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Das Ruhrgebiet mit 5 Millionen Menschen droht beim Nahverkehr Schlusslicht Europas zu werden. Und Mülheim als Vorreiter?

Endstation – Kollaps
im Nahverkehr:
WDR-dieStory

Ein Film von Gudrun Thoma und Sebastian Schütz,
Vorankündigung hier Auf youtube hier

Montag, 15. September 2014, 22.00 – 22.45 Uhr im WDR Fernsehen
Weitere Sendetermine in tagesschau 24:
am Do., dem 18.9., ab 21.02 Uhr und am Fr., dem 19.9., ab 7.45 Uhr

“Wehe, sie kommt nicht! Dann heißt es warten oder in Zukunft auch umsteigen und zwar auf den Bus. Das kann sehr bald zum Dauerzustand werden. Denn nicht nur die Straßen und Brücken in deutschen Städten sind in einem katastrophalen Zustand, auch der öffentliche Nahverkehr fährt nur noch auf der letzten Rille: Schienen, Bahnen und vor allem die U-Bahntunnel müssen dringend saniert werden, sonst droht die Stilllegung.

U-Bahn-ohne ZukunftOb die U79 auch in Zukunft Düsseldorf und Duisburg verbinden wird, ist ungewiss. Duisburg hat kein Geld für die nötige Sanierung.
Und Geld, so jammern die Städte, haben sie nicht. Jetzt rächt sich das eitle Gehabe – vor allem der Ruhrgebietsstädte: Jeder für sich, und jeder mit einer eigenen U-Bahn. So war das vor Jahrzehnten. Heute passt nichts zusammen und weil nichts zusammenpasst, braucht jede Stadt eigene Werkstätten, eigene Ersatzteile und natürlich eine eigene Verwaltung, um das alles zu koordinieren.
Das kostet viel Geld, das jetzt für die Sanierung fehlt. Doch wenn es ums Sparen geht, zucken die Verantwortlichen nur mit den Schultern oder empfehlen Radikallösungen: Mülheim etwa möchte am liebsten sofort seine U-Bahnen wieder abschaffen, auch Duisburg weiß nicht, wie es weitergehen soll und rechnet mit der Schließung seiner U-Bahntunnel. Alle hoffen auf Geld vom Staat. Und wenn der nicht zahlt, werden es die Pendler zu spüren bekommen: Busse statt Bahnen, ausgedünnte Fahrpläne und schlechtere Verbindungen bei höheren Preisen!

Flughafenast-DieStoryDer Mülheimer Kommunalpolitiker Lothar Reinhard kämpft seit Jahren gegen die drohende Stilllegung des Schienennetzes.

Der Film dieStory geht mit Verkehrspolitikern an die zukünftigen Endstationen. Sie zeigt die hausgemachten Strukturprobleme des öffentlichen Nahverkehrs, die selbstherrlichen Planungen der Vergangenheit und sie fragt, warum zahlreiche Geschäftsführer immer noch mehr verdienen als die Bundeskanzlerin, aber für Fehler oft keine Verantwortung übernehmen wollen.

Das Ruhrgebiet – mit seinen 5 Millionen Einwohnern die größte Metropole Deutschlands – droht beim Nahverkehr Schlusslicht Europas zu werden.”

Mülheim ist auch dabei mal wieder Vorreiterstadt. Seit nun mindestens 4 Jahren versucht hier die Stadtspitze, die ÖPNV-Diskussion auf die „Systemfrage“„Bus statt Bahn“ zu lenken, was aber nicht richtig gelingen will, weil der RP für das Land nicht mitspielen kann und noch mehr, weil Mülheim nur eine Teilstadt zwischen Duisburg, Oberhausen und Essen ist. Die meisten StraBa-Linien laufen städteübergreifend, nur koordiniert wird nix wirklich. Jeder Kirchturm kocht im Endeffekt sein eigenes Süppchen wie seit Jahrzehnten. Und nun sind alle pleite mit riesigem Sanierungsstau insbesondere für das wenig effiziente U-Bahn-Netz im Ruhrgebiet, das für Milliarden aus Prestigegründen gebaut wurde. Doch anstatt sich zusammenzusetzen, besser noch zusammen zu schließen, wurschelt jede Teilstadt weiter vor sich hin und oft auch noch gegeneinander. Die Stadt Mülheim hat z.B. im Sommer nun das bereits 5. Gutachten in nur 4 Jahren zur ÖPNV-Zukunft nur dieser kleinen Großstadt mitten zwischen anderen Großstädten in Auftrag gegeben. Inzwischen wurden so bereits ca. eine halbe Mio. Euro verballert, meist für den Papierkorb.

Ein Problem, warum die Verkehrsgesellschaften des Ruhrgebiets nicht so einfach fusionieren können, obwohl „alternativlos“ überfällig, liegt darin, dass z.B. die Stadt Essen vor Jahren die gesamten ÖPNV-Anlagen per crossborder „verleast“ hat. Sie gehören also nicht mehr der Stadt!

Aktuelles zum ÖPNV-Desaster im Ruhrgebiet

  • Ruhrbarone 29.9.14: “Nahverkehr im Ruhrgebiet: Teuer aufs Abstellgleis” hier
  • WAZ 17.9.14: “Zukunft des Verkehrsverbunds Via wieder höchst strittig” hier und WAZ-Kommentar dazu: “Achtung Geisterfahrer!” hier
  • WAZ Essen 16.9.14: “Essen will Zug für Zug raus aus dem US-Leasing – insbesondere zu EVAG und Messe” hier

Mehr zum Mülheimer ÖPNV-Dilemma

  • Sept.14: MBI-Flugblatt zur Ankündigung von WDR-dieStory: “Endstation – Kollaps im Nahverkehr” Das Ruhrgebiet droht beim Nahverkehr Schlusslicht Europas zu werden mit Mülheim als Vorreiter!? als pdf-Datei (242 KB).
    Die 45-minutige Doku ist nachzuschauen auf youtube hier
  • April 14: Radweg auf unrechtmässig still-gelegtem Flughafenast der 104?!? RP bestätigt Unrecht und geneh- migt alles später! Unglaublich! hier
  • Feb. 14: Die WAZ, der SPD-Wahlkampf und die ausgegrenzte MBI beim Thema ÖPNV hier
  • Feb. 14: Planen für den Papierkorb bei ÖPNV und Ruhrbania? hier
  • Dez. 13: “Dilettantenstadel a.d. Ruhr?” hier
  • Okt. 13: “ÖPNV-Diskussion in Mülheim: Blamables Trauerspiel als Ausdruck tief sitzendem Kirchturmsdenkens?“ hier
  • WAZ 14.10.13: “Verkehrsgesellschaft Via droht das Aus in Essen, Mülheim und Duisburg” hier
  • Sept. 13: Petition „Rettet die Mülheimer Straßenbahn“ von ver.di – facebook hier
  • Aug. 13: Expertenhearing zu “Bus statt Bahn” besser mit den Chefs von DVG, EVAG, STOAG, sowie dem RVR! hier
  • Aug. 13: Mülheim als Menetekel für NRW und das Ruhrgebiet? hier
  • Juli 13: Chaos pur, in den Kirchtürmen entlang der Ruhr? hier
  • NRhZ vom 3.7.13: Nahverkehrsplan auf Mölmsch: Ein teures, absehbares Desaster? Dilettantismus pur, in Mülheim a.d. Ruhr! hier oder als pdf-Datei (60 KB)
  • Juni 13: “Wird das schöne Mintard als Stadtteil vom ÖPNV einfach abgekoppelt? hier
  • Juni 13: “Ein gemeinsamer Nahverkehrsplan für das westliche Ruhrgebiet! Unprofessionelle, eigenbrötlerische ÖPNV-Planung in Mülheim ist teuer, nutzlos und kontraproduktiv!” hier
  • Mai 13: “Nahverkehrsplan auf Mölmsch: Kirchtürmelei und taktische Winkelzüge gegen die Bürger?” hier
  • Mai 13: WAZ: “Linie 104: Stadt glaubt an Punktsieg” hier
  • Mai 13: Mülheimer Woche: „Längerer Weg für schwache Beine“ hier
  • März 13: MBI-Vorschläge für ein zukunftstaugliches Straßenbahnnetz hier
  • März 13: MBI-Vorschläge zur Optimierung des Busnetzes: ÖPNV-Attraktivierung, nicht Kürzung! hier
  • März 13: WAZ: “Mülheims Antrag zur Kappung der Straßenbahn-Linie 104 abgelehnt” hier
  • Feb. 12: Mülheimer ÖPNV-Konzeptlosigkeit per Gutachteritis: ÖPNV-Liniennetz auch mit dem 4. Gutachter unausgegoren! hier
  • Dez. 12: Vorreiterstadt Mülheim beim ÖPNV-Abbau?! Versuch Nr.1 abgewehrt! hier
  • Nov. 12: Nahverkehrsplan ohne Vision hier
  • Sept. 12: Schwere Klatsche für die zukunftslose Mölmsche ÖPNV-Kirchturmspolitik! hier
  • Ende Aug. 12: ÖPNV in Mülheim in miserablem Zustand mit unklarer Zukunft!? hier
  • Ende April 12: xtranews: “Mülheimer ÖPNV-Debakel: Mischung aus 70iger Jahre-Ideologie und typisch Mölmschem Dilettantismus?” hier
  • März 12: Zukunftsloses ÖPNV-Konzept der Stadt Mülheim!? hier
  • Nov. 11: MBI-Stellungnahme zum ÖPNV-„Optimierungs“konzept der Stadt Mülheim: Insgesamt leider kein großer Wurf, weder finanziell noch zur Attraktivierung des ÖPNV, im Gegenteil: Das „Konzept“ ist unausgegoren mit kontraproduktiver Vorgehensweise und einer Bürgerbeteiligung als Farce! Mehr hier und zusammen mit dem MBI-Konzept als pdf-Datei (50 KB)
  • Sept. 11: “Busse statt Bahn? – Kürzungen ohne Plan?” MBI-Veranstaltung mit Prof. Monheim zu den unsäglichen Mülheimer Plänen, Straßenbahnlinien durch Busse zu ersetzen. Mehr dazu hier. Videomitschnitt auf youtube hier
  • Juni 11: Transparenz und Bürgernähe auch beim ÖPNV nur Fremdworte? hier
  • Feb./März 11: Busse statt Bahnen? Konzeptlose Geheimniskrämerei zum ÖPNV per Gutachteritis!?! hier
  • Jan. 11: Kappung Straßenbahn 102 vom Tisch! Konzeptlose ÖPNV-Pläne!?! hier
  • Dez. 10: Das MVG-Nachtnetz und andere Mölmsche Seltsamkeiten bei der ÖPNV-Liniennetzoptimierung hier
  • 2005ff.: Landeszuschüsse verschlampt, nun muss die überfällige Sanierung der gesamten Strecke der Linie 901 zwischen Monning und Schloß Broich zu 100% von Mülheim bzw. der MVG alleine bezahlt werden! Mehr hier