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Brauser gestorben, Clement endgültig Geschichte

Anfang der Woche verstarb unerwartet Ludwig Brauser, zuletzt Geschäftsführer der in Mülheim ansässigen “Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr”, die u.a. im Nov. 2008 das ungeeignete Gefälligkeitsgutachten zum Ausbau des Flughafens Essen/Mülheim bezahlt hatte, vgl. „Den Bock zum Gärtner gemacht“ als pdf-Datei (92 KB)

Brauser hatte über Jahre als Chef der kläglich gescheiterten “Projekt Ruhr” sehr viel öffentliches Geld verbraucht, was dem Ruhrgebiet aber wenig nützte. Dazu gehörte die von der ThyssenKrupp AG und der Siemens AG ins Gespräch gebrachte Metrorapid-Zugstrecke , für deren Propagierung Ministerpräsident Clement Brauser in 2000 eingestellt hatte. Anstatt die sündhaft teure “Projekt Ruhr” nach dem Scheitern des Metrorapid unter Clement-Nachfolger Peer Steinbrück aufzulösen, ist die Gesellschaft noch Jahre ohne klar erkennbare Funktion weiter gelaufen. Und so wurden weiter Flops und Millionenschäden produziert wie u.a. der ominöse “Planet of Vision” in Bochum oder der “Ruhrpilot”, der anscheinend jedem Standard-Navi unterlegen ist!

Als es beim KVR-Nachfolger RVR (Regionalverband Ruhr) 2006 um die Gründung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft ging, gab es monatelangen schweren Zoff. Die SPD wollte mit aller Gewalt “Projekt Ruhr” vor der überfälligen Auflösung retten, CDU und Grüne waren dagegen. Schließlich fielen die Grünen um, und als politischen Kompromiss schenkte man Brauser die “Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr”, die aber keine richtigen Kompetenzen besitzt, um z.B. das Ruhrgebiet endlich mehr zusammen zu schweißen. So wurde dann weiter öffentliches Geld zum Fenster heraus geschmissen!

Man kann nur hoffen, dass nach Brausers Tod die „Metropole Ruhr“ vom RVR entweder auf gänzlich neue Füße gestellt oder ganz aufgelöst wird.

Mit Brauser ist ein letztes Teilstück der für das Ruhrgebiet verheerenden Politik der Ministerpräsidentenära Clement von uns gegangen.

Zur Erinnerung: Vorgänger Rau hatte mit der IBA und Prof. Ganser einen beispielhaften Strukturwandel im Ruhrgebiet eingeleitet, von dem große Teile bis heute noch zehren. Als Wolfgang Clement (W.C.) Rau als Landesvater ablöste, berief er 1998 als eine seiner ersten „Großtaten“ eine große Ruhrgebietskonferenz mit allen Stadtspitzen in den Landtag. Bevor diese begann, gab W.C. eine große Pressekonferenz, auf der er die Auflösung des KVR und anstelle dessen die „Projekt Ruhr“ verkündete. Der Aufsichtsrat dieser neuen Landesgesellschaft bestand aus den Düsseldorfer Ministern.
Die Vertreter aus den Ruhrstädten waren völlig konsterniert, dass sie derart übergangen worden waren. Sie weigerten sich in der Folge auch, den KVR aufzulösen. So liefen dann KVR und Projekt Ruhr nebeneinander und letzere war vornehmlich damit beschäftigt, Clements Lieblingsprojekt, den Metrorapid, im ganz großen Stil zu vermarkten. Da war keine Million zu schade, bis der „Clementino“ sich in Luft auflöste. Landes“vater“ Clement hatte sich schon davor nach Berlin abgesetzt, wo er dann als „Super“minister mit Hartz IV und anderen „Reformen“ die SPD so arg dezimierte, dass er als Bochumer sich bei der vorgezogenen Wahl 2005 nicht mehr traute, als Direktkandidat für die SPD irgendwo im Ruhrgebiet anzutreten.

Was dann mit der Hessenwahl folgte, ist bekannt und inzwischen fällt W.C. vornehmlich dadurch auf, dass er versucht, auf einer Art „Westerwelle“ zu schwimmen, Hauptsache, es schadet seinen ex-Genossen.

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