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Nix geht mehr beim ÖPNV bei Eis und Schnee? Warum?

Der Winter war am 7. Februar mit Eisregen und Schnee über Mülheim hereingebrochen. Seither ruht der Straßenbahnverkehr in wesentlichen Bereichen, etwa auf der Leineweber- oder der Duisburger Straße. Auch nach dem nächsten Wochenende blieben am Montag die meisten Mülheimer Straßenbahnen erneut im Ruhrbahn-Depot. Der Mülheim-Essener Nahverkehrsbetrieb tut sich weiter schwerer als ÖPNV-Unternehmen in der Nachbarschaft, in den Normalbetrieb zurückzukehren. Der Fahrgastverband Pro Bahn übte heftige Kritik. Am Montagmorgen bot sich Ruhrbahn-Kunden beim Blick auf die aktuellen Verkehrsinformationen der Ruhrbahn das gleiche Bild wie am Freitag vergangener Woche: Nur die U18 war im Regelbetrieb auf der Strecke. Die Straßenbahnlinie 102 verkehrte im Wesentlichen nur auf ihrer unterirdischen Strecke, die Bahnen rollten zwischen Schloß Broich und „Auf dem Bruch“ in Dümpten. Bei der 104, der 112 und der 901 hieß es weiterhin: nur Schienenersatzverkehr. Pro-Bahn-Sprecher Lothar Ebbers bilanzierte am Montag zwischen Bochum und Duisburg überall Probleme der Nahverkehrsbetriebe, wieder in Takt zu kommen nach dem Wintereinbruch. Doch die Ruhrbahn schneide (mal wieder) „am schlechtesten“ ab. WAZ: „Ruhrbahn in Mülheim keinen Schritt weiter: Kaum Bahnverkehr“

Von Samstag auf Sonntag war Wintereinbruch in weiten Teilen von NRW mit Eis und Schnee. Es dauerte bis Freitag, dass in Mülheim wenigstens die Hauptstraßen geräumt waren, die meisten Nebenstraßen aber nicht. Man glaubt es kaum, denn wie haben die das in den vergangenen Jahrzehnten immer in viel kürzer Zeit geschafft zu räumen? Haben die etwa bei der drohende Klimaerwärmung einen Wintereinbruch in Mitteleuropa nicht mehr für möglich angesehen?
In den angrenzenden Niederlanden funktioniert dagegen der Winterdienst auch heute noch so wie bei uns früher auch, siehe WAZ-Artikel unten

Der regelrechte lock- und flockdown des ÖPNV aber ist
eine eher unverzeihliche Katastrophe!

Nach Tagen mit fast komplettem Stillstand soll Mülheims Nahverkehr an diesem Freitag (fast 1 Woche nach dem Schnee- und Eisregen) wieder etwas mehr ins Rollen kommen. 
Ruhrbahn schiebt die Verantwortung auf den Winterdienst der MEG

Noch einmal versucht sich die Ruhrbahn dafür zu rechtfertigen, dass sie im Gegensatz zu anderen Verkehrsbetrieben, etwa denen in Duisburg, Velbert oder Wuppertal, wo das Bedienungsgebiet deutlich ungemütlicher angesichts der dortigen Topografie ist, tagelang fast gar keinen Nahverkehr angeboten hatte.

Die Ruhrbahn schiebt die Verantwortung unter anderem an den Winterdienst der MEG weiter. „Da die Straßen voller Schnee, Matsch und insbesondere Eis sind, können wir die Sicherheit im Moment nicht gewährleisten“, so die Ruhrbahn, was schon vor Tagen bei der MEG für Kopfschütteln gesorgt hatte, weil ihre Müllwagen auch im Einsatz waren.
Logischerweise hat das alles auch mit der Privatisierung und Ausgliederung der Ver- und Entsorgung der kommunalen Daseinsvorsorge zu tun, die in Mülheim bekanntlich sehr weit fortgeschritten ist. Darüber redet aber z.Zt. niemand mehr!
Die Winterdienstgebühren werden nicht mehr kostendeckend jedes Jahr berechnet, sondern wird dem privatisierten Betrieb wie der Mülheimer MEG als langfristig vereinbarter Festbetrag gezahlt, unabhängig von realen Kosten.

NRW nicht mehr gewappnet für Wintereinbruch?

Uswusf., der ÖPNV in Mülheim ist eine Katastrophe, doch etwa in Essen u.v.m. ist es auch kaum besser, nicht einmal am Niederrhein, wenn auch nicht so extrem und katastrophal wie in Mülheim!

Tage nach dem Wintereinbruch sind viele Straßen am Niederrhein unbefahrbar – in den Niederlanden ist das anders. Sind unsere Nachbarn gerüstet? WAZ 12.2.21: „Warum sind die Straßen in den Niederlanden so gut geräumt?“