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Ruhrzilla gegen Mölmsche Verschwendungsorgien?

„Reise nach Jerusalem“ kreuz und quer und hin und her ….
Und mit viel zu vielen und angemieteten Stühlen?!

Mülheim und seine Verschwendungsorgien

NRZ vom 23.8.12: „Bildungsbüro zieht um und spart 6000 Euro -
Das Bildungsbüro der Stadt ist jetzt vom Kohlenkamp 34 in das Gebäude Viktoriastr. 20-22 gezogen. Die Mitarbeiter sind dort ab dem heutigen Donnerstag, 23. August, erreichbar. Das bisher genutzte Ladenlokal am Kohlenkamp wird voraussichtlich Mitte September von der Ruhrbania-Bauinformation und der so genannten „Wertstadt“ bezogen, teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Der Mietvertrag dort läuft bis Ende November 2013. Das bislang von der Ruhrbania-Bauinformation genutzte Gebäude an der Leineweberstraße 10 wird dafür aufgegeben. Die dadurch erreichte Einsparung bezifferte die Stadtverwaltung auf einen Betrag von 6000 Euro pro Jahr.“

Also: Die „sparsame“ Mölmsche Verwaltung spart 6000 € im Jahr (=500 € pro Monat), weil das Ruhrbanania-Büro an der Leineweberstr. in das leere ex-Bildungsbüro am Kohlenkamp verlegt wurde/wird. Die sog. „Wertstadt“ im ehemaligen Schlecker (danach kurz MaxXMatrazen) auf der gegenüber liegenden Seite der Leineweber und am leeren Kaufhof wurde angeblich vom Ramsauer-Ministerium in Berlin bezahlt für die Charrette zur Kaufhofzukunft. Das bisherige Ruhrbania-Büro hat aber wohl mehr als 500€ pro Monat gekostet, inkl. den Personalkosten. Doch ziemlich egal:

Das Bildungsbüro zieht also ins Gebäude Viktoriastr. zum Kulturamt (oder Teilen davon), wo vorher zwischenzeitlich das Personalamt saß oder waren es Teile des Sozialamts? Letzteres ist nun vorübergehend im Gebäude von Thyssen-Schachtbau in der Ruhrstr. 1, wo davor u.a. die Stadtspitze die Jahre über war, als das Restrathaus für 47 Mio. saniert wurde. Bis Ende 2013 ist die Stadt noch Mieterin der Ruhrstr. 1. Die Miete dort soll stolze an die 40 €/qm betragen. Welche Immobilien die Stadt zwischenzeitlich alle auf der Schloss-, der Leineweber-, der Bahn-, der Viktoria-, der Kolonie-, der Eppinghofer und der Löhstr. oder am Rathausmarkt, dem Hans-Böckler-Platz bzw. dem Steineshoff- und Nachbarsweg oder, oder, oder ….. alle angemietet hatte oder noch hat, weiß der Himmel. Mehr auch in

  • Verschwendungsorgien für die “Reise nach Jerusalem” in “Schlimm-City” a.d. Ruhrbania?! hier

Doch die Problematik gibt es nicht nur im Zusammenhang mit der Sanierung des verbliebenen denkmalgeschützten Teil des Rathauses. Durch den Abriss des Rathausneubaus mussten Ersatzräume angemietet werden, u.a. der dafür umgebaute ehemalige SWB-Wohnturm Hans-Böckler-Platz auf 25 Jahre. Um auch die Bücherei abreißen und zu Ruhrbania-Bauland machen zu können, musste das Bürgeramt am Viktoriaplatz weichen für den Bücherei-Ersatz Medienhaus, welches per PPP-Vertrag auf 25 Jahre „angemietet“ wurde (auf eigenem Gelände etc.). Damit das Bürgeramt abgerissen werden konnte, musste aber erst das zum Bürgeramt umgebaute, lange leerstehende ex-Möbel Nohlen-Gebäude von Hoffmeister, Pogge&Mangen auf 25 Jahre angemietet werden. Dafür wurde auch das Straßenverkehrsamt am Steineshoffweg verlegt. Das Gebäude dort steht nun bereits seit mind. 5 Jahren fast leer, ist aber weiter von der Stadt angemietet (von Hoffmeister&Schafstall). Die Sozialagentur in Hoffmeisters Easyturm am Bahnhof, das Klimabüro im leeren ex-Prüssmann, das agenda-Büro Friedrichstr., das Stadtteilbüro Eppinghofen, Sozialbüro Styrum, Kommunikationscenter Löhstr.(?) etcpp. und vor allem viele zusätzliche Anmietungen für die Ausgliederungen wie JSG, BHM usw. und nicht zuletzt MST kommen noch hinzu. Für letztere wurde vor Jahren das leere ex-C&A-Gebäude Ecke Schloßstr./Viktoriastr. eigens großzügig umgebaut, steht aber seit Jahren leer, da die MST in der Führung ins Schloß Broich  und mit der Kundenabteilung ins Medienhaus umziehen musste, um beide zu füllen. Laut Makler Orths ist das „alte“ MST-Gebäude im ex-C&A nicht vermittel- bzw. vermietbar, aber allem Anschein nach immer noch von der Stadt angemietet.

Die extrem verschwenderische Logistik war am massivsten beim Rathaus selbst: Den Rathausneubau abzureißen und gleichzeitig den Altbau völlig leerzuziehen für die Sanierung, das kommt mutwilligem Geldverbrennen gleich.
Warum konnte der Altbau nicht etappenweise saniert werden und die Beschäftigten solange in den leeren Neubau umziehen. Lieber für eine horrende Miete von fast 40 €/qm in die Ruhrstr. 1 (von Thyssen-Schachtbau aus dem Stahlimperium des ex-RWE-Chefs Großmann) ziehen und die dann auch noch viel länger anzumieten als benötigt. Das ist ein starkes Stück an verantwortungsloser Verschwendung ohne Not.

Die ganzen Aufzählungen bisher erheben noch lange keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Ob überhaupt noch jemand den Überblick hat, was die Stadt wo, von wem und für wie lange angemietet hat, ist ungeklärt.

Die Stadt Mülheim ist ja anscheinend reich wie Spanien und schwimmt im Geld wie Griechenland, oder? Deshalb kann sie sich auch ohne Intervention der Düsseldorfer „Aufsichts“behörden dieses Dauergesellschaftsspiel von „Reise nach Jerusalem“ leisten, das ja noch lange nicht zu Ende sein soll, denn Gesundheitshaus, ehemaliges Arbeitsamt und AOK (muss vorher aber noch gekauft werden!) sollen noch genauso folgen wie in Kürze auch „Ruhrbania-Baulos 3“ (Abriss Hochbrücke Tourainer Ring und Ausbau Klöttschen für 2-Richtungsverkehr) für weitere 12 Mio. zur „Verbesserung“ der Verkehrsverhältnisse (ha, ha…)
Die Verschwendungsorgien für eine unausgegorene Verkehrsführung für mind. 50 Mio. € kommen zur „Reise nach Jerusalem“ noch hinzu zu dem größten Zerstörungs“spiel“ seit den Bombennächten des letzten Weltkriegs mit dem kunstvollen Namen Ruhrbania!!

Ob die Stadt überhaupt ein extra Bildungsbüro, eine „Wertstadt“ oder weiter eine Ruhrbania-Bauinformation wirklich braucht, solche Fragen stellt in Mülheim schon länger niemand mehr. Das Bildungsbüro z.B. wurde hauptsächlich für Frau Mühlenfelds Steckenpferd „Zukunftsschule“ eingerichtet, welche sich vor fast 2 Jahren nach 5 Jahren Intensivplanung als zukunftslos erwies. Nachdem nun der Leiter des Bildungsbüros, Herr Konietzka, zum Stellvertreter seines Onkels als Sozialamtsleiter hochgestiegen ist, hätte man auch die Frage stellen können, ob dieses extra-Büro weiter benötigt wird.

Im letzten Jahr war es „SchlimmCity – ein Stadtspiel in Realversion“, dieses Jahr folgt vom 16. bis 29. Sept. nun „Ruhrzilla  - Stadtspiel in Realversion“. Mehr hier

Inwieweit das der schwer angeschlagenen Mülheimer Innenstadt hilft, sei dahingestellt. Mehr zur Innenstadtkrise u.a. in „Mülheim wider besseren Wissens völlig aus der Spur gebracht!?!“ hier

Mehr zum Thema Geldverschwendung für Ruhrbania inkl. Rathaus

  • Mai 12: Keine weiteren Ruhrwania-Baufelder! Es reicht! hier
  • März 12: Hilfe für die Mölmsche Innenstadt durch Charrette? hier
  • Interview Ende Juli 2011 in WAZ+NRZ mit Helge Schneider zu seiner Heimatstadt Mülheim: Überschrift „Die sind bekloppt“ Unterüberschrift „Sein Befund über die Innenstadt: Die ist tot“. Das ganze Interview hier.
  • Die MBI fragten bereits Wochen davor “Ist Mülheim noch zu retten?”, nachzulesen hier
  • 3.7.09: Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Frau OB Mühlenfeld wegen Missachtung demokratischer Grundregeln und Entmündigung des Rates der Stadt im Zusammenhang mit der 40 Mio. Euro-Bürgschaft für den SWB zur Umwegfinanzierung bei der Rathaussanierung hier. Die ganze Beschwerde als pdf-Datei (37 KB)
  • Rathaus-Ratlos MH hier
  • Ruhrbania, Baufeld 2, eine gigantische Geldvernichtung hier
  • Ruhrbania-Wahnsinn als urbaner Suizid wider besseres Wissen!? hier
  • GroundzeroMH: Schutt&Schande pur, in MH a.d. Ruhr hier
  • Abbruch West a.d. Ruhr? hier