, doch Bus und Bahn verlieren. Alle Verkehrsteilnehmer werden das spüren. …………. 

Denn viele Menschen steigen derzeit aus Angst vor der erhöhten Ansteckungsgefahr in Bussen und Bahnen auf das eigene Auto um – wenn sie nicht Rad fahren oder zu Fuß gehen. In öffentlichen Verkehrsmitteln sitzen nur noch wenige Fahrgäste; in ländlichen Regionen ist die Nachfrage um bis zu 90 Prozent eingebrochen, in Städten um bis zu 80 Prozent. Bislang hielten die Verkehrsunternehmen trotzdem drei Viertel ihres Angebots aufrecht. Mancherorts wird es nächste Woche wieder auf 100 Prozent hochgefahren – ein milliardenteures Zuschussgeschäft, das der Staat schon lange vor der Corona-Zeit kräftig subventionierte.

Seit Wochen schränkt die Pandemie die Mobilität in Deutschland ein: Alle Verkehrsmittel werden viel weniger als zuvor genutzt, da Kitas, Schulen und Geschäfte weitgehend geschlossen haben, viele Angestellte im Homeoffice arbeiten und überhaupt Zuhausebleiben angesagt ist. Der Autoverkehr ist zwar auch zurückgegangen, aber weniger als andere: Schon gilt das Auto neben dem Fahrrad als Krisengewinner. Was aber passiert, wenn das so bleibt, wenn wieder mehr Menschen in den Städten unterwegs sind? ………….

Überfüllt könnten die Städte werden, wenn viel mehr Menschen als bisher mit dem eigenen Auto fahren. Die Grünen wollen verhindern, dass der Individualverkehr aus der Krise als Sieger hervorgeht. Sie fordern den Ausbau von Rad- und Fußwegen – und damit eine Neuaufteilung des öffentlichen Straßenraums. Bisher sind die städtischen Straßen kaum auf viel mehr Radfahrer ausgelegt. Mehr als zuvor kommt es nun auf die Städte und deren Verkehrskonzepte an, wenn diese den städtischen Verkehrsfluss gestalten wollen. Wenn der Nahverkehr sich mit überschaubaren Fahrgastzahlen in den Bussen und Bahnen noch lange von der Corona-Auszeit erholt, läuft in nächster Zeit alles auf einen Zweikampf zwischen Rad und Auto hinaus.