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Für einen einheitlichen ÖPNV im Ruhrgebiet, wie die MBI es schon lange fordern

Nach der Coronakrise endlich wirklich und unverzüglich beginnen mit gemeinsamem Nahverkehrsplan und Einstieg in die Fusion der Kirchturms-Verkehrsgesellschaften!

WAZ 27.5.20: „Nahverkehr – Neuer Plan: So soll der ÖPNV im Revier endlich besser werden“
Der öffentliche Nahverkehr ist sehr wichtig für die Region. Er sorgt dafür das Millionen von Menschen nicht mit dem Auto fahren müssen. Essen.  Der Nahverkehr im Ruhrgebiet soll besser werden. Das sieht ein Vorstoß der Oberbürgermeister vor. Der Elf-Punkte-Plan hat es in sich. …………….“

PlakatOEPNV-LTWDas hört sich auf den ersten Blick gut an, sollte man denken. Endlich scheint Vernunft einzukehren im Ruhrgebiets-ÖPNV in dem Sinne, wie die MBI es seit über einem Jahrzehnt immer und immer wieder forderten!
Doch: Alles ungezählt oft in Sonntagsreden bereits gehört und das auch von allen möglichen Stadtoberhäuptern der Ruhrgebietsstädte. Passiert ist über Jahrzehnte sehr wenig. Und nun?

Im Sept. sind Kommunalwahlen, so dass OB`s und Landräte zusammen mit Vertretern der Kirchturms-Verkehrsgesellschaften rechtzeitig zum anstehenden Wahlkampf einen „11-Punkte-Plan“ unterschrieben. Hauptpunkt ist „natürlich“ die Forderung nach Milliarden-Hilfen von Bund und Land. Andere zentrale Punkte wie ein gemeinsamer Nahverkehrsplan oder die Fusion der Einzel-Verkehrsgesellschaften sind dagegen nur angedeutet und alles andere als verbindlich.

Doch egal: Auch die Absichtserklärungen, so lange überfällig sie auch sein mögen, sind richtig und wichtig, denn in der schweren coronabedingten Rezession, die nicht zuletzt die Krisenregion Ruhrgebiet besonders stark in Mitleidenschaft ziehen wird, wird ein „Weitermachen wie gehabt“ auf Dauer nicht mehr möglich sein. Umso wichtiger wird es werden, jetzt endlich die dringend erforderlichen Strukturreformen im ÖPNV schnellstmöglich einzuleiten! Schließlich ist der ÖPNV im Ruhrgebiet der gleichzeitig teuerste und uneffektivste Nahverkehr aller deutschen und sogar europäischen Ballungsgebiete!

Nur: Aus sich heraus werden die diversen Einzelkirchtürme nicht willens und dazu in der Lage sein aus bekannten Gründen (s.u. Zitat Herr Knüpfer).

MBI auf facebook:
https://www.facebook.com/MuelheimerBuergerinitiativen 

Die MBI wiederholen deshalb ihre Forderung, dass die Aufsichtsbehörden in Düsseldorf Mülheim und den Nachbarstädten die Entscheidungshoheit zumindest vorläufig und teilweise entziehen und selbst die Regie übernehmen müssen, zumindest beim brisanten und hochsensiblen Thema ÖPNV-Zukunft. Dazu gehört als erstes auch, dass die Aufsichtsbehörde unverzüglich zumindest für das westliche Ruhrgebiet der DEMO-Städte (DU, E, MH, OB) einen gemeinsamen Nahverkehrsplan in die Wege leitet. Der Aufbau einer einzigen Verkehrsgesellschaft muss als mittelfristiges Ziel ebenfalls schnellstmöglich angegangen werden, womöglich mit dem Zwischenziel von 2 ÖPNV-Gesellschaften – eine für das westliche und eine für das östliche Ruhrgebiet.

Lässt Düsseldorf z.B. die konzeptlose Stadt Mülheim, mittendrin im DEMO-Bereich mit seinen bereits 1,5 Millionen Menschen, weiter vor sich hin wurschteln und chaotisieren, betrifft das empfindlich auch die angrenzenden Nachbarstädte, die bzgl. ÖPNV ohnehin alle große Defizite aufweisen!

Die MBI stehen mit ihren Forderungen nicht gerade alleine da, im Gegenteil, denn fast alle führenden Verkehrsexperten, Wirtschaftsvertreter, Verkehrswendeprediger und Fahrgastverbände sehen das ähnlich. Hier nur 1 Beispiel

O-Ton Uwe Knüpfer, Journalist und ex-Chefredakteur der WAZ, im Frontal 21 vom 12.3.2019: „Verkehrschaos zwischen Rhein und Ruhr – Kein Konzept für Bus und Bahn“

„Ja, je mehr Verkehrsgesellschaften, umso mehr Posten, Vorstände, Aufsichtsgremien, die zu verteilen sind. Das sind nahezu die letzten Pfründen, die die Parteien in den maroden, klammen Ruhrgebietsstädten zu vergeben haben. Darauf will man nicht verzichten. Man bräuchte im Grunde eine Verkehrsgesellschaft fürs ganze Ruhrgebiet – so wie in Berlin die BVG oder die Wiener Linien in Wien, aber das wird von den Parteien, die diese Posten gerne besetzen wollen, seit Jahrzehnten verhindert.“

Und tatsächlich, es lohnt sich, Chef eines städtischen Verkehrsbetriebs im Ruhrgebiet zu sein. Beispiele:

  • Uwe Bonan und Michael Feller jeweils mindestens 250.000 € Gehalt seit Jan. 2017 als Geschäftsführer der Ruhrbahn als gemeinsamer Gesellschaft von Essen und Mülheim
  • Andreas Kerber, Vorstand der Bogestra in Bochum und Gelsenkirchen erhielt 2017 – 295.313 Euro Gehalt plus 236.975 Euro Altersvorsorge.
  • Guntram Pehlke, Chef der Dortmunder Stadtwerke und Verkehrsgesellschaft DSW 21 kassierte 522.000 Euro, hinzu kamen nur für 2017 Rückstellungen für die Altersvorsorge von 706.000 Euro und
  • Marcus Wittig, in der Pleitestadt Duisburg Chef der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, 547.040 Euro Gehalt, ……………….“

Zum Thema u.a. in

Flughafenast-DieStoryMehr zum Thema findet man auch in einem 45-minutiger Fernsehbericht des WDR vom 15.9.14: „DieStory – Endstation – Kollaps im Nahverkehr“ auf youtube hier