Ostermarsch Rhein-Ruhr 2012 von Ostersamstag bis Ostermontag im 52. Jahr! „Ja zur zivilen Lösung der Zukunftsprobleme – Nein zu Krieg, Atomrüstung und innerer Militarisierung – nein zur NATO!“ lautet das Motto des Ostermarsch 2012. Beginn am Sa. mit Friedensmarkt und Kundgebung ab 10 Uhr in Duisburg, am Kuhtor Ecke Kuhstr.
Pünktlich zum 1. April die Sensation in Mülheim an der Ruhr: Gestern noch scheinbar am Boden und heute bereits der ganz große Durchbruch?! Ex-Kaufhof –Eigentümer macht den Weg frei für ein „Ende vom Totentanz am Kaufhof“! Innenstadt mit Ruhrbania damit bald vor der Vollendung und Frau OB be- und vergeistert!
Am 22. April fand der Bürgerentscheid zur Frage „Soll die weiterführende Schule (GHS an der Bruchstr.) in Mülheim Eppinghofen auf Dauer erhalten bleiben?“ statt. Eine ausreichende und klare Mehrheit stimmte mit Ja, so dass die Schule mindestens 2 Jahre nicht geschlossen werden darf.
Vom 26. bis 30. März 2012 findet die Charrette-Woche im leerstehenden ehemaligen Schlecker neben dem leeren Kaufhof statt. Bürgervorschläge für eine Nutzung des Kaufhofs und zur gesamten Innenstadtkrise sind willkommen!
In Duisburg, in Werl, in Remscheid und, und, und sollen sog. Factory Outlet Center entlang der Autobahnen entstehen. Die Schnäppchenjäger freuen sich. Die Innenstädte der verarmten Städte von Ruhrgebiet oder Bergischem Land erhalten dadurch noch mehr Konkurrenz, nachdem sie durch die großen Einkaufszentren und den Wildwuchs von Discountern bereits ins Hintertreffen gerieten. Für die Mülheimer Innenstadt, durch die jahrelangen Ruhrbania-Baustellen und eine vermurkste Verkehrsführung zusätzlich enorm geschwächt, bedeutet das ein weiterer schwerer Einbruch.
Seit Beginn des Ruhrbania-Abenteuers 2003 haben die MBI genau das vorher gesagt und zu verhindern versucht, was nun kaum noch zu leugnen ist. Zwei Bürgerbegehren gegen Ruhrbania wurden bürokratisch verhindert, damit es ja zu keinem Bürgerentscheid über dieses Prestigeprojekt kam. Nun aber ist die Stadt finanziell bankrott mit völlig vermurkster Verkehrsführung, einer Innenstadt, deren Anziehungskraft künstlich an das unterste Ende aller Ruhrgebiets-städte katapultiert wurde, einer zerrütteten kommunalen Demokratie und vieler entnervter Bürger/innen. Und wofür?
Nach 2jähriger Zeit des Ausbrütens im Verborgenen mit Geheimgutachten für 230.000 € und einer Bürgerbeteiligung als totaler Farce ist die ÖPNV-„Optimierung“ in Mülheim ein zukunftsloses, ungeklärtes Nichts. SPD und CDU wollen das „Konzept“ dennoch beschließen totz vieler Wenn und Aber! Blamabel und unausgegoren!
Die Stadt Mülheim muss der WAZ nach einem Gerichtsurteil Einsicht in das Gutachten ihres Rechtsamtes gewähren, das nach der Millionen-Pleite mit Zinswetten mögliche Haftungsansprüche gegenüber der West LB als Wettpartnerin sowie Ex-Kämmerer Gerd Bultmann und leitenden Beamten zum Gegenstand hat. Per Berufung will „die Stadt“ weiter Zeit gewinnen. Zur Vertuschung?! Klagt lieber endlich Schadensersatz ein!
Die Ruhrgebietsstädte sind finanziell am Ende. Dass die bankrotten Städte ohne forcierte interkommunale Zusammenarbeit nicht überleben können, ist inzwischen eine Binsenweisheit. Doch in der Realität werden fast alle Ansätze zum Scheitern gebracht!
Aufgrund schwerer Managementfehler ist das RWE ins Trudeln geraten. Die Dividende auf die Aktien wurde auf 2 € gesenkt, für den Kämmerer über 8 Mio. Mindereinnahmen und die Stinnes-Stiftung hat 6,5 Mio. weniger zur Verfügung. Eine Katastrophe. Sollte Mülheim nicht besser die Aktien verkaufen? Mit dem Ende der Großmann-Ära zu Juli 2012 ändert das RWE den radikalen Pro-Atomkurs! Endlich, wenn auch sehr spät!