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MBI lehnen das „Netz 23“ für den Mülheimer ÖPNV rundherum ab, weil weder sinnvoll, noch umsetzbar, noch tauglich zur Haushaltssanierung

Die Mülheimer ÖPNV-Kahlschlagpläne sind in Zeiten verstärkter Klimaschutzbemühungen eine totale Verkehrs“rück“wende ins letzte Jahrtausend, sogar noch in die 60er und 70er Jahre!

Bekannt war bisher, dass Verwaltung und Ratsmehrheit trotz mind. 20 Mio. € Rückzahlungsforderungen nicht nur den Kahlenbergast, sondern gleich die gesamte Straßenbahnlinie 104 stilllegen möchten. Jetzt hat man mit dem sog. „Netz 23“ selbst darauf noch einmal kräftig draufgesattelt und möchte auch noch die 901 vom Mülheimer Stadtgebiet verbannen und bei den verbliebenen 2 StraBa-Linien 102 sowie 112 jeweils längere Endstücke ebenfalls abschneiden. Die Zahl der regulären Buslinien soll zusätzlich von 14 auf 6 reduziert werden und auf fast allen ÖPNV-Linien sollen außerdem nahezu alle Taktzeiten deutlich verschlechtert werden. Mehr zum Mülheimer Harakiri- „Konzept“ zum ÖPNV

PlakatOEPNV-LTWKeine Frage, das perspektivlose Streichkonzert sieht auf den ersten Blick aus wie ein ambitioniertes Sparkonzept, wäre es aber nicht einmal, wenn man alle anderen wesentlichen Aspekte wie überfällige Verkehrswende oder massiver Standortnachteil für das Ruhrgebiet durch den zerstückelten Kirchturms-ÖPNV völlig außer acht ließe.

Das Netz 23 ist die Krönung und Perfektion von Kirchtürmelei und das auch noch ohne Hand und Fuß!

Grundsätzlich gilt: Der Abbau von bestehender, funktionierender Infrastruktur bedeutet immer hohe Investitionen, selbst wenn dies sinnvoll wäre, was in Mülheim aber nicht erkennbar ist. Bestehende Elektromobilität wie bei StraBahnen zu zerstören, um für sehr viel Geld dafür unausgegorene Elektrobusse anzuschaffen, hat was von Widersinn und Geldverschwendung, aber auch von ideologisch verbohrter Planlosigkeit.

Auf die Idee zu kommen, die Duisburger Linie 901 als ohnehin einzige ÖPNV-Verbindung zwischen den direkt Linie901-2angrenzenden Großstädten DU+MH auf der sehr langen Teilstrecke zwischen MH-Hbf. und Zoo/Stadtgrenze stilllegen zu wollen, grenzt an weltfremde Selbstüberschätzung, die bundesweit ihresgleichen sucht! Dass auch die anderen ebenfalls größeren Teilstädte Essen und Oberhausen von Mülheim genauso ungefragt überrumpelt werden sollen durch drastische Verschlechterung der ÖPNV-Verbindungen mit ihnen auf bzw. über Mülheimer Stadtgebiet, ist schlichtweg dumm und kontraproduktiv. Auch bei den Buslinien von Düsseldorf sowie dem Kreis Mettmann möchten die Mülheimer „Strategen“ (real aber strategiefern in extenso) auf ihrem Mülheimer Stadtgebiet einfach vieles ungefragt über den Haufen werfen.

Auf die gesetzlich vorgeschriebenen Rückzahlungen nur für die seit vielen Jahren immer wieder im Mülheimer Kirchturm angedachte Stilllegung auch noch des Kahlenbergasts der 104 – eigentlich Teil der geförderten Beschleunigung der (bereits stillgelegten) 110 – haben nicht nur die MBI wieder und wieder hingewiesen, auch RP-Vertreter haben dies bereits zweimal im Mülheimer Ausschuss unmissverständlich klargemacht. Auch die neue RP`in hat das unzweideutig bestätigt, so dass keine Hoffnung mehr bestehen kann, dass die Landesregierung nach der Abwahl von Frau Kraft (SPD) und der Vorgänger-RP`in Lüttkes von den Grünen weiterhin wegschauen könnte und erneut dürfte.

Die Umsetzung von „Netz 23“ würde unweigerlich zu einem weiteren Desaster für die bereits ausgeplünderte Stadtkasse führen. Enorme Rück-zahlungen an Land und VRR wären unumgänglich, die für diesen Fall angedachte Klage der Mülheimer „Strategen“ gegen das Land wäre an Unverfrorenheit und Aussichtslosigkeit nicht zu überbieten.

Welche weiteren Rückzahlungen für die nun noch zusätzlichen massiven StraBa-Stillegungen von „Netz 23“ auf die Stadt zukämen, weiß oder sagt keiner. Wieviel Geld für alle neue Busstrecken vorgeschriebenen behindertengerechten Haltestellen der durcheinander gewürfelten Buslinien benötigt würde, wurde auch einfach außen vorgelassen. Besonders pikant, besser oberdreist, ist es allerdings, wenn auch die Stadt Essen, mit der Mülheim seit kurzem die gemeinsame Verkehrsgesellschaft Ruhrbahn betreibt, bei den Mülheimer Plänen ebenfalls nur als Zaungast vorgesehen zu sein scheint und unabhängig davon exakt die entgegengesetzte ÖPNV-Strategie betreibt wie der kleine Junior-„Partner“ Mülheim.

OEPV-VerbesserungIn Wirklichkeit handelt es sich bei dem „Netz 23“ um einen Schlag ins Gesicht fast aller heutigen und zukünftigen ÖPNV-Nutzer, ebenso der Ruhrbahn-Beschäftigten und um größtmögliche Disharmonie mit den Düsseldorfer Aufsichtsbehörden sowie allen Nachbarstädten inkl. Düsseldorf durch unfassbar eigenmächtige Kirchturmspläne der Stadt Mülheim.

MBI rufen zum Widerstand auf gegen die zerstörerischen Pläne von Kämmerei sowie SPD, CDU und Grünen!

Die Informationsveranstaltung zu den Mülheimer Harakiri-Plänen zum ÖPNV-Kahlschlag soll nun am Donnerstag, dem 13. Juni, doch nicht in der Realschule Stadtmitte stattfinden, sondern im Ratssaal, und zwar bereits um 17 Uhr. Die Verdi ruft um 15 Uhr zur Kundgebung auf dem Rathausmarkt auf. Sie hatten das so angemeldet, weil zuerst für den 13. Juni um 16 Uhr die Sondersitzung des Mobilitätsausschusses angesetzt worden war. Doch die wurde wenige Tage später urplötzlich auf den 18. Mai verlegt als gemeinsame Sitzung mit dem Hauptausschuss. Hoffen wir einmal, dass bis zum 13. Juni nicht noch weitere Änderungen von oben verordnet werden. Also:

Nix wie hin am 13. Juni! Zeigt den Chaoten in Rat und Verwaltung, dass es so nicht weitergehen kann!

  • Mehr auch u.a. in: „VHS, ÖPNV, stets das gleiche, verwerfliche Gebaren“ in Lokalkompass der Mülheimer Woche vom 24. Mai, nachzulesen hier

Verdi-OEPNVAuch die Gewerkschaft Verdi intensivierte ihren Widerstand gegen die zerstörerischen ÖPNV-Kahlschlagpläne der Stadt Mülheim. Deshalb verteilen sie Postkarten mit einem Bürgerantrag für den Stadtrat, den Kürzungsbeschluss zurückzunehmen und stattdessen den Nahverkehr zu stärken. Viele, viele Hunderte Mülheimer/innen haben die Postkarten bereits in wenigen Tagen ausgefüllt. Wer sich dem berechtigten Anliegen anschließen will, kann Postkarten auch in der MBI-Geschäftsstelle erhalten. Diese können dort auch unterschrieben abgegeben werden. Wir geben sie dann an Verdi weiter.

Bei dem Riesenskandal mit der VHS ist der Widerstand ungebrochen und die BI konnte gegen Verwaltung und Ratsmehrheit einen Bürgerentscheid im Herbst gerichtlich durchsetzen. Mehr hier

Mit dem völlig unausgegorenen ÖPNV-Kaputtsparplan werden die Dilettanten im Mülheimer Rathaus noch viel schneller Schiffbruch erleiden müssen, denn auch alle Nachbarstädte und der Zuschussgeber des Landes wurden gänzlich übergangen, obwohl deutlich betroffen.

Ach ja, die völlig unverhältnismäßige Grundsteuererhöhungsorgie, just auch noch kurz vor der einschneidenden Grundsteuerreform in Berlin, ist noch lange nicht ge- oder vergessen, im Gegenteil! Mehr hier