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ÖPNV-Chefposten wird auf MBI-Antrag hin nicht mehr neu besetzt! No after-Bonan!

Der Knaller der Mölmschen Fronleichnamswoche 2021:

WAZ 4.6.21: „Anstößige Bilder bei Whatsapp: Ruhrbahn-Chef Bonan vor Aus“

„Die Ruhrbahn trennt sich von Geschäftsführer Uwe Bonan. Ein geschmackloses Bild, das er bei Whatsapp geteilt haben soll, wird ihm zum Verhängnis.Erst im April segnete der Ruhrbahn-Aufsichtsrat noch einstimmig eine Vertragsverlängerung für ihren Geschäftsführer und ehemaligen Mülheimer Stadtkämmerer Uwe Bonan ab – mit Gehaltserhöhung. Nur einen Monat später ist Bonan die „persona non grata“ im Nahverkehrsunternehmen. Er soll gehen. Wegen eines Bildes, das er via Whatsapp in eine Runde von hochrangigen Führungskräften bei der Ruhrbahn gesendet hat. ………….“

Anm. MBI:
Unabhängig von dem seltsamen Anlass, gab es von Anbeginn gewichtige Gründe gegen den nicht-Experten Bonan als sehr hoch bezahlten ÖPNV-Chef der Essen-Mülheimer Ruhrbahn. Zur Erinnerung: Die Bonan-Saga, eine unfassbar unprofessionelle Geschichte!?

MBI-Antrag für den Mobilitätsausschuss am 14. 6. 2021
und den Rat der Stadt Mülheim am 1.7.2021

Nicht-Besetzung der freiwerdenden Geschäftsführerstelle
von Herrn Bonan bei der Ruhrbahn

Der Mobilitätsausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt zu beschließen:

Der Rat der Stadt empfiehlt dem Aufsichtsrat der Ruhrbahn, die Geschäftsführerstelle von Herrn Bonan nicht mehr neu zu besetzen. Angesichts des sich abzeichnenden Beginns des überfälligen Verschmelzungsprozesses verschiedener Verkehrsgesellschaften des Ruhrgebiets wäre das eher kontraproduktiv. Wie auf Dauer mit dem anderen Geschäftsführer Feller verfahren werden sollte, ist zur Zeit noch nicht aktuell.
Der Mülheimer Rat geht davon aus, dass das Votum des Mobilitätsausschusses von der Stadtspitze mit dem Essener Verwaltungsvorstand so besprochen werden kann, dass auch der Essener Rat und die Stadtspitze ihren Vertreter/innen im Ruhrbahn-Aufsichtsrat den gleichen Auftrag wie Mülheim als Empfehlung mitgeben dürfte.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist BonanCo2.jpg

Begründung
Über Anlass und Hintergründe der laut WAZ vom 4.6.21 anstehenden Entlassung von Bonan (im Bild als Ruhrbahn-Trio zwischen dem Aufsichtsratschef Weber und dem Chefkollegen Feller) lohnt es nicht weiter groß im Mobilitätsausschuss zu debattieren, wenn es auch mehr als ärgerlich ist, dass der Aufsichtsrat der Ruhrbahn laut WAZ einstimmig eine Vertragsverlängerung für ihren Geschäftsführer und ehemaligen Mülheimer Stadtkämmerer Uwe Bonan abgesegnet hatte. Viel wichtiger ist es, die Gelegenheit so zu nutzen, dass für den durch Corona zusätzlich schwer gebeutelten ÖPNV insbesondere im Ruhrgebiet jetzt alles unternommen wird, um die lange verzögerte Vereinheitlichung der Verkehrsgesellschaften unverzüglich zu beginnen. Über die Wichtigkeit eines effektiveren und weniger teuren ÖPNV ganz besonders in der Metropole Ruhr als wesentlicher Baustein einer Verkehrswende sollte möglichst wenig bzw. besser kein Dissens bestehen. Dass dies nicht weiter den einzelnen Kirchtürmen überlassen werden kann, pfeifen alle Experten seit vielen, vielen Jahren von allen Dächern. Dazu wird auch der schrittweise Abbau des insgesamt deutlich zu üppigem Überbau gehören müssen. Das Aus für Herrn Bonan sollte daher auch als Gelegenheit genutzt werden.

G.-W. Scholl, MBI-Vertreter im Mobilitätsausschuss
L. Reinhard, MBI-Sprecher im Stadtrat

P.S.: Das Aufarbeiten der Bonan-Saga inkl. bestimmter WhattsApp-Bilder sollte den Medien überlassen bleiben. Der Aufsichtsrat wird sich ohnehin damit befassen müssen. Die mit Verkehrspolitik befassten politischen Gremien sollte sich besser mit dem zukünftigen ÖPNV beschäftigen.