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Behebbare ÖPNV-Probleme und MBI-Vorschläge dazu

Mit der Fahrplanänderung im Juni 2016 wurden einige Buslinien geändert, u.a. der 132er von Mintard über Stadtmitte nach Heißen 134er Busabgeschafft. Dafür wurde der 134er von Saarn bis Mintard weiter geleitet und einmal stündlich über Broich und Speldorf kreuz und quer durch die Karpaten bis zur Saalestr. hinter Real im Hafen geleitet. Ferner wurde ein Umsteigeverbot für Kurzstreckentickets eingeführt. Ab 1. Jan. 2017 wurde dann der Takt der Straßenbahnlinien 102, 104 und 112 auf 15 Minuten verlängert, weil die SPD im September entgegen der vorherigen Absprachen mit Grünen und MBI umgefallen war, als es um die Umsetzung des unausgegorenen Nahverkehrsplans aus 2013 ging. Das alles kam zu den vorherigen Verschlechterungen durch Stilllegung des Flughafenasts sowie der Linie 110 und den schlechten Ersatzbuslinien 128 und 130 noch hinzu. Auch die historischen Nostalgiebahnen werden mit dem Umbau von Oppspringkreuzung und Haltestelle Hauptfriedhof für irrsinnig viele Millionen aus diesem Teil Mülheims verbannt. Mehr u.a. auch in

  • Dez. 16: Unausgegorener NVP: Teurer und für ÖPNV-Benutzer schlechter! hier
  • Aug. 16: Buslinie 132 wieder einführen und den NVP anhalten! hier
  • Feb. 16: Die Linie 110, die Hauskampstr. und die Mölmsche Bürgerferne hier

Kurzum: Seit Jahren bewegt sich die ÖPNV-Diskussion im Kreise bzw. in der Abwärtsspirale von Verschlechterung des Angebots und steigenden Verlusten, was sich gegenseitig verstärkt.

Das ÖPNV-Desaster im Ruhrgebiet,
speziell in Mülheim/Ruhr

Die MBI bleiben am Ball, auch wenn es bei den festgefahrenen Strukturen in Mülheim und der Untätigkeit der Düsseldorfer Aufsichtsbehörden mühsam ist. Sie haben u.a. folgende Anträge/Anfragen für die Sitzung des Mobilitätsausschusses im Feb. 17 gestellt:

1. Rücknahme des Umsteigeverbots bei Kurzstreckentickets

Antrag für den Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Mobilität am 14.2.2017

Der Ausschuss möge beschließen:
Die Stadt Mülheim kehrt zur alten Regelung bei Kurzstreckentickets zurück und ermöglicht damit das Umsteigen auch bei Nutzung dieser Tickets.

Begründung:
Bis zum letzten Juni war das Umsteigen auch mit Kurzstreckentickets möglich. Zum Fahrplanwechsel ab 12.6.2016 hat der VRR dies neu geregelt und ein Umsteigeverbot eingeführt. De facto führt dies für Kunden, die umsteigen müssen und bisher das preisgünstige Kurzstreckenticket nutzen konnten, zu einer ungerechtfertigten Preiserhöhung. Unter anderem im Rhein-Sieg-Kreis wurde das Umsteigeverbot nach erheblichen Protesten der Fahrgäste jetzt wieder rückgängig gemacht. Die Stadt Mülheim sollte diesem Beispiel folgen und die Änderung noch vor der nächsten Fahrplanänderung beschließen. Bis zur Abschaffung des Umsteigeverbots bei Kurzstreckentickets soll die MVG ihre Kontrolleure anhalten, kulant mit entsprechenden Fahrgästen zu verfahren, die mit Kurzstreckenticket umsteigen, ohne ein zusätzliches Ticket zu lösen.

2. Zur Linienführung der Buslinien 132 und 134

Antrag für den Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Mobilität am 14.2.2017

Ergänzungsantrag  zur Vorlage B 17/0004-01, dem Bürgerantrag von „Wir in Mintard e. V.“ zu „Streckenführung der Buslinie 132“

Der Ausschuss möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, die im Juni letzten Jahres eingestellte BusliBuslinie132nie 132 von Mintard bis Heißen in ihrer alten Streckenführung in den neuen NVP wieder aufzunehmen. Die Buslinie 134 soll als Folge dann von der Saalestraße nur noch nach Saarn (Lehnerstr.) geführt werden und hier enden.

Begründung:
Die Bürger in Mintard beklagen die erhebliche Verschlechterung der Verkehrsanbindung zur Innenstadt, seit die Linie 132 nicht mehr nach Mintard fährt und stattdessen die Linie 134 mit großen Umwegen die einzige Verbindung ohne Umsteigen zur Innenstadt darstellt. Es hat dazu bereits viele Proteste und auch Unterschriftensammlungen gegeben.

Die Linie 134 kann wieder ihre alte Strecke fahren. Durch die Änderung sind keine Kosten eingespart worden, so dass diese problemlos wieder zurückgenommen werden kann.

3.  Zustand der Gleise der 102 zwischen Hbf. und Aktienstr. und Haltewunsch für Schwerbehinderte

Anfrage für den Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Mobilität am 14.2.2017

Die folgenden Fragen wurden von uns bereits in der Fragestunde des Ausschusses am 15.11.2016 mündlich gestellt und in Folge von der Verwaltung schriftlich beantwortet. Da diese Antworten noch nicht ganz befriedigend waren und weitere Nachfragen in der Sitzung nicht mehr möglich waren, bitten wir nochmals um Beantwortung. Da es hier um Detailfragen geht, schlagen wir vor, zur Sitzung einen Vertreter der MVG einzuladen, der auch zu evtl. noch bestehenden Unklarheiten weitere Auskünfte geben kann.

  1. ) Warum sind die Gleise der Linie 102 zwischen Haltestelle Hauptbahnhof und Aktienstraße im Tunnel  nicht mehr verschweißt?
  2. )  Aus welchem Grund ist die Geschwindigkeit in der Gegenrichtung auf 40 km/h beschränkt worden?
  3. ) Warum sind in den NF2-Bahnen an den Schwerbehindertensitzen keine Haltewunsch-Tasten für Schwerbehinderte angebracht?

4. Zu Verspätungen im Mülheimer Nahverkehr nach der Taktänderung zu Jahresbeginn

Anfrage für den Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Mobilität am 14.2.2017

Betr.: Verspätungen nach der Taktänderung zu Jahresbeginn

Linie104-Bahn+BusWie die WAZ berichtete („Ärger über ausgedünnten Takt bei Mülheimer Straßenbahnen“) und wie uns auch persönlich von Betroffenen berichtet wurde, hat mit der Umstellung auf den 15-Minuten-Takt bei den Linien 104, 112 und 102 auch die Unpünktlichkeit zugenommen. Vor allem wirkt sich aber eine Verspätung beim 15-Minuten-Takt stärker aus, weil Anschlüsse verpasst werden und dann die nächste Bahn erst in einer Viertelstunde (soweit sie dann pünktlich ist) fährt.

Wir bitten daher die Verwaltung zu berichten, wie oft es tatsächlich zu Verspätungen der Bahnen gekommen ist und was die Ursachen sind. Weiter bitten wir um Vorschläge der Verwaltung, um hier schnellstens Abhilfe zu schaffen.

G.-W. Scholl, MBI-Vertreter im Mobilitätsausschuss