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schwarze Ruhrbania-Löcher

Schwarze Löcher von und bei Ruhrbania?

Das ehemalige Stadtbad liegt auf dem webcam-Bild, das auf der Stadtseite gezeigt wird, neben der Trümmerlandschaft von Ruhrbania Baufeld 1 mit dem zerstörten Gartendenkmal und dem abgerissenen Rathausteil. Zusätzlich machen zwei schwarze Balken ganze Fensterreihen unkenntlich. Warum auch immer: Das Gesicht unserer Stadt wirkt arg verunstaltet und solche Bilder sind alles, nur keine gute Werbung für unsere Stadt, die ohnehin unter riesigen Innenstadtproblemen leidet!

Im folgenden der Brief eines gebürtigen Mülheimers an die Stadtverwaltung, bisher ohne Reaktion.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin 68 Jahre alt, in Mülheim (Ruhr) geboren, wohnte bis 1962 im Mülheim, Rückertstr. 20.
Im Jahr 1962 wurde ich zur Bundeswehr einberufen (18 Monate). Nach der Entlassung heiratete ich und bin dadurch verzogen nach Simmerath (Eifel). Seit es Computer gibt und damit auch das Internet in seiner Vielfalt (und hier besonders die Webcams), schaue ich jeden Tag mir Ihre Bilder aus Mülheim (Ruhr) an, da mir noch viel an meiner Heimatstadt liegt – allein schon wegen den vielen schönen Erinnerungen.

Nun ist mir aber etwas sehr Negatives aufgefallen, was das Erscheinungsbild der Stadt beeinträchtigt, und zwar folgendes:

Das Bild des ehemaligen Schwimmbades, des Stadtbads – aufgenommen von der Stadthalle aus – verunstalten inzwischen an zwei Stellen riesige geschwärzte Flächen. Ich vermute mal, dass dort inzwischen Wohnungen entstanden sind und die Mieter (o.ä.) sich nicht erkennen lassen wollen. Was soll das nur? Wenn Sie, d.h. die Stadtverwaltung, so weitermacht mit dem unkenntlich machen, dann sieht der Betrachter, so wie ich nun mal, demnächst nur einen “Black Hole”, ein schwarzes “Loch” und ich glaube, das ist doch auch nicht in Ihrem Sinne, mit solchen Bildern weltweit Werbung für die Stadt Mülheim (Ruhr) zu machen.

Es bietet sich doch die Möglichkeit an, die betroffenen Stellen durch Pixelverfremdung, wie Unschärfe-Filter etc., unkenntlich zu machen. Ich denke da an Google Earth Street View, wo Personen und Kfz-Kennzeichen auf diese Weise unkenntlich gemacht werden. Dieses ist ja inzwischen auch Thema Nr. 1 in der deutschen Presse.

Mit der Bitte, sich diese Gedanken und Anregungen durch den Kopf gehen zu lassen zeichne ich

mit freundlichen Grüßen

Neben schwarzen Löchern auch düstere Wolken über und neben dem Ruhrbania-Trümmerfeld!?

Frau Mühlenfeld als Sprecherin von „Raus aus den Schulden/Für die Würde unserer Städte“ verkündete Mitte August den großen Erfolg dieses Städtebündnisses, denn ab jetzt würde gelten „Wer bestellt, bezahlt“. Wenn in Zukunft Land und Bund neue Aufgaben beschließen, würden sie diese auch bezahlen. Schön wär`s.

Gleichzeitig kündigte das Städtebauministerium in Berlin im Rahmen des Sparpaketes an:

  1. Das Bundesverkehrsministerium soll sparen und will deshalb keine neuen Auto-, Bahn- und Schiffswege mehr bauen. Keine schlechte Idee, meinen Umweltexperten, denn die noch geplante oder begonnene Umwelt- und Landschaftszerstörung u.a. für die Hochmoselbrücke oder die Rheinbrücke neben der Loreley sollten nach dem Frevel mit der Waldschlösschenbrücke im Elbtal bei Dresden noch gestoppt werden, um die Rest-Kultur- und Naturlandschaft endlich zu schonen. Aber auch das größte Milliardengrab, Stuttgart 21, sollte dringend auf den Prüfstand.
  2. Die Städtebaufördermittel sollen halbiert werden.

Zum 1. Punkt protestierten sofort die Lobbyisten aus der Bauindustrie. Doch auch sie werden nicht arbeitslos, denn die Reparaturkosten für die gebauten vielen Autobahnen, Brücken usw. sind bereits gigantisch.

Zum 2. Punkt meldete sich Frau Mühlenfeld (Zitate aus Mülheimer Woche, WDR 2 u.v.m.):
„Sollte der Bund die geplante Halbierung von Mitteln für kommunale Zukunftsprojekte weiter verfolgen, „ist das für viele strukturschwache Städte wie ein Tritt in die Kniekehle“, sagte die Mülheimer Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld als Sprecherin des NRW-Aktionsbündnisses „Raus aus den Schulden/Für die Würde unserer Städte.“ Die Städte und kommunalen Spitzenverbände befürchten, dass die Bundesländer – also auch NRW – im Sog derartiger Signale des Bundes weitere Landeskürzungen bei Städtebaufördermitteln vornehmen müssten.“

Wenn Frau Mühlenfeld sich darüber bitterlich beschwert, so sollte sie folgendes bedenken. Wenn also Städte wie Mülheim Projekte wie Ruhrbania oder den überflüssigen Abriss von overflies bestellen, so kann es passieren, dass es auch aus Berlin oder Düsseldorf zurückschallt: „Wer bestellt, bezahlt!“

Düstere Wolken schweben über Ruhrbania&Co.!

Panik im „Dorf der Mächtigen und Klugen“? (vgl. WAZ-Artikel zu Mülheim und MBI-Kommentar hier). Frau Mühlenfelds „Zukunfts“projekte von Ruhrbania bis „Zukunfts“schule, die bekanntlich auch ohne Kürzung der Zuschüsse bereits in großen Schwierigkeiten sind, werden mit der Kürzung erst recht ins weitere Trudeln geraten.

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